Wolfenschiessen liegt im unteren Engelbergertal zwischen Stans und Engelberg auf etwa 510 Metern über dem Meer. Zur Gemeinde gehören auch Alpgebiete wie Arni, Bannalp, Ober- und Untertrüebsee sowie Sinsgäu. Ihr höchster Punkt ist das Rotstöckli am Titlis auf 2901 Metern. Der geografische Rahmen reicht damit vom Talort bis in hoch gelegene Berggebiete – eine hilfreiche Orientierung, wenn Sie Wanderungen, Ausflüge und die passende Aufenthaltsdauer planen.
Berggebiete und Wanderwege
Für Fahrten in die Berggebiete gibt es zwei Luftseilbahnen mit unterschiedlichen Betriebsangaben. Die Luftseilbahn Fell–Chrüzhütte, «s’blaiä Bähnli», fährt ganzjährig außer während Revisionen; die Fahrt dauert 10 Minuten. Die Luftseilbahn Fellboden–Bannalpsee, «s'rotä Bähnli», verkehrt im Sommer etwa von Mitte Mai bis Ende Oktober und benötigt 8 Minuten. Da sich Betriebszeiten und Unterbrüche ändern können, prüfen Sie die Angaben vor der Reise.
Der Walenpfad führt vom Brunni-Gebiet oberhalb von Engelberg ins Bannalp-Gebiet oberhalb von Wolfenschiessen. Die 11,2 Kilometer lange Route ist als T2 eingestuft und wurde wegen ihres Panoramas von Schweiz Tourismus und den Schweizer Wanderwegen als eine der zwölf schönsten Wanderungen der Schweiz ausgezeichnet. Der Kapellenweg bietet einen anderen Tourencharakter: Der Themenweg beginnt und endet in Wolfenschiessen, ist 17,87 Kilometer lang und als schwieriger Rundweg eingestuft. Acht Kapellen geben ihm sein Thema; unterwegs bietet sich ein Blick auf das Engelbergertal. Für die Entscheidung zwischen den beiden Wegen zählen also nicht nur die unterschiedlichen Längen, sondern auch die Einstufung und der Verlauf.
Auf der Bannalp führen Spazierwege durch Alpenwiesen und ruhige Landschaften. Daneben gibt es Wanderungen für Familien und Genusswandernde sowie anspruchsvollere Bergtouren für erfahrene Alpinistinnen und Alpinisten. Im Winter ist der Schneeschuhtrail Bannalp eine leichte Rundwanderung durch den Winterwald. Er führt leicht oberhalb am Bannalpsee vorbei und verläuft in Richtung Berggasthaus Urnerstaffel.
Rätsel, Kräuter und Kulturerbe
Der Zwärgliweg beginnt auf der Bannalp und führt rund 3 Kilometer durch die Berglandschaft. Sieben Rätselstationen verbinden Bewegung und Naturerlebnis mit der Geschichte von Bannalpi und Aufgaben zum Lösen. Die reine Gehzeit beträgt rund 90 Minuten, wenn Sie die Aufenthalte an den Stationen nicht mitzählen. So können Sie die Wegzeit von der Zeit für die Rätsel unterscheiden.
Auch der Tirligartä verbindet Natur und Wissenswertes: Der Kräuterlehrpfad umfasst etwa 100 Kräuter, und am Eingang liegen Listen mit Pflanzenbeschreibungen bereit. Der öffentliche Kräutergarten hat eine angeschlossene Grillstelle und einen Spielbrunnen. Wer sich für die lokale Geschichte interessiert, findet in Wolfenschiessen das Hechhuis. Es wurde 1586 erbaut und besitzt einen Rittersaal sowie einen Dachreiter. Das Gebäude ist in Privatbesitz und kann nur von außen besichtigt werden.
Die Älplerbruderschaft Wolfenschiessen wurde 1675 zu Ehren des bäuerlichen Schutzpatrons St. Wendelin gegründet. Sie pflegt alte Sitten und Bräuche und würdigt die Arbeit der Bauern und Älpler. Damit gehört neben den Wegen und Berggebieten auch bäuerliches Brauchtum zu den örtlichen Themen.
Grillplätze und saisonale Angebote
Neben dem Abfluss des Bannalpsees gibt es acht Grillstellen. Die Feuerstelle Brändlen erreichen Sie von Wolfenschiessen mit der Luftseilbahn und anschließend über einen Fußweg von etwa 10 Minuten. Dort stehen zwei gepflegte Feuerstellen, Feuerholz, 15 Sitzplätze und ein WC zur Verfügung. Da sich Angaben zu Besucheranlagen ändern können, prüfen Sie vor dem Besuch den aktuellen Zustand.
Entlang des Walenpfads werden im Bergbeizli auf der Alp Oberfeld eigene Produkte serviert; das Angebot kann saisonal variieren. Auf der Alp stehen außerdem Pfauenziegen für Geissentrekkings zur Verfügung. Beim Wandern tragen die Ziegen in Packsätteln auch ein Picknick. In der näheren Umgebung, beim Hof Neufallenbach in Grafenort, befindet sich ein botanischer Heilpflanzengarten mit über 300 Heilpflanzen. Er ist während der Vegetationszeit täglich frei zugänglich.
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