Vier Basler Rheinfähren – «Wild Maa», «Leu», «Vogel Gryff» und «Ueli» – verbinden Grossbasel mit Kleinbasel. Sie sind an einem langen Drahtseil befestigt und werden allein von der Strömung des Rheins angetrieben. Diese besondere Art der Verbindung gehört ebenso zu Basel wie die historische Architektur und die zahlreichen Museen. Für die Planung Ihres Aufenthalts können Sie daher zunächst entscheiden, ob Kunstsammlungen, historische Orte, Mitmachangebote oder Erlebnisse am Fluss im Vordergrund stehen sollen.
Altstadt, Architektur und Rhein
Basel liegt im Dreiländereck Schweiz–Deutschland–Frankreich, am südlichen Ende der Oberrheinischen Tiefebene und am westlichen Beginn der Hochrheinebene. Im Stadtgebiet ändert der Rhein am Rheinknie zwischen dem Schweizer Jura und den Vorhöhen des Schwarzwalds seine Fliessrichtung: von Ost–West nach Süd–Nord. Die erhaltene Architektur der Altstadt steht neben moderner Architektur und zahlreichen öffentlichen Kunstwerken. Zu den historischen Orten zählen das Basler Münster, die Pfalz, das Rathaus am Marktplatz, der Spalenberg und das Spalentor.
Das Basler Rathaus wurde von 1504 bis 1514 zusammen mit einem Verbindungsbau zum Hinterhaus errichtet. Am ältesten Teil des Gebäudes liegen drei Spitzbogenarkaden; darüber befindet sich der reich geschmückte Regierungsratssaal. Auch das Münster verbindet eine konkrete Baugestalt mit einem Blick über die Stadt: Georgs- und Martinsturm können jeweils über rund 250 Stufen einer schmalen Treppe bestiegen werden. Von oben reicht die Aussicht über Basel und seine Umgebung. Wer sich stärker für die Bau- und Kirchengeschichte des Münsters interessiert, kann eine Führung mit diesen Schwerpunkten wählen.
Kunst und Sammlungen
Das Kunstmuseum Basel besteht aus drei Gebäuden in enger Nachbarschaft im Zentrum; Hauptbau und Neubau liegen am St. Alban-Graben. Zur Öffentlichen Kunstsammlung Basel gehören über 300.000 Werke aus acht Jahrhunderten, vom späten Mittelalter bis in die unmittelbare Gegenwart. Basel besitzt damit die älteste öffentliche Kunstsammlung der Welt. Die zeitliche Spannweite macht den Besuch zu einer Möglichkeit, Kunst aus unterschiedlichen Epochen in den Blick zu nehmen.
Im Museum Tinguely steht das Werk eines einzelnen Künstlers im Mittelpunkt. Das Museum beherbergt weltweit die grösste Werksammlung von Jean Tinguely (1925–1991). Die permanente Sammlungspräsentation reicht über vier Jahrzehnte seines Schaffens: von frühen filigranen Reliefs bis zu monumentalen Maschinenskulpturen der 1980er-Jahre. Ein interaktives Museumserlebnis spricht alle Sinne an. Damit setzt sich dieser Zugang deutlich von Sammlungen ab, die mehrere Jahrhunderte oder ganze Kulturregionen umfassen.
Das Museum der Kulturen Basel ist ethnologisch ausgerichtet und zeigt Sammlungen aus aller Welt. Es zählt zu den bedeutendsten ethnologischen Museen Europas. Die Sammlung umfasst mehr als 340.000 Objekte und rund 900.000 Fotografien. Öffentliche Führungen vertiefen Themen aktueller Ausstellungen und beleuchten Exponate aus verschiedenen Perspektiven. Wenn Sie neben dem eigenen Rundgang eine thematische Einordnung suchen, bieten diese Führungen einen anderen Zugang zu den Sammlungen.
Antike, Stadtgeschichte und Handwerk
Das Antikenmuseum Basel spannt einen weiten zeitlichen und geografischen Bogen: Seine Präsentationen führen von Griechenland, Rom und Etrurien über Ägypten und die Levante bis nach Mesopotamien und in den Iran und umfassen mehr als 5.000 Jahre Kulturgeschichte. Bekannt ist das Museum auch für seine Sammlung griechischer Vasen. Die Gefässe geben Einblick in die griechische Kultur vom 8. bis zum 4. Jahrhundert v. Chr. Die ägyptische Präsentation zeigt rund 600 Artefakte zur Kunst- und Kulturgeschichte des pharaonischen Ägyptens, von der Vorgeschichte bis in die griechisch-römische Zeit. Ein Kinderparcours und ein Audioguide ermöglichen einen Rundgang mit wenig Leseaufwand.
Weitere Museen setzen andere Akzente. Die Ausstellung in der Barfüsserkirche des Historischen Museums Basel erzählt anhand mehrerer hundert Geschichtszeugnisse und Kunstwerke von rund 2.000 Jahren Basler Stadtgeschichte. Zu den gezeigten Themen gehören mittelalterliche Lebens- und Phantasiewelten auf Basler Bildteppichen, Sammlungen der Renaissance- und Barockzeit sowie das archäologische Erbe der Region. In der Basler Papiermühle führt der Blick vom handgeschöpften Papier bis zum fertigen Buch. Die Räume einer mittelalterlichen Papiermühle verteilen sich auf vier Stockwerke mit Ausstellungen und Produktionswerkstätten; Kinder und Erwachsene können sich dort selbst als Handwerker versuchen.
Auch die Dauerausstellung «Dino & Saurier» des Naturhistorischen Museums Basel widmet sich verschiedenen Fragen: Sie behandelt Leben, Ernährung, Wachstum und Sozialverhalten der Dinosaurier. Zu den gezeigten Modellen gehört eine 7,5 Meter lange Skelettrekonstruktion eines Allosaurus; ausserdem ist ein lebensgrosses Plateosaurus-Modell zu sehen. Wer lieber die Geschichte der Pharmazie verfolgt, findet im Pharmaziemuseum der Universität Basel eine bedeutende Sammlung mit Apotheken, historischen Medikamenten, Laborutensilien, einem Alchemistenlabor und Mikroskopen. Die Apothekenkeramik reicht vom 15. bis zum 19. Jahrhundert.
Stadtrundgänge und Erlebnisse am Rhein
Beschilderte Stadtrundgänge führen durch die Basler Altstadt, vorbei an zahlreichen Sehenswürdigkeiten, und dauern 60 bis 120 Minuten. Daneben gibt es selbstgeführte Touren, mit denen Sie Orte, Geschichten und Sehenswürdigkeiten im eigenen Tempo entdecken können. Rund 40 öffentliche Stadtführungen widmen sich der Geschichte und Gegenwart Basels. So stehen unterschiedliche Formen zur Wahl: eine festgelegte Dauer auf einem beschilderten Rundgang oder ein selbstbestimmtes Tempo bei einer selbstgeführten Tour.
Das Rheinschwimmen ist eine saisonale Aktivität. Es kann beim Museum Tinguely beginnen und führt über 3 Kilometer rheinabwärts. Der Rhein ist ein Fliessgewässer und daher nur für gute Schwimmerinnen und Schwimmer geeignet; prüfen Sie vor dem Schwimmen die Wasserbedingungen. Einen anderen zeitlichen Rahmen bietet die Museumsnacht Basel: 41 Museen und Kulturinstitutionen der Region Basel beteiligen sich, die Museen sind von 18.00 bis 2.00 Uhr geöffnet. Wenn Sie dieses Ereignis einplanen, prüfen Sie den Termin für das jeweilige Veranstaltungsjahr. Für die Wahl eines Hotels in Basel können diese unterschiedlichen Schwerpunkte als Orientierung dienen: Überlegen Sie, ob Sie Ihre Zeit vor allem Sammlungen, historischen Orten, einem Rundgang oder einem Erlebnis am Rhein widmen möchten.
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