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Wattenwil verbindet ein flaches Gürbeschwemmgebiet mit erhöht gelegenen Ortsteilen. Der Dorfkern liegt in der Ebene; Gmeis und Mettlen zählen ebenfalls zu den Ortsteilen, während Rain (Grundbach) höher liegt.

Aufgrund seiner erhöhten Lage ist Grundbach ein beliebtes Erholungs- und Ausflugsziel für die Städte Thun und Bern. Als meist nebelfreie Sonnenterrasse bietet der Ortsteil Ausblicke auf das Thunerseegebiet und die Berner Alpen.

Wandern zwischen Gürbe und Gurnigelgebiet

Der Burgerwald lädt im Sommer und Winter zu ausgedehnten Spaziergängen und Wanderungen bis ins Gurnigelgebiet ein. So lässt sich Wattenwils Landschaft je nach Jahreszeit zu Fuß entdecken, ohne dass jede Unternehmung dieselbe Länge haben muss.

Eine längere Wanderung führt auf dem Wildwasserweg Gürbe von Wattenwil zum Berghaus Gurnigel; sie dauert etwa 4¼ Stunden. Der Weg durch den wilden Gürbegraben macht zugleich sichtbar, wie die Gürbe gebändigt wird: Über hundert Sperren aus Holz und Beton bremsen die Kraft des Flusses. Entlang seines Laufs gibt es außerdem Stellen zum Baden.

Wer mit Kinderwagen unterwegs ist, findet eine passende Option am untersten Abschnitt des Wildwasserwegs Gürbe: Dieser Abschnitt ist für Kinderwagen geeignet.

Dorfgeschichte und Bauformen

Wattenwil wurde erstmals in der Mitte des 13. Jahrhunderts urkundlich erwähnt, damals unter dem Namen „Watinwile“. Funde und Ausgrabungen lassen auf eine Besiedlung des Gebiets in der Bronze- und Römerzeit schließen. Diese frühen Hinweise und die spätere urkundliche Erwähnung geben unterschiedliche zeitliche Anhaltspunkte zur Geschichte des Ortes.

Auch der ältere Gebäudebestand zeigt verschiedene Bauformen: Dazu gehören die alpinen Haustypen Tätschhaus und Länderhaus sowie das Mittellandhaus und Riegelbauten aus der letzten Jahrhundertwende. Pfarrhaus und Kirche zählen ebenfalls zu den kulturell interessanten Bauwerken Wattenwils.

Die Kirche liegt am Jakobsweg und bietet Pilgernden einen Stempel für den Pilgerpass. Sie ist tagsüber geöffnet. Damit verbindet sie einen konkreten Anlaufpunkt für Pilgernde mit einem Blick auf die örtliche Bau- und Kulturgeschichte.

Feste im Jahreslauf

Der Wattenwilmärit findet jedes Jahr am ersten Mittwoch im Oktober statt. Rund 200 Marktfahrer bieten eine große Vielfalt an Waren zum Verkauf an. Am Abend laden verschiedene Vereine und Restaurants zum gemütlichen Verweilen ein; der Markttag umfasst damit sowohl Marktgeschehen als auch ein gemeinsames Abendangebot.

Die Bundesfeier findet jedes Jahr am 31. Juli statt. Traditionsgemäß gehört ein gemeinsamer Umzug mit Fackeln und Lampions dazu. Den Teilnehmenden wird eine Bratwurst offeriert.

Die Fête de la Musique organisiert der Gemeinderat jeweils am 21. Juni. Sie ist öffentlich zugänglich, und Musiker sowie Sänger treten kostenlos auf. Die wiederkehrenden Termine von Markt, Bundesfeier und Musikfest geben drei unterschiedliche Anlässe im Jahreslauf vor.

Die Brätlistelle im Heimenried

Die Brätlistelle im Heimenried liegt beinahe an der Gemeindegrenze zwischen Wattenwil und Burgistein. Sie wird nicht vermietet, steht aber zur Nutzung zur Verfügung. Diese Bedingung ist für die Planung wichtig: Der Ort kann genutzt werden, ist jedoch kein Mietangebot.

Weitere Reiseziele entdecken: Niedermuhlern, Rüti Bei Riggisberg, Belp, Uttigen, Burgistein, Rüeggisberg, Gerzensee, Kehrsatz.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Seftigen.

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