Zum Inhalt

Enges liegt auf 816 Metern über dem Meeresspiegel, etwa neun Kilometer Luftlinie nordöstlich von Neuenburg. Das Dorf befindet sich auf einem Geländevorsprung in einer nach Süden ausgerichteten Mulde am Südhang des Jura, hoch über der Ebene des Schweizer Mittellands. Von Enges aus bietet sich ein Blick über das Mittelland und die Alpen. Wanderwege führen über Enges, vom Aussichtspunkt Chaumont hinunter zum Ort oder in den Bereich oberhalb des Dorfes. So stehen unterschiedliche Landschaften und Wegverläufe zur Auswahl.

Wanderwege mit unterschiedlichen Schwerpunkten

Die Route «Chemin faisant, de Chaumont à St-Blaise» führt über Enges und bietet Gelegenheit, die landschaftlichen Kontraste am Südhang der ersten Jurakette zu erleben. Sie ist 13,4 Kilometer lang; die Gehzeit beträgt vier Stunden. Diese Angaben geben einen konkreten Rahmen für die zeitliche Planung. Die vier Stunden beziehen sich auf die Gehzeit, Pausen kommen für den eigenen Tagesablauf hinzu. Prüfen Sie vor dem Start die Wegbedingungen.

Eine andere Perspektive bietet die Route Chaumont–Cressier. Sie führt vom Aussichtspunkt Chaumont durch Weideland hinunter nach Enges. In Richtung Cressier verläuft sie durch blühende Wälder und Weideland. Der Abstieg vom Aussichtspunkt und die Landschaft entlang des weiteren Verlaufs sind hier die markanten Orientierungspunkte. Wer zwischen den beschriebenen Routen abwägt, kann so eine konkrete Gehzeit einem Verlauf gegenüberstellen, dessen landschaftliche Abschnitte im Vordergrund stehen.

Wasserwege und Hochwasser

Der Tour de l’Eau ist ein dauerhaft angelegter Wanderweg zum Thema der Überschwemmungen vom Juni 2021. Bei diesem Weg verbindet sich die Wanderung mit einem konkreten Hochwasserereignis; der Weg selbst ist dauerhaft angelegt, während ein allfälliges Programm am Ereignistag davon getrennt und an ein Datum gebunden ist.

Der Grand Tour de l’Eau setzt einen anderen Schwerpunkt: Er führt zu den Quellen des Ruhaut und des Mortrux, erreicht den Bereich oberhalb von Enges und führt anschließend hinunter nach Frochaux. Quellen, Höhenlage und Zielrichtung geben dieser Route ihren eigenen Verlauf. Zusammen mit den Wegen durch Weideland und Wälder zeigt sie, dass die Wanderangebote nicht auf einen einzigen Landschaftstyp oder ein einziges Thema beschränkt sind.

Chapelle d’Enges und Ortsgeschichte

Die Chapelle d’Enges ist ein Denkmal von regionaler Bedeutung. Sie wurde am 13. März 1678 Notre Dame des Anges gewidmet. An der Ostwand des Kirchenschiffs befindet sich ein Fresko, das Michel Kali, ein polnischer Internierter, zwischen 1940 und 1945 malte. Zur Kapelle gehören außerdem sechs nicht-figürliche Glasfenster des Freiburger Künstlers Emile Aebischer, genannt «Yoki». Ein als Wandteppich gestaltetes Fresko zur Geschichte der Flüchtlinge stellt das Seeland mit seinen drei Seen aus der Sicht von Enges dar. Diese Kunstwerke geben der Ortsgeschichte eine künstlerische und historische Dimension.

Auch außerhalb der Kapelle finden sich historische Bezüge: Die Straße von Enges nach Hauterive wurde während des Zweiten Weltkriegs von polnischen Internierten gebaut. Ein späterer Wandel prägt die Entwicklung des Dorfes ebenfalls. Bis Anfang der 1980er-Jahre war Enges vorwiegend landwirtschaftlich geprägt; danach entwickelte es sich zu einer Wohngemeinde. Zusammen mit der erhöhten Lage, dem Blick über Mittelland und Alpen und den unterschiedlichen Wanderwegen ergibt sich ein vielseitiges Bild des Ortes.

Weitere Reiseziele entdecken: Neuchâtel, Saint-Blaise Ne, Cressier Ne, Thielle-Wavre

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Neuenburg.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.