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Frumoasa verbindet lokale Baugeschichte mit Landschaft und einer besonderen Esskultur. Ein hölzerner Glockenturm, armenische Baugeschichte und die lange Tradition des Kohlanbaus geben dem Ort ein eigenes Profil. Am Staudamm und in den Bergheuwiesen stehen andere Seiten der Umgebung im Mittelpunkt. Für die Planung lohnt es sich, die Kulturstätten, Wege und saisonalen Themen als unterschiedliche Gründe für einen Aufenthalt zu betrachten.

Glockenturm, Kirchen und lokale Geschichte

Der hölzerne Glockenturm von Frumoasa steht auf der offiziellen Liste der historischen Denkmäler im Kreis Harghita. Der offene Turm erhebt sich aus einem kegelförmigen Schindeldach. Seine Glockenlaube hat eine Tannenholzkonstruktion, eine Bretterbrüstung und Lattenwerk im oberen Bereich. Diese Details geben dem Bauwerk eine klar erkennbare Form.

Die römisch-katholische Szent-László-Kirche wurde 1897 dem heiligen Ladislaus geweiht. Im Zentrum des armenischen Viertels Örmény sziget stehen Bürgerhäuser, die Armenier im 19. Jahrhundert errichteten. Zusammen verweisen Kirche und Wohnhäuser auf verschiedene Kapitel der Ortsgeschichte, ohne dieselbe Baugeschichte zu erzählen.

Eine mittelalterliche Kapelle in Frumoasa am Muntele Fumos ist eine Ruine. Auf dem Gelände der alten Kapelle in Frumoasa wurden ein neuer Glockenturm und eine Statue des Ritterkönigs aufgestellt. Dort wurde außerdem ein Erdwall zu Ehren des heiligen Ladislaus errichtet. Für den Erdwall stammt Erde aus verschiedenen Orten Siebenbürgens und der Slowakei. Eine Statue des heiligen Ladislaus in Frumoasa wurde 2009 aufgestellt.

Auch eine lokale Legende gehört zur Geschichte des Ortsnamens: Der heilige Ladislaus soll sein Pferd aufgefordert haben, vom schönen Wasser der Gegend zu trinken. Eine andere historische Spur ist die Buchdruckerei Frumoasa. Sie war von 1929 bis 1944 in Betrieb und stellte verschiedene Druckerzeugnisse her.

Staudamm, Wege und Bergwiesen

Der Frumoasa-Staudamm liegt am Fluss Frumoasa, einem Nebenfluss des Olt. Im Bereich des Damms können Besucher verschiedene touristische Wanderwege nutzen. Die Bergheuwiesen rund um Frumoasa bieten Ausblicke auf Sonnenauf- und Sonnenuntergänge und weisen die charakteristische Pflanzenwelt des Ciuc-Gebirges auf.

Die Pilgerroute Via Mariae verläuft durch das Gemeindegebiet von Frumoasa. Der ausgewiesene Abschnitt führt zur Szentlélek-Kapelle auf dem Széphavas in 1.339 Metern Höhe. So lassen sich die Dammbereiche und die Pilgerroute als getrennte Möglichkeiten in die Planung einbeziehen.

Zum landwirtschaftlich geprägten Bild gehört auch der Nád-Dorfgarten. Er umfasst knapp 25 Hektar und ist auf mehr als 500 Bewirtschafter aufgeteilt.

Kohltradition und lokale Kostproben

Der Kohlanbau hat in Frumoasa eine jahrhundertealte Tradition. Die Setzlinge werden in der Woche des heiligen Ladislaus gepflanzt, die Ernte findet Mitte Oktober statt. Beim Kohlerntefest können Besucher vor Ort Gerichte auf Kohlbasis probieren, die von Kochteams zubereitet werden. Wenn Sie das Fest in Ihre Reiseplanung aufnehmen möchten, prüfen Sie die Termine vorab.

Im Zentrum von Frumoasa bietet das Kultúrbisztró armenischen Kaffee an. So finden sich neben der Kohlernte-Tradition auch andere lokale Bezüge, die einen Aufenthalt kulinarisch ergänzen können.

Für die Wahl des Übernachtungsorts bietet die Lage einen praktischen Bezugspunkt: Frumoasa liegt 11 Kilometer von Miercurea-Ciuc entfernt und an der Strecke zwischen Miercurea-Ciuc und Ghimeș-Făget.

Weitere Reiseziele entdecken: Miercurea-Ciuc, Valea Rece, Cozmeni, Băile Homorod, Jigodin-Băi, Corund, Toplița, Borzont

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Harghita.

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