Der Silener Höhenweg verbindet blumenreiche Bergwiesen, ruhige Waldabschnitte und Ausblicke ins Reusstal und Maderanertal. Für die Tour sind 2,5 Stunden Gehzeit angegeben. Zugleich gehört das Steinhaus zu den markanten kulturhistorischen Orten des Kantons: Es gilt als das älteste noch bewohnte Gebäude des Kantons Uri. Silenen bietet damit einen klaren Kontrast zwischen Landschaftserlebnis und Baugeschichte.
Wege und Landschaft
Oberhalb von Silenen befindet sich bei Wasserplatten ein typisches Urner Bergheimet. Die zehn Hektar große Liegenschaft liegt in der Gemeinde Silenen auf gut 1.100 Metern über Meer. Sie steht damit für eine hoch gelegene bäuerliche Kulturlandschaft.
Für Natur- und Landschaftsthemen dient das Naturschutzzentrum Wasserplatten als Ausgangspunkt für Kurse, Exkursionen, Tagungen, Seminare, Lager und Arbeitseinsätze. Die konkreten Programme können variieren. Gastgruppen und Schulklassen können die Räumlichkeiten tageweise für Ausbildungszwecke in Natur und Landschaft buchen; bestätigen Sie die Verfügbarkeit vor der Anreise.
Der Silener Höhenweg führt von den Chilcherbergen nach Golzern. Die angegebene Gehzeit beträgt 2,5 Stunden und kann je nach Bedingungen variieren. Der Gotthardwanderweg verläuft abschnittsweise von Meitschligen über Ried und Amsteg nach Silenen. Beim Silener Höhenweg können Sie die Gehzeit zur Planung nutzen; beim Gotthardwanderweg orientieren Sie sich an der Folge der Orte. Die Luftseilbahn Silenen–Chilcherberge hat eine angegebene Fahrzeit von sieben Minuten und eine Kapazität von vier Personen; prüfen Sie die Fahrzeiten vor Ihrer Tour.
Im weiteren Umfeld von Silenen liegt der Golzernsee auf 1.409 Metern in einer glazialen Mulde, umgeben von Wald und mit Ausblick auf die Bergwelt. Während der Sommermonate ist Baden möglich. Von der Bergstation der Luftseilbahn Bristen–Golzern führt ein Weg in etwa 20 Minuten zum See. Bis zum Seeufer ist er mit Kinderwagen und Rollstuhl begehbar.
Baugeschichte in Silenen
Das Steinhaus ist ein Beispiel dafür, wie eine mittelalterliche Burganlage in ein Bauernhaus umgewandelt wurde; seine architekturgeschichtliche Bedeutung ist außergewöhnlich. Der Turm der Edlen Freiherren von Silenen stammt aus dem 12. Jahrhundert und war einst ein fünfstöckiger Wohnturm. Bei der Burgruine Zwing Uri ist der mächtige Turmsockel der einzige noch erhaltene Rest der mittelalterlichen Burganlage.
Das Alte Susthaus stammt aus dem Jahr 1549; die anschließende Sust wurde erstmals 1354 erwähnt. Dort wurden Waren umgeladen und gelagert, außerdem wurden Säumer und Tiere mit Speis und Trank versorgt. Die Pfarrkirche St. Albin wurde von 1754 bis 1756 erbaut; ihr Hochaltar ist ein Werk von Jodok Ritz. Die 14-Nothelferkapelle wurde 1081 erbaut und nach einem Brand im Jahr 1666 neu aufgebaut und mit Malereien versehen.
Der Kirchen- und Kapellweg Silenen ist ein Wanderweg durch eine eindrucksvolle Landschaft. Er führt an Seilbahnen, Gasthäusern und Feuerstellen vorbei. Eine weitere historische Station ist der ehemalige Erz-Schmelzofen Bristen bei der Talstation der Luftseilbahn Bristen–Golzern.
Radroute und technische Einblicke
Die Rückfahrt der Talboden-Bike-Route führt auf dem Dammweg an der östlichen Seite der Reuss durch Silenen und Ellbogen nach Norden.
Der Selder Skatepark liegt in Silenen, etwa zehn Gehminuten von der Bushaltestelle Silenen Dägerlohn entfernt. Die Anlage umfasst einen vielseitigen Streetbereich und symmetrisch gebaute Bowls.
In Amsteg stürzt das Wasser beim Wasserkraftwerk 280 Meter tief auf drei Pelton-Turbinen. Für das Kraftwerk können Führungen gebucht werden; eine Reservation ist erforderlich. So ergänzt ein technischer Einblick die Landschafts- und Baugeschichte, ohne dass dafür eine weitere Wanderroute angenommen werden muss.
Weitere Reiseziele entdecken: Amsteg, Bauen, Wassen, Seelisberg, Unterschächen, Hospental, Realp, Attinghausen.
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