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Monte Carasso liegt westlich von Bellinzona am Ausgang des tief eingeschnittenen Sementinatals. Mittelalterliche Fresken, eine archäologische Siedlung und Touren in höhere Lagen geben dem Aufenthalt unterschiedliche Schwerpunkte. Sie können die Reise daher auf Baukultur und Geschichte ausrichten oder eine Wanderung in die Berglandschaft in den Mittelpunkt stellen.

Ortsteil zwischen Ebene und Höhenlagen

Monte Carasso ist heute ein Ortsteil der Gemeinde Bellinzona im Schweizer Kanton Tessin. Bis zum 1. April 2017 war es eine selbstständige politische Gemeinde. Der Ort liegt am rechten Ufer des Tessins in der Magadinoebene. Das ehemalige Gemeindegebiet erstreckte sich vom Tessin auf 222 m Höhe im Süden bis zur Cima d’Erbea auf 2.338 m im Norden. Diese große Höhenspanne beschreibt das frühere Gemeindegebiet, nicht eine einzelne Ortslage.

Kirche, Architektur und archäologische Spuren

Die ältesten Fresken in der Kirche San Barnárd stammen aus der Mitte des 14. Jahrhunderts; dazu zählen die Madonna del Latte und der San Cristoforo. Im Raum Bellinzona gehört die Kirche zum engen Kreis der Denkmäler von nationaler Bedeutung der Kategorie A. Sie ist mit der Seilbahn oder zu Fuß erreichbar und liegt etwa 15 Gehminuten von Curzútt entfernt, der ersten Station der Seilbahn Monte Carasso–Mornera. Der Zugang kann saisonal variieren; prüfen Sie ihn deshalb vor dem Besuch.

Ein architektonischer Rundgang veranschaulicht die bedeutendsten Eingriffe aus den in Monte Carasso angewandten neuen Planungskonzepten. Das Projekt von Monte Carasso erhielt 1993 den Wakker-Preis. So lässt sich neben der älteren Baugeschichte auch die örtliche Architekturplanung in den Blick nehmen.

Die archäologische Zone Puncètè war wahrscheinlich bereits um das Jahr 1000 besiedelt. Die Siedlung bestand aus etwa zwanzig Gebäuden; nur die „grà“ ist erhalten geblieben. Bei der Aufwertung des Areals wurden die Ruinen gesichert, die erhaltene „grà“ restauriert und die umliegende Kulturlandschaft mit Terrassen, Begrenzungsmauern und Kastanienhainen aufgewertet. Hier stehen die Spuren einer frühen Siedlung neben Elementen der bewirtschafteten Landschaft.

Wanderungen, Brücke und Klettersteig

Die Wanderung von Mornera nach Albagno führt am kleinen Teich Pian di Nar vorbei und erreicht die Capanna Albagno UTOE auf 1.864 m Höhe. Die Verhältnisse im Gebirge können die Begehbarkeit beeinflussen. Wenn Sie diese Tour planen, prüfen Sie die Bedingungen vor dem Aufbruch.

Die tibetische Brücke Carasc ist 270 m lang und ermöglicht die Querung des schwierigen Tals zwischen Monte Carasso und Sementina. Sie verbindet Curzútt und S. Bernardo mit der Via delle Vigne und ermöglicht Wanderungen. Die Via Ferrata dei Tre Signori ist ein anderes Angebot: Sie besteht aus drei Routen unterschiedlicher Schwierigkeit, die durch eine schwebende Hängebrücke verbunden sind. Der Klettersteig liegt im Gebiet Sasso Torrasco zwischen Mornera und Albagno, in der Sementina-Schlucht, mit Blick zur Magadinoebene. Für die Via Ferrata sind ein Helm sowie ein Klettersteigset mit Gurt und Verbindungsmitteln erforderlich.

Weitere Reiseziele entdecken: Isone, Gudo Ti, Cadenazzo, Sementina, Giubiasco, Pianezzo, Arbedo-Castione, Camorino.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Bellinzona.

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