Tureni stellt zwei unterschiedliche Schwerpunkte nebeneinander: die Karstlandschaft der Cheile Turenilor und die Geschichte der Besiedlung. Die Schlucht verbindet geologische Merkmale mit archäologischen Funden; die Biserica Ortodoxă Română Tureni ergänzt den Ortsbezug um Architektur und Holzschnitzkunst.
Karstlandschaft und Naturschutzgebiet
Die Cheile Turenilor, auch Cheile Turului genannt, sind ein 25 Hektar großes Naturschutzgebiet nördlich der Stadt Turda im Kreis Cluj. Sie sind als floristisches Naturreservat von nationalem Interesse mit gemischtem Wert ausgewiesen. Die Schlucht wurde vom Pârâul Racilor in jurassischen Kalksteinen ausgeformt. Sie ist 1.850 Meter lang, ihre Wände erreichen 100 bis 150 Meter Höhe. Wasserfälle, Strudeltöpfe und Höhlen gehören zu den Karstformen. Die 25 Hektar beschreiben die Fläche des Schutzgebiets, die 1.850 Meter dagegen die Länge der Schlucht: Die beiden Maße geben unterschiedliche räumliche Perspektiven wieder.
In den Cheile Turenilor gibt es insgesamt 29 Höhlen. Die Peștera cu Silex ist 64 Meter lang, die Peștera de sub grohotiș 27,5 Meter. Die Peștera cu Silex ist damit mehr als doppelt so lang wie die Peștera de sub grohotiș. Peștera Vulturilor und Șura Mică gehören ebenfalls dazu. Zu den seltenen Pflanzenarten im Gebiet zählen Sorbus dacica, Seseli elatum ssp. osseum und Silene otites.
Siedlungsgeschichte und Kirche
Tureni ist seit 1276 urkundlich belegt, während die menschliche Besiedlung der Gegend bis ins Neolithikum zurückreicht. Die meisten Funde wurden im Gebiet der Cheile Turenilor gemacht. Zwischen 1985 und 1988 führten archäologische Forschungen dort zur Entdeckung von 53 Siedlungskomplexen, die ab dem mittleren Neolithikum datiert werden. Die Jahreszahl 1276 bezeichnet den urkundlichen Beleg des Orts, während die archäologischen Daten eine wesentlich frühere Besiedlung zeigen.
Die Biserica Ortodoxă Română Tureni trägt das Patrozinium «Sfânta Treime». Sie wurde 1881 als schiffsartige Kirche mit einem Halbgewölbe aus Ziegeln und Stein errichtet. Die Ikonostase besteht aus wildem Kirschholz und wurde von Gheorghe Căienar aus Cluj-Napoca geschnitzt. Mit ihrem Baujahr 1881 setzt die Kirche einen deutlich späteren Zeitbezug als die neolithischen Funde.
Wanderwege und Zielwahl
Von Tureni aus führen Wanderwege zu den Cheile Turenilor. Eine Variante verläuft durch die Schlucht; sie ist als schwierig eingestuft und mit einem blauen Dreieck markiert. Die zweite Route führt an der linken Seite der Schlucht entlang und ist blau punktiert. Die Unterscheidung betrifft sowohl den Verlauf als auch die Schwierigkeitsangabe: Als schwierig gilt die Durchquerung. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die aktuellen Wegbedingungen.
Ein anderer blau markierter Weg hat ein anderes Ziel: Weg 31 («Bandă Albastră») ist die kürzeste Verbindung zu Fuß zwischen Tureni und den Cheile Turzii; seine allgemeine Richtung verläuft von Norden nach Süden. Die Cheile Turzii sind ein anderes Ziel als die Cheile Turenilor, zu denen die zuvor genannten Varianten führen.
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