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In Le Locle prägt die Uhrmacherei nicht nur die Museen, sondern auch die Stadtstruktur. Rundgänge, Werkstattbesuche und Ausstellungen eröffnen unterschiedliche Zugänge zu diesem Erbe; Waldwege und Schneeschuhrouten ergänzen das Kulturprogramm um Naturerlebnisse.

Uhrmacherstadt als UNESCO-Ensemble

Das städtische Ensemble von La Chaux-de-Fonds und Le Locle gehört zum UNESCO-Welterbe. Es wurde für die Uhrmacherei errichtet und ist ein herausragendes Beispiel für Städte, die vollständig auf eine Monoproduktion ausgerichtet sind. Zum Ensemble gehören Wohnhäuser, die für Heimarbeit konzipiert wurden, Häuser der Unternehmer, Werkstätten und später errichtete Fabriken. So zeigt sich das Erbe nicht nur in einzelnen Ausstellungsstücken, sondern auch in der Verbindung von Wohnen und Produktion.

Erhalten sind außerdem die geordneten, fortlaufend entwickelten Straßenpläne beider Städte aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die uhrmacherische Prägung von La Chaux-de-Fonds und Le Locle ist weiterhin aktiv. In Le Locle gibt der breite Giebel des Hôtel de Ville mit Biéler-Fresko, Fenstern und schlankem Turm einen markanten architektonischen Akzent.

Rundgänge und Einblicke in die Uhrmacherei

Der Parcours horloger führt mit 39 Stationen durch das uhrmacherische Erbe von Le Locle. Er beginnt vor dem Hôtel de Ville und endet im Musée d’horlogerie du Locle im Château des Monts. Auf dem Parcours Le Locle horloger geben QR-Codes entlang der Straßen Auskunft; eine kostenlose Broschüre ist bei der Gemeindeverwaltung auf Französisch, Deutsch und Englisch erhältlich.

Die Führung „Le Locle: Geschichte und Urbanismus“ führt durch die Straßen und vermittelt die Stadtgeschichte sowie die Besonderheiten der Uhrmacherstadt und ihres von der UNESCO ausgezeichneten Uhrmacher-Urbanismus. Für Einzelgäste ist sie saisonal; Gruppenbuchungen werden separat angeboten. Die Führung wird auf Französisch, Deutsch, Englisch und Italienisch angeboten. Termine und Sprachoptionen können sich ändern; prüfen Sie diese vor der Planung. Die Haltestelle Gare/centre ville wird von den Buslinien 342, 343, 360, 361, 380 und 381 bedient.

Im Musée d’horlogerie du Locle im Château des Monts sind Automaten, Pendeluhren und außergewöhnliche Uhren zu sehen. Das gesamte oberste Stockwerk ist der Geschichte der Zeitmessung gewidmet. Im Restaurierungsatelier können Besucher Restaurierungsschritte in Echtzeit beobachten, der Restauratorin Fragen stellen und die Verfahren kennenlernen. Zum Museum gelangen Sie mit Buslinie 341 bis zur Haltestelle Château des Monts.

Eine Führung durch die Manufacture Zenith zeigt Berufe der Uhrmacherei und wichtige Schritte der Uhrenherstellung: von der Entwicklung des Uhrwerks über die Bearbeitung der Komponenten bis zur Montage. Der Besuch ist ausschließlich nach Reservierung über Neuchâtel Tourisme möglich. Da sich Reservierungsmodalitäten ändern können, lohnt es sich, sie vorab zu prüfen.

Kunst, Stadtgeschichte und Technik

Das Musée des beaux-arts wechselt seine Ausstellungen dreimal jährlich. Es veranstaltet außerdem eine Triennale zur zeitgenössischen Druckgrafik und beherbergt den Sitz der Fondation Lermite. Einen anderen Blick auf Kunst im Stadtraum bietet das Exomusée, ein Freilichtmuseum mit internationalen Wandgemälden und Graffiti. Sie können es auf eigene Faust, mit einer Führung oder in einem Tagesprogramm zusammen mit dem Musée d’horlogerie besuchen. Die Besuchsformate können sich ändern; prüfen Sie die aktuellen Buchungsmodalitäten.

Die Moulins souterrains du Col-des-Roches verbinden Stadtgeschichte mit einem Blick auf historische Technik. Fünf hydraulische Räder trieben dort Mühlen, ein Sägewerk, eine Reibe und eine Ölmühle an. In der Höhle können Besucher zwischen Führung und Audioguide wählen und mehr über die Geschichte und Funktionsweise der Hydraulik erfahren. Die Dauerausstellung vermittelt den regionalen archäologischen und historischen Kontext. In den unterirdischen Mühlen befindet sich auch das Musée d’histoire du Locle, das Museum der Stadtgeschichte.

Waldwege und Schneeschuhrouten

Für einen kürzeren Aufenthalt im Grünen führt der Sentier „Le Tremplin de la Combe-Girard“ als etwa 30-minütiger Waldspaziergang durch die Natur; der Zugang ist ganzjährig frei. Der Sentier nature verläuft durch die Wälder Joux Pélichet und Combe Girard. Lehrtafeln erklären dort Bedeutung und Funktion der Wälder. Mehrere Kilometer Wander- und Mountainbikewege bieten weitere Möglichkeiten; prüfen Sie detaillierte Routeninformationen vor der Tour, da sich Routennetze ändern können.

Für Schneeschuhwanderungen stellt Le Locle neun Routen mit insgesamt 25 Kilometern bereit. Mehr als 400 Markierungen, 80 Hinweisschilder und 14 Startpfosten mit Streckenplänen unterstützen die Orientierung. Damit unterscheiden sich die Naturangebote klar: Der etwa halbstündige Waldspaziergang ist eine kurze Option, während die Schneeschuhrouten ein eigenes Wegenetz bilden.

Anreise

Le Locle ist per Bahn und über die Straße durch den Tunnel unter der Vue-des-Alpes an große Verkehrsachsen angebunden. Vor Ort führt die Buslinie 341 bis zum Château des Monts; für die Führung „Le Locle: Geschichte und Urbanismus“ sind die Verbindungen zur Haltestelle Gare/centre ville angegeben.

Weitere Reiseziele entdecken: La Brévine, Les Ponts-De-Martel, Le Cerneux-Péquignot, Brot-Plamboz, Les Brenets.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Le Locle.

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