Valeni verbindet mehrere Zeitschichten: die Holzkirche „Adormirea Maicii Domnului“ aus dem Jahr 1811, jüngere Kirchen und archäologische Spuren früherer Siedlungen. Wer den Aufenthalt nach Kulturthemen ausrichten möchte, kann hier Kirchenbau und Siedlungsgeschichte unterscheiden. Straßenverbindungen und der Solești-See ergänzen den lokalen Schwerpunkt um regionale Orientierung und eine weitere Aktivität.
Kirchenbau aus mehreren Jahrhunderten
Die Holzkirche „Adormirea Maicii Domnului“ wurde 1811 aus Holzbalken auf einem Steinfundament errichtet und ist als historisches Denkmal ausgewiesen. Dorfbewohner stifteten beziehungsweise gründeten sie mit Unterstützung von Gavriil Macedon, Gheorghe Arsenie und Aga Scarlat Donici sowie deren Ehefrauen. Zur Kirche gehört ein hölzerner Glockenturm mit zwei Glocken, die 1882 gegossen wurden. 1885 wurde die Kirche innen und außen renoviert.
Auch der alte Friedhof gehört zur Geschichte der Kirche. Auf ihm gilt ein steinernes Kreuz aus dem Jahr 1812 als ältestes steinernes Kreuz. Zusammen mit den Holzbalken, dem Steinfundament und den Glocken erzählen diese Daten von unterschiedlichen Teilen der Baugeschichte, ohne den Blick auf ein einziges Baujahr zu beschränken.
Die neuere Pfarrkirche in Valeni wurde zwischen 1920 und 1923 aus Ziegeln erbaut. Nach grundlegenden Reparaturen von 1992 bis 1995 wurde sie am 16. August 1995 erneut geweiht. Die orthodoxe Kirche der Pfarrei Văleni II ist ein weiteres Gebäude: Sie entstand 2021 und ist der Geburt Johannes des Täufers sowie dem heiligen Nektarius geweiht. Im Vergleich zur Holzkirche zeigt die neuere Pfarrkirche einen anderen Baustoff; die Kirche von 2021 setzt eine deutlich jüngere Zeitmarke.
Archäologische Spuren früherer Siedlungen
Die archäologischen Funde reichen weiter zurück als die Kirchenbauten. In Valeni wurden Überreste neolithischer Siedlungen der Cucuteni-Kultur entdeckt. Außerdem fanden sich Spuren von Siedlungen der Bronzezeit, die der Noua-Kultur zugeordnet werden. Auch eine befestigte karpische Siedlung aus dem 2. bis 3. Jahrhundert gehört zu den Entdeckungen; zu ihren Merkmalen zählten Erdwall, Palisade und Graben. Die Abfolge vom Neolithikum über die Bronzezeit bis in die ersten Jahrhunderte nach Christus gibt der Ortsgeschichte eine andere zeitliche Perspektive als die erhaltenen Kirchen.
Kulturelle Bezüge im Ort
Die 26. Ausgabe des Wettbewerbsfestivals „Eminescu prin mileniul III“ wurde in Valeni organisiert. Das Festival möchte Kinder an Literatur, Kunst und die Werte kultureller Identität heranführen. Es gilt als kulturell-bildungsbezogene Tradition der örtlichen Gemeinschaft und darüber hinaus. Vor dem Rathaus steht außerdem ein Obelisk für die im Zweiten Weltkrieg gefallenen Helden.
Auch die Ortsbezeichnung trägt eine historische Spur: Die Ortschaft hieß früher Valea Rea und trägt seit 1965 den Namen Văleni. Auf Gemeindeebene liegt Văleni auf zwei sanft geneigten Hügeln, die mit Akazien und Obstbäumen bestanden sind. Diese Landschaftsangabe bezieht sich auf die Gemeinde und nicht nur auf den Ort selbst.
Regionaler Ausflug und Orientierung
Im näheren Umfeld liegt der Solești-See, ein 348 Hektar großer Stausee am Fluss Vasluieț in der Gemeinde Solești. Dort können Karpfen, Karauschen, Zander und Barsche gefangen werden. Die Zufahrt zum See verläuft von Vaslui über Moara Domnească und Văleni weiter nach Solești und Satu Nou. Damit stehen die Kirchen- und Siedlungsgeschichte in Valeni und das Fischen am regionalen See für unterschiedliche Reiseinteressen.
Für die Orientierung im Ort: Die Lokalstraße DC3A beginnt in Văleni an der DN 24 und führt westwärts zur DJ 246A; im Ortsbereich sind etwa 2,5 Kilometer asphaltiert. Auf Gemeindeebene liegt Văleni an der Nationalstraße DN 24 auf der Strecke zwischen Vaslui und Iași. Die DN 24 durchquert das Gemeindegebiet in Nord-Süd-Richtung und ist auf dem gesamten Abschnitt innerhalb der Gemeinde asphaltiert.
Weitere Reiseziele entdecken: Vaslui, Negrești und Balteni.
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