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Kaiseraugst liegt am Hochrhein und grenzt an Deutschland sowie an den Kanton Basel-Landschaft. Die Schweizer Gemeinde gehört zum Kanton Aargau und zum Bezirk Rheinfelden. In der römischen Geschichte des Ortes kommen Grenzschutz, Badeanlage, Produktion und Kirchenfunde zusammen. Eine erhaltene Kastellmauer, ein Kaltbadbecken und sichtbare Ziegelbrennöfen geben konkrete Anknüpfungspunkte für unterschiedliche Interessen.

Kastell und Grenzschutz

Um 300 n. Chr. entstand das Kastell Kaiseraugst, nachdem das Römische Reich seine Nordgrenze an den Rhein zurückverlegt hatte. Es wurde zum Schutz des Rheinübergangs errichtet. Die erhaltene Kastellmauer ist bis zu 4,5 Meter hoch. Erhaltungsarbeiten können die Sichtbedingungen beeinflussen; prüfen Sie deshalb vor dem Besuch die örtlichen Bedingungen. So stehen die historische Aufgabe des Kastells und die erhaltene Mauer als zwei verschiedene Aspekte nebeneinander.

Rheinthermen und frühe Kirche

Ein Teil der römischen Badeanlage Rheinthermen in Kaiseraugst ist besichtigbar. Das grosse Kaltbadbecken bewahrt Sitzstufen und einen Abfluss; diese Baumerkmale machen die Gestaltung des Bades greifbar. Prüfen Sie vor der Anreise die örtlichen Zugangsbedingungen. Durch die Kastellmauer gelangt man in das Schutzhaus der frühen Kirche. Dort ist ein Teil der halbkreisförmigen Apsis der spätantiken Kirche zu sehen. Auch für diesen Besuch sollten Sie den Zugang vorab prüfen. Als Besuchsthemen unterscheiden sich Badeanlage und Kirchenbau deutlich, obwohl beide aus der römischen beziehungsweise spätantiken Geschichte stammen.

Gewerbe und Tierhaltung

Zu den auf Aargauer Boden erhaltenen Augusta-Raurica-Bauten gehören die aussergewöhnlich gut erhaltenen Ruinen der Gewerbehäuser Schmidmatt. Für den Zugang ist ein kostenloses Ticket erforderlich; prüfen Sie die Ticketregelung vor dem Besuch. Im Gebiet des heutigen Liebrüti-Quartiers sind zwei von mehreren römischen Ziegelbrennöfen sichtbar. Im 4. Jahrhundert n. Chr. wurde dort im grossen Stil Baukeramik für die ganze Stadt produziert. Damit reicht der Blick von Gewerbehäusern zu einer Produktion, die auf die Versorgung der Stadt ausgerichtet war. So kommt neben Grenzbefestigung und Bad auch die gewerbliche Seite der römischen Ortsgeschichte in den Blick. Prüfen Sie auch für die Ziegelöfen die örtlichen Zugangsbedingungen.

Im Tierpark von Augusta Raurica werden alte Haustierrassen gezeigt, die mit der römischen Tierhaltung verbunden sind. Der Tierpark ergänzt die baulichen Spuren um einen weiteren Blick auf Tiere in der Antike. Tierbestand und Programme können sich im Lauf der Zeit ändern.

Kirchenfund und Brunnenhaus

Bei der heutigen Dorfkirche St. Gallus wurde eine Kirche entdeckt, die zwischen 360 und 400 n. Chr. erbaut worden war. Ein unterirdisches Brunnenhaus wurde 1998 entdeckt; damals war es vollständig erhalten, nachdem es 1800 Jahre unberührt im Boden gelegen hatte. Die Zeitangaben beschreiben Verschiedenes: Die Spanne von 360 bis 400 n. Chr. datiert den Bau der Kirche, während 1998 das Entdeckungsjahr des Brunnenhauses ist. Dessen lange Zeit im Boden gehört zu seiner Erhaltungsgeschichte.

Wanderung und Besuchsplanung

Die Wanderung «Römerstadt & Aussichtsturm» beginnt am Bahnhof Kaiseraugst. Prüfen Sie vor dem Aufbruch Streckenlänge und Wegbedingungen, damit Sie die Tour in Ihre Tagesplanung einordnen können. Bei den historischen Fundorten unterscheiden sich die Zugangshinweise: Für Schmidmatt ist ein kostenloses Ticket erforderlich, während bei Rheinthermen, Schutzhaus und Ziegelöfen die örtlichen Zugangsbedingungen zu prüfen sind. So können Sie die Besuchsplanung an den jeweiligen Bedingungen ausrichten, ohne eine einzelne Fundstätte mit der gesamten Römergeschichte gleichzusetzen.

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