Unterkulm liegt im mittleren Wynental zwischen bewaldeten Höhenzügen. Wald, Kirche, Industriegeschichte und Marktleben setzen unterschiedliche Akzente für einen Aufenthalt. Vom Rundweg im Ischlag-Wald bis zu den historischen Schichten der reformierten Kirche gibt es verschiedene Themen zu entdecken.
Wald und Wynental
Die Gemeindefläche umfasst 888 Hektar, davon sind 309 Hektar bewaldet. Eine Möglichkeit, den Wald näher kennenzulernen, ist der Waldlehrpfad Unterkulm. Der Rundweg ist etwa 2,5 Kilometer lang; unterwegs können Sie rund 80 verschiedene Bäume und Sträucher in ihrer Entwicklung beobachten. Für den Rundgang beginnt man am besten oberhalb des Schwimmbads Mittleres Wynental bei der Informationstafel im Ischlag-Wald. Sitzbänke bieten Gelegenheit zum Ausruhen, dazu kommen Aussichten auf Unterkulm.
Das Schwimmbad Mittleres Wynental liegt am Waldrand auf der östlichen Talseite Unterkulms, nahe der Gemeindegrenze zu Teufenthal. Es wird von den Gemeinden Unterkulm, Oberkulm und Teufenthal geführt. Von der WSB-Haltestelle Unterkulm Nord sind es etwa zehn Gehminuten. Wenn Sie diesen Richtwert für Ihre Planung nutzen, beachten Sie, dass sich Wegverhältnisse und Gehzeiten ändern können.
Kirche und Industriegeschichte
Die Siedlungsgeschichte Unterkulms reicht bis ins Jahr 1045 zurück. Damals erschien Columbaria, der Name des früheren römischen Gutshofs – übersetzt «Taubenfarm» –, erstmals als Dorf- und Siedlungsname. Eine weitere historische Station folgte 1295: In diesem Jahr teilte sich das Dorf in die politisch selbstständigen Gemeinden Oberkulm und Unterkulm.
Auch die reformierte Kirche bewahrt Spuren verschiedener Epochen. Das Mauergeviert des ersten fassbaren Gotteshauses aus dem 12. Jahrhundert ist im heutigen Kirchenschiff erhalten. Dort findet sich zudem eine Chorausmalung aus dem frühen 14. Jahrhundert. Bei der umfassenden Restaurierung von 1967/68 kam sie wieder ans Licht. Mauerwerk und Ausmalung stehen so für zwei unterschiedliche historische Schichten innerhalb des Kirchenraums.
Ein weiterer Teil der Ortsgeschichte ist mit dem KWC-Areal verbunden. Das Giessereigebäude mit mechanischen Werkstätten aus dem Jahr 1896 zählt zu den ältesten Gebäudeteilen des Industriekomplexes der Armaturenfabrik KWC. Im Giessereigebäude ist das KWC-Museum eingerichtet.
Märkte und lokales Angebot
An den Unterkulmer Markttagen nehmen rund 50 bis 60 Marktfahrer teil und bieten ein abwechslungsreiches Angebot an; die Zahl kann sich ändern. Beim Mai-Markt gibt es zusätzlich einen Luna-Park für jüngere Besucher. Das jährliche Programm kann variieren, prüfen Sie deshalb bei einer geplanten Reise die konkreten Termine vorab.
Seit 2012 findet ausserdem der Chomer-Samschtig-Märt statt. Vor allem regionale Anbieter und Vereine bieten dort ihre Produkte auf dem Zentrumsplatz an. Die verschiedenen Märkte setzen damit eigene Akzente: Neben dem vielfältigen Angebot der Markttage steht beim Chomer-Samschtig-Märt der regionale Bezug der Anbieter und Vereine im Vordergrund. Für Ihre Planung können Sie diese Unterschiede neben den Natur- und Geschichtsthemen berücksichtigen.
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