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Buhalnița verbindet mehrere klar unterscheidbare historische Zeitspuren. Der Bogen reicht von einer geto-dakischen Befestigungsanlage über die 1629 an der Stelle einer hölzernen Klosterkirche gegründete Kirche von Buhalnița bis zu den Ruinen des Hanul Cantacuzino-Pașcanu aus dem frühen 19. Jahrhundert. Die ehemalige Klosterkirche von Buhalnița wurde 1958 während der umfassenden Umsiedlung von Dörfern im Bereich des Stausees des Wasserkraftwerks Bicaz-Stejaru abgetragen und an einem höher gelegenen Ort wiederaufgebaut. Für die Wahl des Reiseziels ist das besonders interessant, wenn Sie archäologische und kirchliche Geschichte in den Mittelpunkt Ihres Aufenthalts stellen möchten.

Buhalnița-Cetățuia: ein archäologischer Bezugspunkt

Das archäologische Gelände Buhalnița-Cetățuia liegt südwestlich von Buhalnița auf einem Hügel. Es umfasst eine geto-dakische Befestigungsanlage aus der La-Tène-Zeit, die in das 5. bis 3. Jahrhundert vor Christus datiert wird. Lage und Zeitstellung geben zwei verschiedene Orientierungspunkte: Der Hügel bestimmt die geografische Einordnung, die Datierung die historische. Damit gehört Buhalnița-Cetățuia in der zeitlichen Abfolge deutlich vor die kirchlichen und baulichen Zeugnisse späterer Jahrhunderte. Wer sich für archäologische Geschichte interessiert, kann die Anlage als eigenen Themenstrang neben der Kloster- und Baugeschichte betrachten.

Die Klosterkirche und ihre Geschichte

Die Kirche von Buhalnița wurde 1629 von Fürst Miron Barnovschi an der Stelle einer hölzernen Klosterkirche gegründet. Der Bezug zur hölzernen Kirche verankert die Gründung an einem bereits kirchlich genutzten Ort. 1958 wurde die ehemalige Klosterkirche im Zuge der umfassenden Umsiedlung von Dörfern im Bereich des Stausees des Wasserkraftwerks Bicaz-Stejaru abgetragen und an einem höher gelegenen Ort wiederaufgebaut. Gründung und Wiederaufbau stehen damit für unterschiedliche historische Vorgänge: auf der einen Seite die Stiftung durch einen Fürsten, auf der anderen die Verlagerung im Zusammenhang mit den Umsiedlungen. Diese Ortsgeschichte erhält durch den späteren Wiederaufbau eine zweite, räumliche Zäsur.

Die Ruinen des Hanul Cantacuzino-Pașcanu

Die Ruinen des Hanul Cantacuzino-Pașcanu befinden sich in Buhalnița. Sie stammen aus den Jahren 1801 bis 1811 und damit aus dem frühen 19. Jahrhundert. Chronologisch liegen sie nach der Gründung der Klosterkirche im Jahr 1629 und vor ihrer Verlagerung im Jahr 1958. Dieser Vergleich ordnet die Ruinen zwischen zwei deutlich unterschiedlichen Etappen der Ortsgeschichte ein: der kirchlichen Stiftung und der späteren Umsiedlung im Stauseegebiet.

Straßenverbindung und kultureller Routenbezug

Auch die regionale Einordnung hat zwei konkrete Bezugspunkte. Die Kreisstraße DC 145 führt durch Buhalnița und Zlodica und verbindet Hârlău mit Cotnari. Eine kulturelle Routenbeschreibung aus dem Jahr 2013 beschreibt den Drum al Vinului von Hârlău durch die Dörfer Scobinți und Buhalnița. Hârlău ist der gemeinsame Bezugspunkt beider Angaben, doch die genannten Verläufe unterscheiden sich: DC 145 verbindet Hârlău mit Cotnari und führt durch Buhalnița und Zlodica; der Drum al Vinului wird in der Beschreibung über Scobinți und Buhalnița geführt. So lassen sich der konkrete Straßenbezug und der kulturelle Routenrahmen getrennt einordnen.

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