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Villeret verbindet Uhrmachergeschichte mit einer markanten Landschaft: Der Ort liegt am Fuß der Schluchten der Combe-Grède; zugleich prägen industrielle Architektur und die Suze unterschiedliche Entdeckungswege. Für die Planung lässt sich der Aufenthalt nach Kultur, Wasserwegen und einem möglichen Veranstaltungstermin ausrichten.

Uhrmacherei und Architektur im Ortsbild

Die Uhrmacherei prägte Villeret ab 1725. Blancpain wirkte dort ab 1735; die Entwicklung der Branche veränderte Fabriken, Wohnviertel und öffentliche Infrastruktur. Die Ortsgeschichte lässt sich deshalb nicht nur an einzelnen Firmennamen festmachen: Sie zeigt sich auch in der baulichen Entwicklung des Ortes. Eine von Cartier 1991 in Villeret errichtete Fabrik wurde von Jean Nouvel entworfen und gilt als architektonische Sehenswürdigkeit. Die Usine de 1992 ist ein zweigeschossiger Großbau mit Flachdach, sichtbarer Tragstruktur und einer Glasfassade mit quadratischem Raster.

Temple und lokale Produkte

Der Temple de Villeret wurde 1936 nach den Plänen von Charles Kleiber erbaut. Zu seiner Ausstattung gehören acht seitliche Glasfenster und ein fünf Meter hohes Fenster im Chorraum. Die Glasfenster stammen von Henri Vermeil und Auguste Labouret.

Auch die lokale Käseherstellung gehört zu den Besonderheiten Villerets. Die örtliche Käserei stellt unter anderem Tête de Moine, «Villeret spécial» und Villerêve her.

Wasserwege und Naturbezüge

Der Sentier du Vallon verläuft in beiden Richtungen zwischen Saint-Imier, Villeret, Cormoret und Courtelary. Informationstafeln entlang des Weges erläutern die Geschichte der Wasserkraftnutzung und ihre heutigen Möglichkeiten. Damit verbindet der Weg Bewegung mit einem sachlichen Thema, das sich unterwegs erschließt.

Entlang der Suze können Sie den Espace découverte Energie erkunden. Einen anderen Wasserbezug bietet die Quelle der Doux: Sie liegt in einem Wald zwischen Villeret und Cormoret und trägt den Beinamen «kleines Venedig von Ergüel». Beide Orte setzen unterschiedliche Akzente – hier ein Entdeckungsort an der Suze, dort eine Quelle im Wald mit einem überlieferten lokalen Namen.

Die Combe-Grède gehört ebenfalls zum Landschaftsbild Villerets. Das Naturschutzgebiet weist nahezu senkrechte Felswände auf; dort kommen Gämsen und Murmeltiere vor.

Veranstaltung und Anreise einplanen

Der Berglauf Villeret–Chasseral–Villeret wurde erstmals 2000 ausgetragen und findet wiederkehrend statt. 2026 ist seine 26. Ausgabe. Zur Auswahl stehen drei Distanzen: 25,6 Kilometer, 12 Kilometer und 2 Kilometer. Wenn Sie Ihre Reise um den Lauf herum planen möchten, prüfen Sie die Veranstaltungstermine, damit Ihr Aufenthalt zum gewünschten Termin passt.

Für die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln verbindet die Buslinie 22.123 den Bahnhof Saint-Imier mit Villeret, Zentrum. Prüfen Sie vor der Fahrt den aktuellen Fahrplan, da sich Routen- und Fahrplandetails ändern können.

Weitere Reiseziele entdecken: Plagne, Péry, Cormoret, Sonvilier, Cortébert, Mont-Tramelan, Orvin, St-Imier.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Courtelary.

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