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Franex liegt am linken Talhang der Petite Glâne, unterhalb der Tour de la Molière. Rund um den Ort treffen mehrere unterschiedliche Themen aufeinander: ein Rundweg mit Besuch der kleinen Kapelle, ein Wegabschnitt entlang des Bachs und eine Route für urbane Kunst. Dazu kommt die Geschichte einer ehemaligen Mühle, die mit dem Bach und seinem Ufergehölz verbunden ist. So können Sie bei der Planung entscheiden, ob Sie Franex vor allem zu Fuß, über seine Landschaft oder anhand seiner Bau- und Ortsgeschichte kennenlernen möchten.

Lage, Bach und historische Mühle

Franex befindet sich im Molassehügelland zwischen dem Neuenburgersee und dem mittleren Broyetal. Die Ortschaft liegt am linken Talhang der Petite Glâne und unterhalb der Tour de la Molière. Der Ruisseau La Petite Glâne und sein Ufergehölz stehen in Verbindung mit der ehemaligen Mühle von Franex. Das verbindet einen konkreten Landschaftszug mit einem historischen Bezug des Orts, ohne Bach, Gehölz und Mühle als voneinander unabhängige Sehenswürdigkeiten zu behandeln.

Auch eine Straße zeichnet eine klare Verbindung in der Umgebung: Sie führt von Franex über die Mühle nach Nuvilly. Auf der einen Seite ist sie von einer Böschung gesäumt, auf der anderen von Bäumen. Für die Orientierung am Chemin des Blés gibt es ein Info-Dorf-Panel von Franex am Ortsausgang in Richtung Payerne. Da sich die Beschilderung im Lauf der Zeit ändern kann, ist ein Blick auf die Wegweisung vor Ort sinnvoll.

Wandern: Rundweg oder Bachlauf

Die „Boucle de Franex“ ist ein Rundweg mit einer Gehzeit von etwa zwei Stunden. Auf dieser Route lässt sich auch die kleine Kapelle von Franex besuchen. Damit verbindet die Runde eine überschaubare Zeitangabe mit einem konkreten Ziel im Ort. Prüfen Sie vor der Tour die örtlichen Wegbedingungen; die Gehzeit bleibt eine ungefähre Orientierung.

Eine andere Wegbeschreibung führt von Franex zum Bach Petite Glâne und folgt ihm bis nach Granges-de-Vesin. Dieser Wanderweg liegt auf der Route zur Tour de la Molière. So unterscheiden sich die beiden Angaben vor allem durch das, was sie für die Planung konkret benennen: Bei der Boucle stehen Rundweg, ungefähre Gehzeit und Kapellenbesuch im Vordergrund; beim Weg zur Tour sind der Bachlauf und die Abfolge der Orte bis Granges-de-Vesin beschrieben. Sie können danach entscheiden, ob Ihnen ein zeitlich ungefähr eingeordneter Rundgang oder der Verlauf entlang des Wassers mehr zusagt.

ArtiChoke zu Fuß oder mit dem Fahrrad

Franex gehört zum ArtiChoke-Projekt „13 Dörfer, 13 Gesichter“. Die ArtiChoke-Route für urbane Kunst ist ganzjährig zugänglich und kann zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkundet werden. Vor dem Aufbruch empfiehlt sich ein Blick auf den aktuellen Routenstatus sowie auf Karte und Kunstwerke. Damit steht neben dem Wandern eine weitere Art im Mittelpunkt, die Umgebung zu entdecken: Die Route verbindet das Thema urbane Kunst mit einer Erkundung zu Fuß oder auf dem Fahrrad.

Die Nikolauskapelle und ihre Ausstattung

Die kleine Kapelle von Franex ist dem heiligen Nikolaus geweiht und bereits für das Jahr 1625 belegt. Ihr Besuch lässt sich in die „Boucle de Franex“ einbeziehen. Ein besonderes Detail ihrer Ausstattung ist das Altarretabel aus dem 18. Jahrhundert, das den Altar überragte. Es wurde entfernt, um Platz für dreizehn Statuetten von Jesus und den Aposteln zu schaffen. Das Retabel bezeichnet hier also das Werk über dem Altar; seine Entfernung und die Zahl der Statuetten geben einen konkreten Einblick in die Veränderungen an der Kapelle.

Franex im historischen und ländlichen Kontext

Franex wurde 1242 erstmals urkundlich unter dem Namen Frasnei erwähnt. Spätere historische Namensformen waren Frasnaj, Franey und Frane. Seit dem Mittelalter unterstand Franex der Herrschaft Estavayer; außerdem besaß das Domkapitel von Lausanne Grundbesitz im Dorf. Heute ist Franex eine Ortschaft im Distrikt Broye des Kantons Freiburg und gehört seit 2017 zur Gemeinde Estavayer. Diese zeitliche Einordnung unterscheidet die mittelalterlichen Herrschafts- und Besitzverhältnisse von der heutigen Gemeindezugehörigkeit.

Zur Landwirtschaft in Franex gehören insbesondere Ackerbau, Milchwirtschaft und Viehzucht. Zusammen mit der Lage am Talhang, dem Bach und den Wegen ergibt sich ein Bild, das Landschaft und ländliche Prägung mit konkreten historischen Spuren verbindet.

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