Zum Inhalt

Attiswil besteht aus einem einzigen Dorf am Jurasüdfuß. Für die Planung eines Aufenthalts stehen zwei Interessen nebeneinander: Wanderungen hinauf zur Jurakette und die Bau- und Kulturgeschichte im Ort. Wer hier übernachten möchte, kann zuerst entscheiden, ob ein konkreter Tourenstart oder die Erkundung lokaler Zeugnisse den Schwerpunkt bilden soll.

Wanderungen zur Jurakette

Der Sagenweg umfasst verschiedene Routen. Sie beginnen bei Bahnhöfen der aare-seeland-mobil (ASM) in Attiswil, Wiedlisbach, Oberbipp und Niederbipp und führen hinauf bis zur Krete der ersten Jurakette. Eine Wanderung von Attiswil über die Jurakrete nach Farnern beginnt am ASM-Bahnhof; der Höchchrüz ist ihr höchster Punkt. Für die Routenwahl ergibt sich ein klarer Unterschied: Beim Sagenweg stehen mehrere Bahnhofseinstiege zur Wahl, während die Farnern-Wanderung direkt in Attiswil beginnt.

Auf der Wanderung nach Farnern liegt der «Mühlistein im Attiswiler Dorfbach», der als Entdeckung gilt. Dazu kommen ein Brunnen mit Versteinerungen und die Waldlochbabis Höhle, die ebenfalls auf der Route liegt. Von Farnern führt die Rückfahrt mit dem Bus und der Bipper-Lisi, einem ASM-Zug, zum Ausgangsort. Prüfen Sie die Fahrpläne für Ihren Wandertag.

Höchstelli/Reckenacker

Am Aussichtspunkt Höchstelli/Reckenacker gibt es eine Feuerstelle und eine Alpenpanoramatafel. Wenn Sie dort eine Rast planen, prüfen Sie die örtliche Situation.

Bahnhof, Straßen und Ortsbild

Am 9. Januar 1918 wurde die Eisenbahnlinie der Solothurn–Niederbipp-Bahn mit einem Bahnhof in Attiswil in Betrieb genommen. Das Bahnhofsgebäude aus demselben Jahr ist ein Heimatstilbau mit Mansarddach. Attiswil liegt an den Hauptstraßen 5, 12 und 22; diese verlaufen teilweise gemeinsam. Der Durchgangsverkehr umgeht den Ort südlich der Bahnstrecke.

Entlang der alten Olten–Solothurnstrasse reicht bäuerlich-gewerbliche Bebauung des 19. und 20. Jahrhunderts bis zu den Bahngeleisen. Ein Wohnhaus mit Gewerbesockel aus der Zeit um 1900 beherbergte einst eine Uhrensteinbohrerei. Diese Gebäude und die Bahnhofsgeschichte geben dem Ortsbild unterschiedliche historische Schwerpunkte.

Kirche, Freistein und Museum

Die Kirche von Attiswil ist ein schlichter Saalbau mit seitlichem Turm aus dem Jahr 1949. Direkt daneben liegt der Freistein, ein Findling beziehungsweise erratischer Block aus Mont-Blanc-Granit, der als bronzezeitlicher Menhir gilt.

Auf Initiative von Bruno Gasser und Peter Hohl wurde 1961 ein Ortsverein gegründet. Sein Ziel war, ein Heimatmuseum zur geschichtlichen Dokumentation der Gemeinde Attiswil zu eröffnen. Das heute bestehende Gebäude des Museum Attiswil wurde vermutlich 1830 als Speicher (Spycher) errichtet.

Attiswil gehörte im Mittelalter zur ehemaligen Herrschaft Bipp. 1413 fielen deren Herrschaftsrechte an Bern und Solothurn; ab 1463 lagen sie nur noch bei Bern.

Der Weltacker Attiswil

Der Weltacker Attiswil folgt einem dauerhaften Bildungskonzept, dessen konkrete Präsentation sich weiterentwickeln kann: Auf 2’000 Quadratmetern zeigt er maßstabsgetreu, welche Feldfrüchte weltweit angebaut werden – entsprechend der Fläche, die jedem Menschen rechnerisch zusteht. Damit ergänzt die globale Perspektive auf Landwirtschaft die Wander- und Ortsgeschichtsthemen Attiswils.

Weitere Reiseziele entdecken: Wiedlisbach, Niederbipp, Wangenried, Seeberg, Wolfisberg, Oberbipp, Wangen An Der Aare.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Wangen.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.