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Die Pipirig-Senke wird im Westnordwesten vom 1.530 Meter hohen Gipfel Bivolu beherrscht. Die Gemeinde Pipirig liegt am Oberlauf des Flusses Neamț, auch Ozana genannt, östlich des Stânișoara-Gebirges. Für eine Reise nach Pipirig geben diese Landschaft und die örtlichen Zeugnisse der Alltagskultur und kirchlichen Kunst unterschiedliche Schwerpunkte vor.

Ethnografisches Museum: Haus und regionale Kleidung

Das Ethnografische Museum „David Creangă“ wurde am 7. Juni 2003 gegründet. Im Sommer 2016 wurde es an einen neuen Standort im Verwaltungszentrum der Gemeinde Pipirig verlegt. Als Museumsgebäude dient ein für die Region typisches Haus aus Balken mit Schindeldach. Es umfasst eine Veranda, einen Eingangsraum und zwei Zimmer.

Die Sammlung bewahrt Objekte auf, die über 100 Jahre alt sind und aus dem Gebiet der Gemeinde zusammengetragen wurden. Zu sehen sind traditionelle Kleidungsstücke der Region, darunter Bundițe, Ii, Catrințe, Opinci, Ițari, Chimir und Brâu. Der Blick richtet sich damit sowohl auf die Bauweise des Hauses als auch auf Gegenstände und Kleidung aus dem lokalen Kulturraum.

Wenn Sie einen Besuch im Museum einplanen, klären Sie die aktuellen Besuchsmöglichkeiten vorab. So können Sie die Besichtigung passend zu Ihren Reisedaten planen, ohne feste Öffnungszeiten vorauszusetzen.

Holzkirche und Pfarrmuseum

Die Holzkirche „Sfântul Nicolae“ wurde 1807 anstelle einer älteren Kapelle errichtet. Zu den Siebenbürgern, die aus den Bergen zuwanderten und die Kirche erbauten, gehörte David Creangăs Großvater. Auf der Fahrt von Târgu Neamț nach Pipirig biegt man von der Nationalstraße DN15B rechts auf die Gemeindestraße DC 159 ab und erreicht die Kirche. Der Glockenturm des Kirchenkomplexes stammt aus dem Jahr 1864.

Im Pfarrmuseum der Kirche werden Ikonen aus dem 18. und 19. Jahrhundert gezeigt. Dazu gehört eine auf 1776 datierte Ikone der Gottesmutter mit dem Kind. Ebenfalls Teil der Sammlung ist ein bemaltes hölzernes Chivot, das 1841 zusammen mit der Ikonostase der Kirche angefertigt wurde. Die genannten Jahreszahlen geben einen eigenen zeitlichen Überblick: Sie reichen von der Ikone aus dem 18. Jahrhundert bis zur später entstandenen Ausstattung und dem Glockenturm.

Die beiden Sammlungen unterscheiden sich in ihrem Schwerpunkt: Im ethnografischen Museum stehen regionale Gegenstände und traditionelle Kleidung im Vordergrund, im Pfarrmuseum Ikonen und kirchliche Ausstattung. Wenn Sie einen Besuch des Pfarrmuseums planen, klären Sie die aktuellen Besuchsmöglichkeiten ebenfalls vorab.

Weitere Spuren in Dolhești und in der Landschaft

Auch das Dorf Dolhești bietet einen konkreten Bezug zur Geschichte der Region. Die Brânzăria lui David Creangă ist ein Denkmal öffentlichen Interesses aus dem 19. Jahrhundert. Im selben Dorf ist ein etwa 200 Jahre altes Balkengebäude erhalten, in dem zu Creangăs Kindheit Milch verarbeitet wurde. Es befindet sich im Hof seiner Urururenkel.

Der Naturpark Vânători-Neamț umfasst das Verwaltungsgebiet der Gemeinde Pipirig ganz oder teilweise. Im Gebiet der Gemeinde kommen innerhalb des Naturparks Wisente in freier Wildbahn vor. Das setzt neben den Kulturstätten einen anderen Akzent für die Reise: Hier geht es um die Landschaft und die frei lebenden Tiere, nicht um eine fest planbare Tierbeobachtung. Eine Begegnung mit Wisenten lässt sich deshalb nicht als sicherer Programmpunkt einplanen.

Weitere Reiseziele entdecken: Viișoara, Dumbrava Roșie, Târgu Neamţ, Roman, Tupilaţi, Văratec, Hangu, Bodești

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Neamt.

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