Das Muzeul Trovanților eröffnet einen ungewöhnlichen Zugang zur Landschaft von Costeşti: Am Fuß eines Sandsteinbruchs zeigt das geologische Freilichtmuseum unregelmäßig geformte, kugelige oder ellipsoide Formationen, die Trovanți genannt werden. Sie sind wenige Zentimeter bis mehrere Meter groß. Das Schutzgebiet umfasst 1,10 Hektar; ausgewiesen wurde es durch den Regierungsbeschluss Nr. 1581 vom 8. Dezember 2005. Außerdem ist es in den Nationalpark Buila-Vânturarița einbezogen. Der Größenunterschied zwischen wenigen Zentimetern und mehreren Metern macht die besonderen Formen anschaulich.
Schluchten und Berglandschaft
Die Cheile Costeştiului verlaufen auf etwa vier Kilometern entlang des Bachs Costeşti und sind als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Der Nationalpark Buila-Vânturarița umfasst Karstgipfel und Kalksteinkämme, Höhlen, Schluchten und Täler sowie Wälder, Bergwiesen und Heuwiesen. Auch seine Flora und Fauna ist vielfältig. Der Park liegt auf dem Gebiet der Gemeinden Costești, Bărbătești und Băile Olănești im Kreis Vâlcea. Die Schlucht steht für einen konkreten Bachlauf, während im Nationalpark unterschiedliche Geländeformen und Lebensräume den Landschaftseindruck prägen.
Wanderwege mit unterschiedlichen Zeitangaben
Im Buila-Vânturarița-Gebiet führt eine Route von der Mănăstirea Bistrița über Cheile Bistriței, Între Râuri und das Valea Cuca zum Plaiul Zănoaga und weiter bis zur Curmătura Rodeanu. Eine weitere Route verläuft vom Dorf Pietreni über die Cheile Costeşti, den Cantonul Silvic Prislop, das Plaiul Netedu, den Vârful Netedu, den Vârful Lespezi und den Muntele Zănoaga bis zum Vârful Govora und zur Şaua Zmeuret. Diese Strecken lassen sich anhand ihrer aufeinanderfolgenden Wegpunkte unterscheiden.
Der Weg von Pietreni über das Schitul Pătrunsa zum Schitul Pahomie ist als Hin- und Rückweg mit acht Stunden Gehzeit angesetzt. Seine Teilstrecken sind mit rotem Dreieck, blauem Punkt und rotem Kreuz markiert. Acht Stunden Gehzeit geben dieser Route das Profil eines vollen Wandertags; berücksichtigen Sie die Zeit bei Ihrer Tagesplanung. Wegbedingungen können sich ändern, daher empfiehlt sich eine aktuelle Prüfung vor der Wanderung.
Wege zu Schluchten und Höhle
Der Weg durch die Cheile Bistriței beginnt im Dorf Bistrița am Tor der Mănăstirea Bistrița; dort stehen eine Informationstafel und ein Wegweiserpfosten. Von der Biserica 44 de Izvoare führt ein anderer Pfad nach Nordwesten. Er ist unmarkiert und erreicht nach etwa fünf Minuten Aufstieg die Cheile Costeștilor. Die beiden Einstiege bieten unterschiedliche Orientierung: Am Tor der Mănăstirea Bistrița helfen Tafel und Wegweiser, der Weg von der Biserica 44 de Izvoare ist dagegen unmarkiert.
Zur Peștera Liliecilor führt hinter der Mănăstirea Bistrița ein mit Geländern versehener, leicht begehbarer Pfad; die Höhle ist in etwa 15 Minuten erreichbar. Außer einer Lichtquelle ist keine besondere Ausrüstung erforderlich. Prüfen Sie vor dem Besuch die örtlichen Zugangsbedingungen. In der Höhle befindet sich die kleine Höhlenkirche Ovidenia aus dem 17. Jahrhundert. Sie ist teilweise in den Fels gehauen und teilweise gemauert – ein eigenständiger Kulturort innerhalb der Höhle.
Kirchen, Kloster und Kunst
In Pietreni ist die Holzkirche von Grămești auf das Jahr 1664 datiert; ihr Patrozinium lautet Adormirea Maicii Domnului. Die Biserica 44 de Izvoare ist seit 1701 urkundlich belegt. Die Jahreszahlen geben zwei unterschiedliche historische Bezugspunkte wieder: eine Datierung und eine urkundliche Belegung.
Von Costeşti führt eine Route zum Kloster Arnota vorbei an der Mănăstirea Bistrița und bergauf in Richtung des Kalksteinbruchs von Costeşti bis auf 840 Meter Höhe. In der heutigen Kirche des Klosters befindet sich das Grab von Matei Basarab, der am 9. April 1654 starb. Da sich Straßenbedingungen ändern können, prüfen Sie diese vor der Fahrt. Das Kunstmuseum Gheorghe D. Anghel befindet sich im Kulturzentrum Constantin Popian; den Mittelpunkt bilden sechs Meisterwerke von Gh. D. Anghel.
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