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Chitila eröffnet einen Blick auf unterschiedliche Kapitel der Ortsgeschichte: Archäologische Funde reichen von der Vorgeschichte bis zum Mittelalter. Kirche, Gedenkzeichen sowie die Geschichte von Bahnhof und Festung setzen weitere Schwerpunkte. Hinzu kommt der Parcul Dendrologic. Für Ihren Aufenthalt können Sie so zwischen archäologischen Themen, öffentlicher Erinnerung und dem Park wählen.

Archäologie von der Vorgeschichte bis ins Mittelalter

Das Situl arheologic Chitila-Cărămidărie hat zahlreiche historische Überreste zutage gefördert. Sie stammen aus der Vorgeschichte, der Bronzezeit, der dakischen Zeit, der Zeit der römischen Eroberung und dem Mittelalter. Damit umfasst die Geschichte des Fundorts mehrere Epochen statt nur einer einzelnen historischen Phase.

Die Untersuchungen des Situl arheologic Chitila-Cărămidărie betrafen den Bereich der ehemaligen Ziegelei ebenso wie den Bereich, in dem sich heute der Parcul Dendrologic befindet. Diese beiden Untersuchungsbereiche lassen sich benennen, ohne sie mit den Grenzen des archäologischen Fundorts gleichzusetzen.

Auch bei Chitila Fermă sind verschiedene Siedlungsphasen belegt. Dort ist eine Siedlung der Bronzezeit aus der Tei-Kultur nachgewiesen. Außerdem wurden drei Wohn- und Werkstattgebäude aus dieser Kultur identifiziert. In ihnen wurde Eisenerz reduziert; zudem wurden Eisen, Bronze, Silber und Kupfer verarbeitet. Eine karpodakische Siedlung bei Chitila Fermă wird in das 2. bis 5. Jahrhundert n. Chr. datiert. So stehen neben der breiten zeitlichen Folge am Situl Chitila-Cărămidărie konkrete Angaben zu Siedlungen und Metallverarbeitung.

Kirche, Gedenken und Baugeschichte

Die Biserica Sfântul Prooroc Ioan Botezătorul wurde zwischen 1912 und 1913 von Ion und Florea Olteanu gestiftet und errichtet. Das Bauwerk ergänzt die archäologischen Themen um die jüngere Geschichte des Ortes.

Ein steinernes Gedenkkreuz steht im selben Grünbereich wie die Gedenkstätte Cruce memorială Chitila Ilfov. Es befindet sich etwa 15 Meter vom Obelisken entfernt. Die Tafeln des Obelisken Obelisc în memoria Eroilor căzuți în primul război mondial Chitila führen 28 im Ersten Weltkrieg gefallene Helden auf und erinnern außerdem an Helden aus Chitila, die 1944 gefallen sind.

Auch die Verkehrsgeschichte gehört zum Bild des Ortes: Der Bahnhof Gara Chitila war der erste Bahnhof an der alten königlichen Eisenbahnstrecke, die Bukarest mit Târgoviște verband. Das Fortul Kitila wurde von König Carol I. als erstes Fort des Verteidigungsrings um Bukarest errichtet und von ihm persönlich eingeweiht. Bahnhof und Fort stehen damit für zwei unterschiedliche Aspekte der regionalen Geschichte.

Der Parcul Dendrologic und Naturthemen

Der Parcul Dendrologic din Chitila (Arboretum) befindet sich in der Strada Păcii 69 und ist von 08:00 bis 22:00 Uhr geöffnet. Eine Beschreibung des Parks hebt entspannte Spaziergänge und Picknicks hervor und nennt zahlreiche Zierbaum- und Zierstraucharten, die sich dort betrachten lassen.

Auch das Tal des Bachs Mangul gehört zu den erwähnten Naturthemen: Eine städtische Beschreibung aus dem Jahr 2021 führt es in der Liste der geschützten Naturgebiete. Für einen Besuch des Arboretums können Sie die angegebene Öffnungszeit als Orientierung nutzen und sie vorab mit Ihrer geplanten Besuchszeit abgleichen.

Die Schwerpunkte unterscheiden sich deutlich: Am Situl Chitila-Cărămidărie steht eine lange Folge archäologischer Epochen im Mittelpunkt; bei Chitila Fermă sind unter anderem bronzezeitliche Siedlungsspuren und Metallverarbeitung belegt. Der Park bietet einen anderen thematischen Akzent mit Spaziergängen, Picknick und Zierpflanzen. So können Sie Chitila nach dem Schwerpunkt wählen, der Sie besonders interessiert.

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