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Fântânele liegt am linken Hang des Donautals; die Nationalstraße DN 51A zwischen Zimnicea und Turnu Măgurele durchquert den Ort von Osten nach Westen. In der Ortsgeschichte stehen eine La-Tène-Nekropole, eine mittelalterliche Siedlung und die Geschichte von Dorfkern, Quellen und Kirche nebeneinander. Diese Themen führen durch mehrere deutlich getrennte Zeitschichten und verbinden Landschafts- und Siedlungsgeschichte.

Dorfentwicklung und Quellen

Der Name Fântânele wird mit zahlreichen Quellen verbunden, die am Fuß des Hangs am Donautal hervortraten. Später wurden die Quellen durch Kanalisierungen und steinerne Becken gefasst und mit den Namen „La tuturca“ beziehungsweise „Fântâna lui Tudorcea“ bezeichnet. Die Namen und die bauliche Fassung gehören zu einer Landschaftsgeschichte, die eng mit dem Hang und seinem Fuß verbunden ist.

Auch der Dorfkern veränderte seine Lage. Bis 1930 lag der ursprüngliche Dorfkern am Nordufer der Balta Suhaia. Danach begann sich die Siedlung in die Ebene entlang der Straße von Zimnicea nach Turnu Măgurele zu verlagern. So stehen in der Entwicklung des Ortes zwei unterschiedliche räumliche Bezüge nebeneinander: das frühere Ufer und die spätere Ausrichtung entlang der Straße.

Archäologische Zeitschichten

Die mittelalterliche Siedlung von Fântânele wird ins frühe Mittelalter, genauer ins 10. Jahrhundert, datiert. Die La-Tène-Nekropole steht für eine wesentlich frühere Epoche: Sie ist eine hügelartige geto-dakische Grabstätte aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. Östlich des Dorfes liegt sie auf der rechten Seite der Straße von Turnu Măgurele nach Zimnicea. Die beiden archäologischen Themen haben damit unterschiedliche Funktionen und Zeitstellungen: Die eine ist eine Siedlung des frühen Mittelalters, die andere eine Grabstätte aus der Antike.

Kirche und Erinnerung

Die heutige Kirche „Adormirea Maicii Domnului“ wurde 1987 errichtet und am 30. September 1990 geweiht. Bau und Weihe markieren zwei verschiedene Stationen ihrer jüngeren Geschichte. Die Kirche hat einen kreuzförmigen Grundriss aus Ziegeln; ihre Vorhalle im Brâncovenesc-Stil wird von vier Säulen getragen. Sie trägt das Patrozinium einer älteren, inzwischen verfallenen Kirche.

Im Kirchhof steht ein Heldenmonument, das an die Helden erinnert, die in den beiden Weltkriegen starben. Zusammen mit der Kirche gibt es der Ortsgeschichte eine weitere Perspektive: Architektur und religiöse Geschichte treffen hier auf das Gedenken an die Toten der Weltkriege.

Esskultur und Übernachtung

Auch die Esskultur bietet einen regionalen Bezugspunkt. In mehreren Dörfern im Kreis Teleorman, darunter Fântânele, ist „bradoși“ die Bezeichnung für diese Speisentradition. Damit ergänzt ein kulinarisches Thema die archäologischen und kirchengeschichtlichen Zeitschichten des Ortes.

Als konkrete Übernachtungsmöglichkeit bietet das Gästehaus La Nașu in Fântânele Camping- und Stellmöglichkeiten für Wohnwagen nach vorheriger Anmeldung an. Fragen Sie vor der Reise an, ob für den gewünschten Zeitraum ein Platz verfügbar ist.

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