Kirchen mit konkreten Gründungs- und Wiederaufbaujahren, eine archäologische Stätte und ein traditionsreicher Jahrmarkt geben Comuna Cornățelu verschiedene kulturelle Ansatzpunkte. Wer eine Unterkunft für einen Aufenthalt auswählt, kann zunächst abwägen, ob Kirchenbau, Siedlungsgeschichte oder ein jährlich wiederkehrendes Marktgeschehen den eigenen Schwerpunkt bilden soll.
Lage und historische Perspektiven
Die Comuna Cornățelu liegt im Südosten des Kreises Dâmbovița. Die Câmpia Vlăsiei ist eine Untergliederung der Rumänischen Ebene und nimmt im Südosten des Kreises einen kleinen Teil ein. Die erste Angabe lokalisiert die Comuna im Kreis; die zweite ordnet die Landschaftsregion ein. Im Südwesten der Comuna befindet sich zudem ein 4-Sterne-Naturschutzgebiet mit jagdlichem Profil; dort kommen Wildschweine, Hirsche, Rehe, Fasane und Hasen vor. Die Biserica „Sf. Nicolae” a curţii Socol Cornățeanu befindet sich in der Str. Domniţa Marula 51 in Cornăţelu.
Bei Corni ist die archäologische Stätte als zivile Siedlung klassifiziert. Sie weist Phasen aus der Bronzezeit und aus der Völkerwanderungszeit des 5. bis 6. Jahrhunderts auf. Damit umfasst sie weit auseinanderliegende Zeiträume und eröffnet einen anderen Zugang zur Geschichte als Kirchen, deren Baugeschichte über Gründungs- und Wiederaufbaujahre greifbar wird.
Kirchen und ihre Baugeschichte
Eine historische Kirche in Cornățelu wurde 1596 von Vintilă Cornățeanu und Voica gegründet und 1726 von Matei Ruset wiederaufgebaut. Die beiden Daten markieren unterschiedliche Phasen desselben Bauwerks: die Gründung und einen späteren Wiederaufbau.
In Alunişu stammt die Kirche „Adormirea Maicii Domnului“, „Mucenița Anastasia“ und „Sf. Dumitru“ aus dem Jahr 1818; 1947 wurde sie wiederaufgebaut. Auch hier lässt sich die Entstehungszeit von einem deutlich späteren Wiederaufbau unterscheiden. Im Vergleich zur historischen Kirche in Cornățelu liegen die Angaben zur Kirche in Alunişu im 19. und 20. Jahrhundert.
Der Jahrmarkt und sein historischer Kontext
Der Târgul Cornăţelu gilt als jährlicher Jahrmarkt vom 7. bis 9. September. Seine Geschichte reicht fast viereinhalb Jahrhunderte zurück. Für eine Reise, die auf diesen Termin ausgerichtet ist, lohnt es sich, die genannten Daten vorab zu prüfen.
Zum Marktgeschehen gehören Volkskunsthandwerker aus Gheboaia, Dărmăneşti, Drăgăeşti und Ciolpani Pisc (Ilfov) sowie Töpfer aus Corunt (Harghita). Die konkreten Teilnehmenden können von Ausgabe zu Ausgabe variieren. So verbindet der Jahrmarkt eine lange Tradition mit handwerklichen Beiträgen aus mehreren benannten Orten.
Auch die historische Lage des Markts hat einen Bezug zu überregionalen Verbindungen: Der alte Postweg, der Bukarest mit Târgovişte verband, verlief in der Nähe des Standorts des Târgul Cornăţelu.
Für die Reiseplanung stehen damit zwei unterschiedliche Schwerpunkte nebeneinander: ein kalendarisch benannter Jahrmarkttermin oder die über mehrere Jahrhunderte und Epochen verteilten Themen von Kirchen und archäologischer Stätte. Weitere Reiseziele entdecken: Bolovani, Moreni.
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