Das Kunstmuseum Appenzell befindet sich in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs; alle Räume sind vollständig rollstuhlgängig. Für einen Besuch lohnt sich ein Blick auf die aktuellen Zugangshinweise. Lage und Zugänglichkeit bieten so zwei konkrete Orientierungspunkte für den Museumsbesuch.
Kunst und Kulturgeschichte
Das Museum Appenzell widmet sich der Kulturgeschichte sowie der Arbeits- und Lebenswelt und dem sozialen und kulturellen Wandel Appenzell Innerrhodens. Seine Dauerausstellung behandelt Appenzeller Handstickerei, Bauern- und Möbelmalerei, die Entstehung des Tourismus und Volksfrömmigkeit. Zusammen führen diese Themen von gestalterischer Arbeit und bäuerlichem Alltag bis zu Glaubenspraxis und gesellschaftlichem Wandel.
Von Juni bis Mitte Oktober gibt im Museum jeden Donnerstag von 14.00 bis 17.00 Uhr eine Handwerkerin oder ein Handwerker Einblick in das jeweilige Kunsthandwerk. Da es sich um ein saisonales Programm handelt, sollten Sie die Termine vor dem Besuch prüfen.
Orte im Dorf und geführter Rundgang
Die katholische Pfarrkirche in Appenzell ist dem heiligen Mauritius geweiht und wird von Einheimischen auch «de Moritz» genannt. Am Standort ist im Zusammenhang mit der Gründung der Pfarrei bereits 1071 eine Kirche erwähnt. Roman Signers Drehscheibe am Adlerplatz ist ein «Instrument zur Raumerfahrung»; ihre Betrachtungsfolge dauert drei Minuten.
Die öffentliche Dorfführung verbindet die bunten Häuser an der Hauptgasse, die Pfarrkirche, das Schloss, den Landsgemeindeplatz, Roman Signers Kunstwerke am Adlerplatz und gelebte Bräuche im Jahreslauf. Sie beginnt jeweils um 10.15 Uhr bei der Tourist Information und dauert etwa eine Stunde. Die Tourist Information befindet sich an der Hauptgasse 38; ebenfalls in Appenzell liegt das Besucherzentrum «Brauquöll». Treffpunkt und Ablauf können Sie vorab prüfen.
Das Zentrum von Appenzell ist teilweise autofrei und verfügt über Ladengeschäfte. Das Kloster Maria der Engel wurde 2008 geschlossen und dient heute als Pilgerherberge; informieren Sie sich vor einer Anreise über die Zugangsmodalitäten. Alpfahrten gehören zu den typischen Bräuchen und Traditionen des Appenzellerlands.
Wege in Appenzell und im weiteren Umfeld
Der Appenzeller Kapellenweg ist ein aussichtsreicher Rundweg, der an zwölf Kapellen in Appenzell und Umgebung vorbeiführt. Er beginnt und endet in Appenzell. Ein hindernisfreier Wanderweg führt größtenteils über asphaltierte Wege durch die sanfte Hügellandschaft und erschließt das Dorf sowie die nahe Umgebung. Er ist die lokale SchweizMobil-Route Nr. 992 und mit Routenfeldern markiert. Die beschriebenen Merkmale geben Ihnen unterschiedliche Anhaltspunkte für die Wegwahl: eine Runde zu Kapellen oder einen überwiegend asphaltierten, markierten Weg.
Im weiteren regionalen Umfeld von Appenzell Innerrhoden umfasst das Wanderwegenetz 1.200 Kilometer und führt an Wasserfällen, Bergseen und Gipfeln bis zum Säntis vorbei. Der Alpstein ist dort von sanften Hügeln und felsigen Gebirgszügen geprägt. Ebenfalls im weiteren Umfeld von Appenzell führt eine Rundwanderung zum Seealpsee in den Appenzeller Alpen. Diese regionalen Landschaften und Wege ergänzen den Blick auf Appenzell um die Natur des weiteren Umfelds.
Eine kulinarische E-Bike-Tour
Die kulinarische E-Bike-Tour umfasst ein ausgewähltes Appenzeller Menü, das von örtlichen Gastronomen serviert wird. Sonntags ist die E-Bike-Vermietung für diese Tour ausschließlich am Bahnhof Appenzell möglich. Prüfen Sie vor der Fahrt die aktuellen Mietarrangements.
Weitere Reiseziele entdecken: Wasserauen, Schlatt-Haslen, Rüte, Oberegg, Gonten.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Appenzell Innerrhoden.