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Gwatt am Thunersee verbindet unterschiedliche Natur- und Kulturthemen: In den Schutzgebieten prägen Schilf, Ried und vielfältige Lebensräume das Bild, während Kirche und Burgruine verschiedene Epochen repräsentieren. Auch Ziele im weiteren Thuner Raum ergänzen die Auswahl. Für die Reiseplanung sind diese Schwerpunkte hilfreich, weil sie eigene Interessen an Naturbeobachtung, Geschichte oder Bewegung am Ufer ansprechen.

Naturschutzgebiete und Lebensräume

Das Gwattlischenmoos ist ein kantonales Naturschutzgebiet und ein Flachmoor von nationaler Bedeutung. Es umfasst etwa 18 Hektar und ist neben der Weissenau bei Interlaken die größte zusammenhängende Schilf- und Riedfläche am Thunersee. Zum ausgedehnten Uferbereich gehören Land- und Wasserröhricht. Für Wasservögel ist das Gebiet ein bedeutender Brut-, Rast- und Überwinterungsplatz. Die Schutzgebietsbedeutung umfasst damit sowohl die charakteristische Ufervegetation als auch die Nutzung als Lebensraum über verschiedene Phasen des Jahres.

Das Gwattmösli bietet ein anderes Naturbild: Offene Wasserflächen, Grünland und Hangriede bilden dort ein Mosaik, in dem rund 20 Libellenarten leben. Aufgrund seiner zentralen Lage in der Agglomeration Thuns ist das Gebiet einer breiten Bevölkerung zugänglich und eignet sich für Feldbeobachtungen durch Schulklassen. Wer sich für Naturbeobachtung interessiert, findet hier also neben dem Schilf- und Riedgebiet des Gwattlischenmoos einen weiteren, anders strukturierten Lebensraum. Die örtlichen Bedingungen können sich ändern; prüfen Sie den Zugang vor Ihrem Besuch.

Kirche und Burgruine: unterschiedliche Epochen

Die Kirche Gwatt in Thun wurde 1955–56 von Franz Wenger in der modernistischen Architektursprache der 1950er Jahre erbaut. Zu ihrer Ausstattung gehört eine Kanzel mit Holzskulpturen von Eugen Jordi. Bauzeit, Architekt und künstlerisches Detail bieten damit verschiedene Anknüpfungspunkte für einen Blick auf das Bauwerk: Die Kirche steht für eine moderne Architektursprache ihrer Entstehungszeit, während die Skulpturen ein eigenständiges Werk der Holzkunst benennen.

Eine deutlich ältere Geschichte hat die mittelalterliche Burgruine Strättligburg oberhalb des Thuner Ortsteils Gwatt. Sie stammt aus dem 13. Jahrhundert und war die Stammburg der Freiherren von Strättligen. Nach der Zerstörung der Burg wurde 1699 an dieser Stelle ein Pulverturm errichtet. Die Abfolge unterscheidet die mittelalterliche Burganlage von der späteren Nutzung des Ortes. Über eine Steintreppe ist die Ruine zu erreichen; von dort bietet sich Aussicht auf den tiefblauen Thunersee. Da sich die Zugangsbedingungen ändern können, empfiehlt sich eine Prüfung vor dem Aufstieg.

Uferwege und Ausflüge im Thuner Raum

Im weiteren Umfeld von Gwatt liegt der Bonstettenpark in Thun, ein ganzjährig öffentlich zugängliches Naherholungsgebiet direkt am Ufer des tiefblauen Thunersees. Der Park bietet grüne Wiesen, Grillplätze und einen Erlebnisspielplatz für Kinder. Ganzjährig ist dort ein ausgedehnter Spaziergang durch den Park und entlang des Sees möglich. Zahlreiche Sitzbänke unter schattenspendenden Bäumen ergänzen den Weg. So stehen im Bonstettenpark sowohl Bewegung am Ufer als auch Möglichkeiten zum Verweilen im Mittelpunkt.

Eine andere Perspektive auf die Landschaft bietet der Fernwanderweg ViaBerna. Er führt von Thun durch eine parkähnliche Uferlandschaft in Richtung Gwatt und anschließend durch Wiesen und Wälder nach Spiez. Der Verlauf wechselt damit von der Uferlandschaft zu einer von Wiesen und Wald geprägten Umgebung. Für die Planung lässt sich dieser Weg als längere Verbindung durch die Landschaft einordnen; konkrete Gehzeiten oder Entfernungen sind damit nicht angegeben.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Thun.

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