Zum Inhalt

L'isle Vd verbindet Quellen der Venoge, markierte Wege und eine vielschichtige Baugeschichte. Für Ihren Aufenthalt können Sie den Schwerpunkt auf einen Spaziergang am Fluss, Wanderungen in der Region oder historische Bauwerke im Ort legen.

Quellen der Venoge und ein Spaziergang am Fluss

Im oberen Dorf von L'Isle liegen sechs Quellen der Venoge. Le Chauderon und Le Puits sind die beiden wichtigsten. Die Venoge entspringt in unmittelbarer Nähe des Château de L'Isle. Le Chauderon ist eine Vaucluse-Quelle: Das Wasser tritt dort aus einem 13 Meter tiefen Schacht aus. Aktiv wird die Quelle nur bei starkem Regen oder während der Schneeschmelze.

Der Spaziergang «Sources de la Venoge» beginnt am Bahnhof von L'Isle, führt durch das Dorf und anschließend entlang des Flusses. Der MBC-Zug ab Morges bringt Sie zum Ausgangspunkt. Am Bahnhof stehen für den Spaziergang einige Parkplätze zur Verfügung. Wenn Sie mit dem Zug anreisen, prüfen Sie vor der Fahrt den Fahrplan.

Auch Le Puits à la Zazie erzählt von der Nutzung der Quellen: Das Wasser versorgte das Hospiz, das Lucie Jousson 1882 am Mollendruz errichten ließ. Die Quellen sind damit nicht nur ein Thema für einen Spaziergang, sondern auch Teil der örtlichen Geschichte.

Wanderwege mit unterschiedlichen Schwerpunkten

Der europäische Weg «Sur les pas des Hugenots» führt durch L'Isle. Von den Gärten des Château de L'Isle führen rund 120 Kilometer markierte Rundwanderwege durch die Region. Zu den mit dem Château verbundenen markierten Wegen zählen auch Routen für den Aufstieg auf den Jura. So stehen ein europäischer Fernweg, Rundwege in der Region und Wege mit Bezug zum Jura als unterschiedliche Wanderthemen nebeneinander.

Der «Sentier de l'abri Freymond» ist 15 Kilometer lang; als Dauer werden etwa 4 Stunden und 30 Minuten angegeben. Vom Col du Mollendruz aus bietet der Weg Ausblicke auf das Plateau, den Genfersee und die Alpen. Der Abri Freymond ist ein bedeutendes archäologisches Fundgebiet im Kanton. Vor einer Begehung sollten Sie die örtlichen Bedingungen prüfen.

Beim Spaziergang «Sources de la Venoge» stehen Dorf und Fluss im Mittelpunkt; für den «Sentier de l'abri Freymond» sind dagegen Länge und ungefähre Dauer angegeben. Dieser Unterschied kann bei Ihrer Planung helfen: Entscheiden Sie, ob Sie vor allem die Quellen und den Weg durch den Ort erleben oder eine Wanderung mit beziffertem Zeitaufwand einplanen möchten.

Eine weitere Möglichkeit bieten die von Itiner'ânes organisierten Trekkings und Aufenthalte. Das Unternehmen hat seinen Sitz in La Coudre oberhalb von L'Isle und bietet Eselwanderungen an, die als besonders bei Familien beliebt gelten.

Baugeschichte im Ort

Das Château de L'Isle wurde 1696 von Charles de Chandieu erbaut. Es gilt als erstes regionales Beispiel des französischen Klassizismus in der französischsprachigen Schweiz; seine Architektur erinnert an den Stil, der mit dem Château de Versailles verbunden ist. Der Ort bietet damit einen konkreten Bezugspunkt für die Baugeschichte der Region.

Der Temple de L'Isle entstand zwischen 1732 und 1734 nach Plänen des Architekten Guillaume Delagrange. In der Kirche befindet sich ein wiederverwendetes Portal aus der Flamboyantgotik, das aus der früheren Kirche stammt. Das Pfarrhaus von L'Isle wurde 1754 wiederaufgebaut und gilt als Modelltyp für Pfarrhäuser, die zwischen 1750 und 1770 im Waadtland errichtet wurden.

Auch die Geschichte des Orts lässt sich an Bauwerken ablesen: Die ehemalige mittelalterliche Kleinstadt von L'Isle wurde nach den Bränden von 1747 und 1836 vollständig wiederaufgebaut. Der überdachte Brunnen mit Becken und Granitbrunnenstock stammt aus dem Jahr 1885. Zusammen zeigen diese Jahreszahlen unterschiedliche Abschnitte der Ortsgeschichte – vom Wiederaufbau bis zu späteren Bauwerken.

Weitere Reiseziele entdecken: Yens, Ecublens Vd, Lonay, Saint-Prex, Lavigny, Morges, Chigny Vd, Bière.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Morges.