Zum Inhalt

Die Region Giurgiu zeigt sich in bemerkenswert unterschiedlichen Zeitspuren und Landschaften: Ein L-förmiger Palast aus behauenem Stein steht neben Feuchtgebieten mit dauerhaft offenem Wasser, und die historischen Orte reichen von einer geto-dakischen Festung bis zu Bauwerken des 18. Jahrhunderts. So können Sie Kultur, Natur und Geschichte als verschiedene Zugänge zu Giurgiu entdecken.

Architektur und Geschichte in verschiedenen Epochen

Zum archäologischen Areal Curtea familiei Năsturel Herescu de la Herăşti gehört ein Palast, den Udrişte Năsturel zwischen 1640 und 1644 errichten ließ. Behauener Stein und der L-förmige Grundriss geben dem Bau ein klares Material- und Formprofil. Im Vergleich dazu führt Argedava bei Popești in Mihăilești weit zurück: Die geto-dakische Festung wird der Latènezeit zugeordnet.

Auch die historischen Denkmäler erzählen von unterschiedlichen Bauzeiten. Das Conacul Drugănescu in Florești-Stoenești stammt aus den Jahren 1731 bis 1735; seine Restaurierung erfolgte 1940 bis 1941. Es wurde restauriert und als Museum für Ethnografie und Volkskunst eingerichtet. In Giurgiu ist der 22 Meter hohe Uhrturm ein weiteres markantes Bauwerk; er wurde 1734 errichtet. Von der Festung Giurgiu sind Mauerfragmente erhalten. Sie erinnern an die Festung, die Mircea der Ältere im 14. Jahrhundert am Donauufer errichten ließ.

Zu den weiteren historischen Orten zählen das Kloster Comana, das in der rumänischen Liste der historischen Denkmäler steht, und die Kirche Sfinții Voievozi in Mihăilești. Sie stammt aus dem Jahr 1714 und ist ein Denkmal religiöser Architektur. In Călugăreni wurde die Crucea lui Mihai 1993 zum 400. Jahrestag der Thronbesteigung von Mihai Viteazul in der Walachei errichtet. Das Muzeul școlar Dacia in Frătești hat mehrere Abteilungen, wobei Archäologie und Geschichte überwiegen; zu seinen Beständen gehören bedeutende materielle Überreste, die den Geto-Dakern zugeschrieben werden. Das Gellu-Naum-Gedenkhaus bewahrt das Sommerhaus des surrealistischen Dichters so, wie es während der Sommer war, die er dort verbrachte. Informieren Sie sich vor einem Besuch über die aktuellen Zugangsbedingungen.

Feuchtgebiete, Inseln und geschützte Natur

Der Naturpark Comana ist ein Schutzgebiet. Als Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung ist er nach der Ramsar-Konvention anerkannt; außerdem umfasst er Natura-2000-Gebiete mit SPA- und SCI-Ausweisung. Die Balta Comana ist ein eigenes Maß für die Wasserlandschaft: Sie umfasst 1.206,4 Hektar, von denen etwa 400 Hektar dauerhaft von offenem Wasser bedeckt sind. Das Reservat Padina Tătarului schützt die rumänische Waldpfingstrose, Paeonia peregrina, ssp. romanica.

Auf der Insel Mocanu ähneln Vegetation und Tierwelt denen des Donaudeltas. Die Insel weist außerdem Strände und Binnengewässer auf; dort können Angelpartien organisiert werden. Die verschiedenen Details geben Ihnen unterschiedliche Anknüpfungspunkte für die Natur: geschützte Pflanzen, Feuchtgebiete und eine Insel mit Binnengewässern gehören jeweils zu einem eigenen Landschaftsbild.

Aktivitäten und Orientierung

Im Naturpark Comana dürfen Sie mit klassischen und elektrischen Fahrrädern ausschließlich auf markierten touristischen Wegen, öffentlichen Straßen sowie auf Forst- und Landwirtschaftswegen fahren, die für den öffentlichen Verkehr freigegeben sind. Das Schutzgebiet ist auch an gesetzlichen Feiertagen durchgehend für Besuche geöffnet. Prüfen Sie vor Ihrem Besuch die aktuellen Parkregeln. Der Abenteuerpark Comana umfasst sechs Strecken für Kinder und drei Erwachsenenstrecken mit zunehmendem Schwierigkeitsgrad: leicht, mittel und schwierig. Hinzu kommen eine Seilrutsche über den See und eine Kaskade von Seilrutschen. Prüfen Sie vor der Planung die aktuellen Betriebsbedingungen.

Eine andere Erfahrung bietet das Handwerkerdorf Comana: Dort gibt es eine traditionelle Werkstatt zur Verarbeitung von Obst und Gemüse. Für die Orientierung entlang der Donau ist die Via Danubiana ein weiterer Anhaltspunkt. Sie verbindet Deiche, Wälder, Dörfer, Städte und Felder zu einem durchgehenden Weg im Kreis Giurgiu. Die Freundschaftsbrücke wiederum verbindet Giurgiu in Rumänien mit Ruse in Bulgarien und führt Straßen-, Eisenbahn- und Fußgängerverkehr. Prüfen Sie vor einer Fahrt die aktuellen Verkehrsbedingungen.

Weitere Reiseziele entdecken: Banesti, Giurgiu, Potlogi, Izvoarele, Greaca, Comana, Călugăreni, Malu, Roata De Jos, Mihailesti, Daia, Varlaam.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Rumänien.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.