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Plan-les-Ouates verbindet denkmalgeschützte Bauwerke, Kunst im öffentlichen Raum, Spazierwege und ein Naturschutzgebiet mit einer langen Obst- und Weinbautradition. Für die Planung Ihres Aufenthalts können Sie deshalb unterschiedliche Schwerpunkte setzen: Baugeschichte, Naturbeobachtung, Handwerk oder saisonale Veranstaltungen. Die Themen geben Orientierung, ohne dass daraus ein festes Ausflugsprogramm werden muss.

Kulturerbe, Architektur und Kunst

Die Maison forte d’Arare ist ein kantonal geschütztes Wohngebäude aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Zu ihren besonderen Bauteilen gehören der runde Eingangsturm, monumentale Kamine aus der Entstehungszeit, sichtbare Holzbalkendecken und geschnitzte Elemente. Die Tour de l’ancien château de Saconnex-d’Arve ist dagegen der erhaltene Turm einer mittelalterlichen Burg, die Graf Amédée II. von Genf um 1300 erbauen ließ. In der Église de Saint-Bernard-de-Menthon sind Buntglasarbeiten von Paul Monnier zu sehen, die mit bemaltem Glas und Glassplitterglas gestaltet wurden.

Auch die Kunstwerke setzen eigene Akzente. Auf La Butte steht eine Skulptur von Denys Wasem aus einer Metallstruktur mit Altuglas-Glasflächen. Ihr Erscheinungsbild verändert sich mit der umgebenden Landschaft und dem Sonnenlicht; Klettergriffe spielen auf den alpinen Sport an. Entlang der beiden Mails von Plan-les-Ouates und der Promenade tordue verläuft außerdem ein Weg aus Kugeln. Cécile Dupaquier und Bertrand Saugier gestalteten ihn nach einem 2011 ausgeschriebenen Wettbewerb zum Thema „nature urbaine“. Bei den meisten auf der Kulturerbekarte verzeichneten Gebäuden handelt es sich um Privateigentum: Sie sollen von der Straße aus betrachtet und nicht betreten werden.

La julienne bietet einen weiteren kulturellen Schwerpunkt. Der Begegnungsort umfasst mehr als hundert Kurse, ein Restaurant, einen Veranstaltungssaal, einen Ausstellungsraum und eine Bibliothek. Kurse, Ausstellungen, künstlerische Produktion, Ausdruck und Entdeckung gehören zu seinen Aufgaben; konkrete Programme und Kurse können sich verändern.

Spazierwege und Naturbeobachtung

Sieben Spazierwege mit einer Dauer von jeweils ein bis zwei Stunden erschließen historische, architektonische und umweltbezogene Aspekte der Gemeinde. Ein Naturziel ist das Gebiet Bois du Milly und Étangs de la Bistoquette: Ein großer Teil davon ist seit dem 26. Juni 2013 als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Der Kanton Genf verwaltet das Gebiet und ist dessen Eigentümer. Dort lassen sich Amphibien, Säugetiere, Vögel, Libellen, Schmetterlinge und weitere Insekten beobachten. Zu den Amphibien gehören Grasfrösche, Erdkröten, Bergmolche und Teichmolche.

Nach Arbeiten von 2016 wurden in diesem Gebiet neue Wege angelegt, um Spaziergänger zu lenken und den Wald zu schützen. Beachten Sie die saisonale Sperrung eines bestimmten Abschnitts: Der Chemin de l’Abérieu zwischen dem Sentier de l’Étang-du-Paradis und dem Chemin des Bellins wird jährlich vom 1. Februar bis zum 15. April geschlossen, um wandernde Amphibien zu schützen. Prüfen Sie die Termine vor Ihrer Reise. Für eine weitere Lauf- oder Gehmöglichkeit gibt es den markierten Parcours d’entraînement de l’Escalade, der ganzjährig und bei jedem Wetter genutzt werden kann.

Obstbau, Weintradition und Handwerk

Hochstammobstgärten prägen die regionale Landschaft und gehören zum landwirtschaftlichen Kulturerbe von Plan-les-Ouates. Im Verger haute-tige de Saconnex-d’Arve wachsen 18 verschiedene Obstbaumsorten; dazu zählt die „Croison“, die aus Saconnex-d’Arve stammt. Der Ancien pressoir à vin erinnert als Symbol an die Weinbaugeschichte der Gemeinde.

Mit der Obstverwertung ist auch die Geschichte der Distillerie de Saconnex-d’Arve verbunden. Sie wurde 1895 gegründet; ihre Räumlichkeiten nutzen heute Handwerker, die Getränke nach handwerklicher Art herstellen. Besuche und Verkostungen drehen sich um die Herstellung und das Probieren von Obstbränden und können durch einen kleinen Aperitif oder gegebenenfalls eine Mahlzeit ergänzt werden. Eine Anmeldung ist erforderlich. Im Kurzformat wird der Destillationsprozess erklärt und es werden sechs Obstbrände verkostet.

Sport und Veranstaltungen

Das Centre sportif des Cherpines beherbergt ganzjährig Sportveranstaltungen, Spiele, Trainings und verschiedene Freizeitaktivitäten. In seiner Nähe liegt der Skatepark von Plan-les-Ouates, eine etwa 400 m² große Freiluftanlage für Skateboard, Freestyle-Scooter, Rollersport und BMX. Der Zugang ist kostenlos und die Anlage ganzjährig geöffnet. Bei Wartungsarbeiten oder Veranstaltungen sollten Sie die Zugänglichkeit vor dem Besuch prüfen. Das Centre équestre de Plan-les-Ouates liegt am Rand der Aire und ist mit Bus, Fahrrad, Tretroller oder Auto erreichbar. Es entstand 1996 aus einer Ansiedlung im Centre sportif des Cherpines; seine Anlagen wurden im Laufe der Zeit modernisiert. Das Training unterstützt Reiterinnen und Reiter dabei, sich mit Respekt vor dem Pferd weiterzuentwickeln.

Für Erzählkunst steht La Cour des Contes, ein jährlich stattfindendes Festival, das seit seiner ersten Ausgabe 1995 besteht. 2005 wurde es durch Contes à l’école auf die Schulen der Gemeinde ausgeweitet. Auch die Fête du Feuillu findet jährlich statt, möglichst am ersten Maiwochenende; wenn dieser Termin nicht praktikabel ist, verschiebt sich das Fest. Zum Umzug gehören Blumenkränze, das kleine Brautpaar, die Bête und ein von Kindern mit Bändern geschmückter Maibaum. Darauf folgen traditionelle Lieder, Tänze und ein gemeinsamer Imbiss; Einzelheiten können von Ausgabe zu Ausgabe leicht variieren.

Autour du temps widmet sich der Uhrmacherei mit Besuchen bei Uhrmacherbetrieben, Einführungsworkshops für Kinder und Erwachsene sowie einem Uhrenparcours in Plan-les-Ouates. Da Programm und Termine von der jeweiligen Ausgabe abhängen, prüfen Sie diese vor Ihrer Reise.

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