Die Pfarrkirche von Dancaș verbindet maramureșischen Baustil mit einer Baugeschichte, die mehrere Jahre und zwei Orte umfasst. Bauort und späterer Standort unterscheiden sich: Ein Teil der Errichtung geschah in Bârsana, die Montage begann erst in Dancaș.
Pfarrkirche: Baustil und Baugeschichte
Der Bau begann am 26. September 2013 mit der Grundsteinlegung. 2014 errichteten Maramureșer Handwerker unter der Leitung von Vasile Bârsan aus Bârsana im Kreis Maramureș die Holzkirche in Bârsana bis zur Traufhöhe. Die Traufhöhe bezeichnet den Bereich, an dem das Dach an der Außenwand ansetzt. Am 1. Juli 2015 wurde die Kirche nach Dancaș gebracht; dort begann die Montage. Geweiht wurde sie am 8. Juli 2018, knapp fünf Jahre nach der Grundsteinlegung.
Die Kirche ist den heiligen Kaisern Konstantin und Helena geweiht. Als dritter Schutzheiliger ist der heilige Märtyrer Fanurie nach den beiden Kaisern mit der Kirche verbunden. So stehen neben der Baugeschichte auch die Widmung und die religiösen Schutzheiligen als eigene Aspekte des Bauwerks.
Anfahrt und Straßenorientierung
Dancaș ist über die DN 248, die Straße Iași–Ciurea, durch Horpaz und Ciurbești erreichbar. Eine weitere Zufahrt führt über die DN 248A, die Straße Iași–Voinești, durch Miroslava und Balciu. Für Ihre Planung können Sie sich an den Straßennamen und den jeweils genannten Orten orientieren; prüfen Sie vor der Fahrt die aktuellen Straßenbedingungen und die Beschilderung. Die beiden Zufahrten unterscheiden sich durch ihre Straßenbezeichnungen und Ortsfolgen.
Historische Bezüge in Horpaz und Ciurbești
Im benachbarten Horpaz steht die heutige Kirche des heiligen Demetrius. Sie wurde 1935 von Einwohnern aus Horpaz und Dancaș errichtet. Dancaș und Horpaz teilen sich einen Friedhof; auf dem heutigen Friedhof von Horpaz wurden Grabsteine aus den Jahren 1814 und 1824 gefunden. Die Grabsteinjahre liegen mehr als ein Jahrhundert vor dem Kirchenbau von 1935 und markieren einen älteren zeitlichen Abschnitt. Im Horpazer Abschnitt treten damit zwei Verbindungslinien zu Dancaș hervor: die gemeinsame Errichtung der Kirche und der geteilte Friedhof.
In Ciurbești steht die Holzkirche des heiligen Nikolaus als Friedhofskirche am Ortsrand. Sie wird über einen abschüssigen Zufahrtsweg von der Kreisstraße aus erreicht. Vom Hof der Kirche bietet sich ein außergewöhnlicher Blick auf den Ort. Im Unterschied zur Pfarrkirche von Dancaș ist sie damit als Friedhofskirche am Dorfrand einzuordnen. Die zeitlichen Bezugspunkte der Kirchen unterscheiden sich ebenfalls: Die Baugeschichte in Dancaș führt von 2013 bis 2018, während der Kirchenbau in Horpaz auf 1935 datiert ist.
Palast und Naturschutzgebiet in Miroslava
Der Sturdza-Palast in Miroslava wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts von der Familie des moldauischen Bojaren Vasile Beldiman errichtet. Heute befinden sich im Palast das Ethnografische Museum der Landwirtschaft Moldawiens und die Schulbibliothek. Das historische Gebäude verbindet damit zwei unterschiedliche heutige Nutzungen. Auch das Naturschutzgebiet Fânețele Seculare Valea lui David liegt in der Gemeinde Miroslava. Zusammen stehen diese Bezüge für eigenständige Themen in Miroslava: historische Architektur, Museum und Schulbibliothek sowie ein Naturschutzgebiet.
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