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Ueken bietet für eine kulturgeschichtliche Entdeckung zwei unterschiedliche Anknüpfungspunkte: die St. Antonius-Kapelle mit ihrer Baugeschichte und einen römischen Münzschatz. Zugleich hilft die Lage im Staffeleggtal, die Ortschaft geografisch einzuordnen. Architektur und archäologischer Fund eröffnen verschiedene Zugänge zur Vergangenheit des Ortes; wer sich für eines dieser Themen interessiert, findet in Ueken konkrete historische Bezugspunkte.

Ortschaft und Landschaft

Ueken ist eine Ortschaft in der politischen Gemeinde Herznach-Ueken im Schweizer Kanton Aargau. Sie gehört zum Bezirk Laufenburg und liegt im Südosten des Fricktals. Zur Ortschaft gehören Oberdorf im Süden und das etwas versetzt liegende Unterdorf im Norden. Für die geografische Einordnung ist die Unterscheidung wichtig: Ueken bezeichnet die Ortschaft, Herznach-Ueken die politische Gemeinde. Auch bei der Suche nach einer Unterkunft hilft diese Trennung, damit der Ortsname nicht mit dem Gemeindenamen verwechselt wird.

Ueken liegt im Staffeleggtal, einem Seitental der Sissle. Das rund 200 Meter breite Tal wird beidseits von Tafeljura-Hügeln begrenzt. Im unteren Bereich steigen diese steil auf, während sie im oberen Bereich in ausgedehnte Hochebenen übergehen. Der Wechsel von steilen Talhängen zu weiten Hochflächen beschreibt die Form des Tals und gibt der Lage Uekens einen konkreten landschaftlichen Rahmen.

St. Antonius-Kapelle

Die St. Antonius-Kapelle wurde 1705 erbaut und steht unmittelbar westlich der ehemaligen Mühle von Unterueken. Zu ihrer Ausstattung gehören sechs farbig gestaltete Glasfenster aus der Werkstatt des bekannten Künstlers Arthur Nüscheler. Bei einer Renovierung in den 1920er-Jahren wurde die Kapelle bachseitig um ein Drittel verlängert. Damit lassen sich verschiedene Aspekte ihrer Geschichte auseinanderhalten: Das Baujahr bezeichnet die Errichtung, die Verlängerung eine spätere Veränderung am Gebäude, und die Fenster nennen einen konkreten Werkstattbezug.

Römischer Münzschatz

Archäologen bargen aus dem Münzschatz von Ueken mehr als 4.000 Münzen aus der Zeit zwischen 260 und 293 n. Chr. Der römische Fund gehört zu den größten Schatzfunden, die je in der Schweiz entdeckt wurden. Entdeckt wurde er in einer Kirschbaumplantage. Die Angaben beantworten unterschiedliche Fragen: Die Zahl vermittelt den Umfang des Fundes, die Zeitspanne seine historische Einordnung und die Plantage den Entdeckungskontext. So lässt sich der Münzschatz als archäologisches Thema eigenständig betrachten, getrennt von der Baugeschichte der Kapelle.

Besuchsplanung

Für die Besuchsplanung ist die Klopfstelle Weichle keine zugängliche Station: Sie ist aus Sicherheitsgründen dauerhaft geschlossen und darf nicht betreten werden. Planen Sie daher keinen Besuch der Klopfstelle ein.

Bei der Wahl eines kulturellen Schwerpunkts stehen zwei unterschiedliche Interessen zur Auswahl: Bau- und Ausstattungsgeschichte bei der Kapelle oder römische Archäologie beim Münzschatz. Die Kapelle bietet zeitliche Bezugspunkte vom Baujahr 1705 bis zur Renovierung in den 1920er-Jahren; der Münzfund ist über den Zeitraum 260 bis 293 n. Chr. eingeordnet.

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