Ein ungefähr acht Kilometer langer Täuferpfad führt am Schloss Trachselwald vorbei. Die Geschichte der Täufer ist zugleich Thema der Ausstellung «Wege zur Freiheit» im Schloss – ein markanter roter Faden für Entdeckungen zwischen Landschaft und Ortsgeschichte.
Schloss und Geschichte der Täufer
Schloss Trachselwald gilt als Festung aus dem 13. Jahrhundert in der Gemeinde Trachselwald. Der Bergfried kann auf eigene Gefahr frei besichtigt werden; der Eintritt zur Ausstellung im Schloss ist frei. Prüfen Sie vor Ihrem Besuch die geltenden Zugangsbedingungen.
Die Ausstellung «Wege zur Freiheit» befindet sich im ehemaligen Untersuchungsgefängnis. Sie behandelt die Geschichte der Täufer, Ereignisse des Bauernkriegs und die Verfolgung der Täufer. Französische und englische Übersetzungen sind online über QR-Codes verfügbar. So stehen neben dem Ort selbst auch historische Themen im Mittelpunkt, die der Täuferpfad aufgreift.
Über Wanderwege ist das Schloss von den Bahnhöfen Grünenmatt und Sumiswald-Grünen erreichbar. Es liegt zudem an der Veloroute 94. Die Route «Lüdere Bike» führt über Heimisbach weiter zum Schloss. Wer sich für den Täuferpfad «Auf den Spuren der Sumiswalder Täufer» interessiert, findet eine weitere Verbindung zum Ort: Die Route ist ungefähr acht Kilometer lang und führt am Schloss vorbei.
Musik, Literatur und Baugeschichte
Das Schweizer Zither-Kultur-Zentrum befindet sich seit 2003 in den Räumen der 1614 erbauten Amtsschaffnerei im Dorf Trachselwald. Es gilt als einziges Museum der Schweiz, dessen Sammlung alle in der Schweiz gespielten Zithern von den Anfängen bis in die Gegenwart zeigt. Rund 110 Instrumente dokumentieren mehr als 200 Jahre Entwicklungsgeschichte und Kultur; Musikalien, Patentschriften, Bilder und detailreiches Zubehör ergänzen die Sammlung. Bei öffentlichen Sonntagsführungen wird ein Konzert geboten. Prüfen Sie den aktuellen Veranstaltungstermin, bevor Sie Ihren Besuch planen.
Das Simon-Gfeller-Museum zeigt die Bücher und Theaterstücke des Schriftstellers sowie Teile seines Nachlasses. Dazu gehören Briefe, Verse, Sprüche, Manuskripte, Tagebücher, Entwürfe und Notizen, Aquarell- und Pastellbilder, Liedentwürfe, Briefe von Freunden, Glückwünsche, Ehrungen, Dokumente und Fotos. Von Mai bis zum 31. Oktober ist das Museum sonn- und werktags von 09:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Vom 1. November bis zum 30. April sind Führungen und Öffnung auf Anfrage möglich.
Auch die Kirche Trachselwald erzählt Baugeschichte: Ihre heutige Gestaltung geht auf den Gesamtumbau von 1686 zurück. Im Innern befindet sich eine Deckenmalerei aus dieser Zeit. Das Dorf ist im Schweizer Bundesinventar der geschützten Ortsbilder von nationaler Bedeutung (ISOS) aufgeführt.
Hügel, Aussicht und Themenwege
Das Dorf Trachselwald liegt auf einer Geländeterrasse oberhalb der Grüene, eines Zuflusses der Emme. Die Landschaft der Gemeinde reicht vom tiefsten Punkt in der Hopfere auf 660 Metern über Meer bis zur Rafrütti nahe der Lüderenalp auf 1.200 Metern über Meer. Diese benannten Höhenpunkte geben der Landschaft einen konkreten Rahmen, ohne den Blick auf die einzelnen Wege vorwegzunehmen.
Auf dem Emmentaler Spuk- und Mordsgeschichtenweg können Sie 20 der inzwischen mehr als 70 geschriebenen Geschichten als Audio-Geschichten anhören. Audioinhalte und Zugangsdetails können sich ändern; prüfen Sie diese vor Ihrem Besuch. Der Wanderweg «Mammutjagd im Heimisbach» führt von Trachselwald nach Kramershaus und weiter in Richtung Zollbrück bis Geilisguet.
Die Route «Rund um Simon Gfellers Heimisbach» verläuft ausschließlich auf signalisierten Wegen der Kategorie Wanderweg. Sie bietet wechselnde Ausblicke auf die Hügelwellen des Emmentals, den Jura und die Alpen; wie weit die Sicht reicht, hängt vom Wetter ab. So unterscheiden sich die Wege in ihren Schwerpunkten: Hier stehen Erzählungen zum Anhören im Vordergrund, dort der Routenverlauf oder die Aussicht. Der ungefähr acht Kilometer lange Täuferpfad setzt dazu einen historischen Bezug zum Schloss.
Weitere Einblicke ins lokale Leben
In der «Kultur ir Chäsi» finden Autorenlesungen und weitere Veranstaltungen statt. Da sich Programme ändern können, lohnt sich ein Blick auf den aktuellen Veranstaltungskalender. Der Gasthof Chrummholzbad serviert regionale und saisonale Spezialitäten; Menüs und Öffnungsarrangements können wechseln.
In sonnigen Jahreszeiten lässt sich die öffentliche Brätlistelle auf der Schwarzenegg zum Grillieren und Ausruhen nutzen. Beim Skilift Gyselguet können sich Schulen und Gruppen für die gewünschte Zeit anmelden; am kleinen Kiosk gibt es Verpflegungsmöglichkeiten. Betriebstage und Angebote sind saisonal. Diese unterschiedlichen Orte ergänzen Schloss, Museen und Wege um kulturelle, kulinarische und praktische Anknüpfungspunkte für Ihren Aufenthalt.
Weitere Reiseziele entdecken: Rüegsbach, Dürrenroth, Huttwil, Wyssachen, Eriswil, Sumiswald, Lützelflüh, Trachselwald, Walterswil.
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