Ein kleiner Waldsee, Wege im Grünen und eine regionale Sporttradition prägen die Entdeckungen rund um Obersteckholz. Am Aspisee treffen landschaftliche Besonderheiten auf konkrete Rastmöglichkeiten; Hornussen und die Ortsgeschichte setzen andere Akzente. So lässt sich die Wahl des Aufenthalts danach richten, ob Sie Natur, Bewegung oder historische Spuren stärker interessieren.
Waldsee und Weilerlandschaft
Obersteckholz liegt im Oberaargau im Schweizer Mittelland und ist heute eine Ortschaft der politischen Gemeinde Langenthal im Kanton Bern. Bis zum 31. Dezember 2020 war Obersteckholz eine eigenständige politische Gemeinde; am 1. Januar 2021 fusionierte sie mit Langenthal. Zur Ortschaft gehören mehrere Weiler rund um einen waldlosen Hügel mit einer Höhe von 571 m ü. M.
Der Aspisee ist ein kleiner Waldsee auf dem Gemeindegebiet von Obersteckholz. Ende der 1980er Jahre wurde er in einer eiszeitlichen Schmelzwasserrinne angelegt. Rund um den See weist das Gebiet eine große Vielfalt an Pflanzen und Tieren auf, besonders im Frühjahr während der Frosch- und Krötenhochzeit. Das Gebiet Aspi–Rickenzopfen in den Gemeinden Langenthal und Obersteckholz hat den Vorrangfunktionstyp Natur- und Landschaftsschutz.
Am Aspisee: Wege, Rastplätze und Feuerstellen
Das Erholungsgebiet Aspisee umfasst Fußwege, eine Brücke, einen Unterstand, zwei Feuerstellen, einen Brunnen, Tische und Sitzgelegenheiten sowie eine mobile Toilette. Dazu gehört auch der Parkplatz im Furenwald. Die kommunalen Nutzungsregeln vom 1. November 2021 führen diese Einrichtungen auf; prüfen Sie sie vor der Reise vor Ort.
Die Gemeinderegeln vom 1. November 2021 sehen vor, dass die große Feuerstelle und der Unterstand gegen Gebühr gemietet werden können. Die zweite, kleine Feuerstelle bleibt für Fußgängerinnen, Fußgänger und andere Besucherinnen und Besucher jederzeit zugänglich. Wenn Sie ein Treffen planen, bestätigen Sie die Verfügbarkeit der Mietobjekte vorher.
Für eine Fußanreise zum Aspisee gibt es mehrere benannte Orientierungspunkte. Vom Bahnhof Langenthal führt ein beschilderter Fußweg von etwa 2 km beziehungsweise rund 20 Minuten zum See. Vom Tierpark führt ein gut ausgeschilderter Weg dorthin; kurz nach dem Aspiplatz verläuft eine Abkürzung direkt durch den Wald zum See und ist als gelber Wanderweg markiert. Bei der Route ab dem Tierpark kann sich die Beschilderung durch Unterhalt oder Umleitungen vorübergehend ändern; prüfen Sie die Wegweisung vor Ort.
Hornussen und Obersteckholzer Geschichte
Die Hornussergesellschaft Obersteckholz wurde 1911 gegründet. Beim sogenannten «Bähnlihornussen» erhalten Interessierte eine Einführung in den Hornussersport und können selbst als Schläger versuchen; anschließend gibt es eine Grillparty. Wenn dieses Angebot zu Ihren Plänen passt, prüfen Sie vor einer Buchung die aktuelle Verfügbarkeit.
Historisch ist Obersteckholz mit den Freiherren von Langenstein und dem Kloster St. Urban verbunden; 1194 wurde Obersteckholz dem Kloster geschenkt. Auch das damalige Erwerbsleben gehört zur Ortsgeschichte: Im 18. und 19. Jahrhundert waren häusliches Leinenweben und Strohflechten Teil der landwirtschaftlichen Nebenerwerbswirtschaft.
Ein weiteres Beispiel für das bauliche Erbe findet sich an der Adresse Habcherig 22. Das Gebäude ist im Entwurf zur Revision des Langenthaler Bauinventars von 2022 als «schützenswert» eingestuft. Damit stehen neben dem Waldsee und den Aktivitäten auch historische Zeugnisse und frühere Wirtschaftsformen als Themen für einen Aufenthalt in Obersteckholz zur Auswahl.
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