Am Nordfuß der voralpinen Pilatuskette liegt Eigenthal, rund 10 Kilometer südwestlich der Stadt Luzern. Der Ort gilt als naturbelassener Erholungsort. Zu den Möglichkeiten gehören Wanderungen verschiedener Länge, Langlaufloipen und eine Schneeschuhtour. So können Sie zwischen einer kurzen Runde und längeren Wegen wählen, ohne alle Aktivitäten in denselben Ausflug packen zu müssen.
Wandern: vom leichten Weg bis zur Rundtour
Bei der PostAuto-Haltestelle «Eigenthal, Talboden» beginnt eine leichte Wanderung zur Alpwirtschaft Unterlauelen. Die Bedingungen auf dem Weg können variieren. Eine längere Rundtour führt von Eigenthal über Lifelen zurück nach Eigenthal: Sie ist 5,65 Kilometer lang, als mittelschwer eingestuft und verläuft durch den Guberwald, über die Alp «Meienstoss» und durch den Bannwald.
Eine weitere Möglichkeit ist der als Rundweg angegebene Weg vom Eigenthal zum Regenflüeli mit 8,9 Kilometern. Unterwegs bieten sich Ausblicke auf Pilatus, Rigi und Jura; die Sicht hängt vom Wetter ab. Für eine Wanderung in Richtung Schwarzenberg führt die Route durch Waldabschnitte und am Meiestooschäppeli vorbei. Eine kleine Holzbrücke überquert dabei den Rümlig. Diese Wanderung gilt auch für Familien mit Kindern als geeignet.
Im Winter: Langlauf und Schneeschuhe
Die speziell ausgeschilderte Herzloipe ist eine zwei Kilometer lange Runde für klassischen Langlauf und Skating, ohne Gefälle. Ihre Präparierung hängt von den Schneeverhältnissen ab. Die sechs Kilometer lange Eigenthal-Loipe weist 90 Höhenmeter Aufstieg auf und ist als leicht eingestuft; die Loipenbedingungen können saisonal variieren. Das Langlaufzentrum, Startpunkt der Standardloipe, liegt rund 200 Meter von der Postauto-Endstation entfernt. Der Winterbetrieb vor Ort kann variieren.
Auch eine Nachtloipe ist mit einer Länge von drei Kilometern angegeben; ihr Betrieb ist saisonal. Wer statt auf Langlauf auf Schneeschuhe setzt, findet eine Winterroute von 9,9 Kilometern mit 485 Höhenmetern Aufstieg. Sie bietet Ausblicke auf das Mittelland und den Pilatus, sofern das Wetter die Sicht zulässt. Die unterschiedlichen Streckenlängen und Höhenmeter helfen dabei, den Umfang der geplanten Tour einzuschätzen.
Moorlandschaft und geschützte Natur
Die kantonale Schutzregelung zielt auf den Schutz der Landschaft, des Ortsbildes und der Aussichtspunkte sowie auf den Erhalt von Naturdenkmälern und Alpenpflanzen. Zur Naturschutzzone des Eigentals gehören das Hochmoor Forrenmoos im vorderen Tal und ein Waldreservat mit dem ehemaligen Pilatussee im hinteren Eigental. Im Gebiet Meienstoss finden sich zahlreiche Hoch- und Flachmoore sowie Feuchtwiesen. Diese Lebensräume beherbergen seltene Tier- und Pflanzenarten.
Marienkapelle und Ortsgeschichte
Die Marienkapelle Eigenthal geht mindestens auf das Jahr 1517 zurück. Ihr barocker Kirchenraum besitzt eine Orgel. Neben dem sonntäglichen Gottesdienst suchen Wanderer die Kapelle für eine kurze stille Einkehr auf. Damit bietet sie einen kulturellen Anlaufpunkt neben den Wegen und der Landschaft.
Auch die Besitzgeschichte reicht weit zurück: Eigenthal gehörte zunächst dem Kloster im Hof in Luzern, wurde 1291 von den Habsburgern gekauft und 1453 von der Stadt Luzern erworben. Für den Erwerb durch Luzern war vor allem der Holzreichtum des Eigentals ausschlaggebend. Seit dem 13. August 1846 gehört Eigenthal zur politischen Gemeinde Schwarzenberg.
Anreise und praktische Planung
Von Luzern oder der Autobahn N2 aus erreichen Sie Eigenthal mit dem Auto in etwa 20 bis 30 Minuten. Auch zu Fuß über aussichtsreiche Wanderwege, mit dem Fahrrad oder Bike über gut ausgebaute Strecken sowie mit dem Auto ist der Ort erreichbar. Für den Fahrradtransport auf der PostAuto-Verbindung ins Eigenthal ist eine Reservation erforderlich; prüfen Sie vor der Fahrt die aktuellen Transportvorgaben.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Schwarzenberg.