Am Fuß der Pilatuskette gelegen, verbindet Malters Kulturerbe mit Wegen in der Landschaft. Das Spektrum reicht von historischen Kirchen und einer geschützten Villa bis zum Schachmuseum mit mehr als 32.000 Exponaten. Für die Planung sind auch die Wege an der Kleinen Emme und die Bahnverbindung nach Luzern interessant.
Unterwegs zwischen Landschaft und Bahnanschluss
Malters ist von einer schönen Landschaft mit gepflegten Bauernhöfen geprägt; auf dem Gemeindegebiet gibt es zahlreiche Spazier- und Wanderwege. Die Route Energiequelle an der Kleinen Emme führt auf guten Wegen durch moorige Ebenen und Wald. Auf einem gemütlichen Weg geht es weiter bis zum Bahnhof Malters. Prüfen Sie vor dem Aufbruch den aktuellen Routenverlauf und die Wegbedingungen. Auch das Flussufer der Kleinen Emme in der Nähe von Malters lädt zu einem Ausflug ein.
Radfahrer können von Malters aus direkt nationale oder kantonale Radwanderwege nutzen, um die weitere Umgebung zu erkunden und unter anderem nach Sursee zu fahren. Für die Anreise liegt Malters an der Bahnlinie Luzern–Bern; Luzern erreichen Sie mit der Bahn in etwa 12 Minuten. Ein Postauto fährt von Malters nach Schwarzenberg. Mit dem Auto bietet die H10 direkten Anschluss an die Autobahn A2. Prüfen Sie Fahrplan und Anschlüsse für Ihren Reisetag, besonders wenn Sie mit Bahn oder Postauto anreisen.
Kirchen, Baugeschichte und Erinnerungsorte
Die Kirche St. Jost in Blatten entstand 1391 als Kapelle und wurde zwischen dem 15. und 18. Jahrhundert mehrfach erweitert. Sie steht unter eidgenössischem Denkmalschutz und ist bis heute ein bevorzugter Ort für Trauungen und Wallfahrten. Die Kirche St. Martin in Malters wurde 1839 eingeweiht. Ihre frühklassizistischen Züge zeigen sich in Dekorationsformen, die von spätbarocken Schemata abweichen; der Turm wurde 1935 neu aufgebaut.
Die evangelisch-reformierte Mirjamkirche wurde 1914 unter erheblicher Fronarbeit der in Malters ansässigen Gläubigen erbaut. Seit 1974 besitzt sie eine neue Orgel; seit 1986 hat sie zwei eigene Glocken, abgestimmt auf das Geläut der katholischen Pfarrkirche. Die Villa All’Aria ist im klassizistischen Stil errichtet und weist Sgraffito-Elemente an den Fassaden auf. Villa und Garten stehen unter Schutz und sind ins kantonale Denkmalverzeichnis eingetragen. Seit der Eröffnung des Altersheims 1988 ist der Garten öffentlich zugänglich; heute dient er als Park für die Bewohner des Alterswohnheims und für die Bevölkerung.
Die St.-Ida-Kapelle Malters wurde 1642 zu Ehren der heiligen Ida und Anna erbaut und 1657 von Bischof Jost Knab geweiht. Der einfache Bruchsteinbau hat einen Dachreiter, auf dem ein vergoldeter Hirsch das Kreuz krönt. Früher war die Kapelle ein beliebter Wallfahrtsort, den vor allem Kranke vor schweren Operationen und werdende Mütter aufsuchten. Die öffentlich zugängliche Tscholin-Kapelle Malters ist mit legendären Szenen aus dem Leben Wendelins und aus dem Marienleben geschmückt; sie lädt zum Beten und Innehalten ein.
Der Freischarengedenkstein erinnert an die 1845 gefallenen Freischärler. Beim Gefecht vor dem Gasthaus Klösterli fielen 28 Freischärler; sie wurden auf dem Friedhof begraben. Für manche Besucher ist das Labyrinth beim Pfarrhausgarten im Frühling, Sommer und Herbst ein Ausflugsziel.
Schachmuseum und Kulturprogramm
Das Schachmuseum beherbergt auf 260 m² in 60 Vitrinen mehr als 32.000 Exponate. Dort besteht außerdem die Möglichkeit, selbst eine Partie Schach zu spielen. Damit ist das Museum ein eigener Schwerpunkt neben den Kirchen und der Baugeschichte Malters.
Die Kulturschiene Malters präsentiert auf ihrer kleinen Bühne Musik verschiedener Stilrichtungen und Kleinkunst; zum Programm gehört auch ein jährliches Jassturnier. In der Regel plant die Kulturschiene eine Veranstaltung pro Monat, meist am ersten Freitag des Monats. Wenn Sie einen bestimmten Termin ins Auge fassen, prüfen Sie das aktuelle Programm.
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