Zwischen Moldova Veche und Gura Văii liegt Eșelnița im Donau-Defilee. Der Ort ist ein Orientierungspunkt im Cazanele-Naturschutzgebiet, das zum Naturpark Porțile de Fier gehört. Wälder bedecken 86 Prozent des Verwaltungsgebiets von Eșelnița. Flusslandschaft und Siedlungsgeschichte prägen damit zwei unterschiedliche Seiten des Ortes.
Monumente an der Donau
Am Eingang zur Bucht von Mraconia ist die Büste Decebalus Rex in einen mehrere Dutzend Tonnen schweren Kalksteinblock gemeißelt. Sie misst 40 Meter in der Höhe und 25 Meter in der Breite. Der Anleger in der Bucht, an dem sich die Skulptur befindet, ist nur mit dem Boot erreichbar. Davon zu unterscheiden ist die Tabula Traiana: Das römische Monument ist in den Fels am rechten Donauufer gemeißelt und vom rumänischen Donauufer im Bereich von Flusskilometer 17 aus sichtbar. Es erinnert an die Hindernisse, auf die das römische Heer bei der Überquerung der Donau im Jahr 101 n. Chr. stieß.
Die beiden Monumente bieten unterschiedliche Orientierung für die Planung: Die Tabula Traiana ist vom rumänischen Ufer aus sichtbar; der Anleger bei der Decebalus-Büste ist nur per Boot erreichbar. Ab dem Anleger KM 13 in Eșelnița werden täglich auf Anfrage Donauschifffahrten organisiert. Klären Sie deren Verfügbarkeit vor Ihrer Reise.
Der heutige Ort und seine Sammlungen
Der heutige Siedlungsstandort entstand 1967–1970, nachdem die alte Siedlungsstätte unter den Wassern des Stausees Porțile de Fier I versunken war. Auch die heutige Kirche erzählt von Veränderung und Wiederverwendung: Sie wurde 1972–1973 im Wiener Barockstil aus Material der abgerissenen früheren Kirche errichtet.
Das Ethnografische Museum Doina und Teodor Grigore beherbergt mehr als 1.000 Stücke traditioneller Trachten aus allen Regionen des Landes. Zur Sammlung gehören außerdem Möbel, Darstellungen traditioneller Tätigkeiten, Keramik, Ikonen und Fotografien aus Eșelnița, Dubova und Ogradena. Das Pfarrmuseum bewahrt Kulturgüter aus Dörfern und Kirchen entlang des Donau-Defilees. Dazu zählen Objekte aus den von den Fluten verschlungenen Orten Tișovița, Plavișevița und Ogradena sowie aus den im Zuge des Porțile-de-Fier-Systems umgesiedelten Orten Dubova und Eșelnița. Eine Ikone aus der Kirche von Ogradena wird in die erste Hälfte des 18. Jahrhunderts datiert. Zu den bewahrten Objekten gehören auch die Königstüren und eine Lampe aus dem alten Kloster Mraconia.
Klöster und wechselnder Wasserstand
Das Kloster Mraconia im Umfeld von Eșelnița liegt zwischen Orșova und Moldova Nouă an der Mündung des Flusses Mraconia in die Donau. Es wurde auf dem Gelände eines früheren Beobachtungs- und Leitpunkts für die Donauschifffahrt errichtet. Das Kloster ist vom Wasser aus sichtbar und über die Nationalstraße DN57 erreichbar. Davon zu unterscheiden sind die Mauern des alten Klosters Mracunea im Mracunea-Tal: Sie werden sichtbar, wenn der Wasserstand der Donau und der Bucht sinkt.
Weg zum Dealul Bisericii
Der Dealul Bisericii bietet einen Ausblick auf den Ausgang des Donau-Defilees. Ein unbefestigter Weg führt links am alten Friedhof hinauf; an der ersten Kreuzung geht es rechts weiter in Richtung der Bucht von Eșelnița. Prüfen Sie den Zustand des Weges vor dem Aufbruch. Der Hügel und der alte Friedhof bewahren Reste der früheren Siedlungsstätte von Eșelnița aus der Zeit vor 1966, bevor der Stausee Porțile de Fier I entstand. So verbindet der Weg eine Aussicht mit einem Bezug zur Geschichte des versunkenen Ortes.
Für die Anreise auf der Straße ist Eșelnița über die DN57 auf der Strecke Drobeta Turnu Severin–Orșova–Dubova erreichbar. Eine weitere Perspektive auf die Natur der Region bietet das Zentrum für die Überwachung von Lebensräumen und Arten in Eșelnița, das ökologische Bildungsangebote für Touristen im Naturpark Porțile de Fier unterstützt.
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