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In Veytaux liegen Schlossgeschichte und alpine Landschaft als unterschiedliche Schwerpunkte einer Reise nebeneinander: Das Château de Chillon eröffnet einen Blick auf die Geschichte des Ortes, während der Rochers-de-Naye für Höhenblicke und saisonale Naturerlebnisse steht.

Château de Chillon und Fort de Chillon

Das Château de Chillon wurde nacheinander vom Haus Savoyen und von den Bernern bewohnt. Die Berner bewohnten es von 1536 bis 1798. Bei einer individuellen Besichtigung führt ein Plan mit Erläuterungen durch 36 Räume; so können Sie den Rundgang selbstständig anhand dieser Besucherroute gestalten.

Ein anderer Einblick in die Baugeschichte erwartet Sie beim Fort de Chillon: Das im 20. Jahrhundert errichtete Militärbauwerk wurde in den Berg gegraben. Das Musée Fort de Chillon bietet interaktive Ausstellungen und Workshops für Familien. Der Bahnhof Veytaux-Chillon liegt 300 Meter vom Fort entfernt.

Westlich des Château de Chillon gibt es eine zugängliche, nicht überwachte Badestelle. Prüfen Sie vor dem Baden die örtlichen Bedingungen und den Zugang. So lässt sich ein Besuch am Seeufer mit einem konkreten Erkundungsschwerpunkt verbinden, ohne den Schlossbesuch und das Fort gleichzusetzen.

Anreise und Wege in die Höhe

Regionalzüge der Linie S5 bedienen den Bahnhof Veytaux-Chillon stündlich. Vom Bahnhof sind es sechs Gehminuten zum Château de Chillon. Da Fahrpläne sich ändern können, lohnt sich ein Blick auf die Verbindung für Ihren Reisetag. Für die Fahrt in die Höhe verbindet eine Zahnradbahn der MOB das Seeufer in etwa einer Stunde mit dem Rochers-de-Naye.

Der Rochers-de-Naye ist ein 2.045 Meter hoher Aussichtspunkt mit Blick über den Genfersee und die Alpen. Am Gipfel liegt der alpine Garten La Rambertia, der saisonal geöffnet ist. Er wurde 1896 eröffnet und schützt mehr als 1.000 Arten alpiner Pflanzen und Höhenblumen. Im Sommer können Sie am Rochers-de-Naye Murmeltiere und alpine Pflanzen beobachten; im Winter ist dort Wintersport möglich. Wenn Sie eine dieser saisonalen Aktivitäten planen, prüfen Sie die Bedingungen und Betriebsinformationen für Ihren Besuch.

Wanderwege und sportliche Optionen

Der Parcours Vita im Wald dient der körperlichen Fitness. Er ist 3,2 Kilometer lang; hinzu kommen die Angabe von 5,1 Kilometern Anstrengungsdistanz und 190 Metern Höhenunterschied. Der Parcours gilt als der schwierigste Parcours Vita der Schweiz. Die verschiedenen Angaben helfen dabei, die Route vorab genauer einzuordnen.

Für den alpinen Klettersteig am Rochers-de-Naye sind technische Fähigkeiten und Ausrüstung erforderlich. Kabel, Leitern, Rampen und Handläufe sichern den Weg. Begehbar ist die Via Ferrata von Mai bis Oktober, abhängig von den Bedingungen; prüfen Sie diese vor Ihrer Tour.

Auch die Geschichte der Wege prägt die Landschaft. Der Chemin vers Sonchaux wird von der Via Alpina, einer nationalen Fernwanderroute, genutzt und führt durch eine außergewöhnliche Landschaft, die im Schweizer Bundesinventar der Landschaften verzeichnet ist. Die Gemeinde Veytaux legte den Weg 1916–1917 an. Der Remue-Pfad verbindet Sonchaux mit den Rochers-de-Naye und verläuft entlang der Gemeindegrenze zwischen Veytaux und Villeneuve. Als alter Viehtriebweg verband er die Bergweiden oberhalb des Genfersees mit dem Hongrin-Becken. Trockenmauern sowie bemerkenswerte Barrieren aus Holz und Metall gehören zu seiner 1916 angelegten Infrastruktur.

Saisonale Entdeckungen in Veytaux

Während der saisonalen Kastanienzeit können Sie Champbabau täglich zu Fuß erreichen, um Kastanien zu sammeln. Ab der Kreuzung Chemin de Liboson/Route de Sonchaux ist die Zufahrt für Fahrzeuge verboten. Am Ausgang des Kastanienhains wiegt ein „Castagnomat“ die gesammelte Ernte. Diese Hinweise sind besonders für die Planung relevant, wenn das Sammeln selbst Teil Ihres Besuchs sein soll.

Zum Jahreslauf in Veytaux gehört außerdem der jährliche Blumenmarkt auf den Stufen von La Veraye. Wenn Sie den Markt besuchen möchten, prüfen Sie den Termin für Ihre Reisedaten. Gruppenbesichtigungen der Anlagen der Forces Motrices de l’Hongrin-Léman sind nach Anmeldung möglich. Zu den Anlagen gehören zwei unterirdische Pumpspeicherkraftwerke am Genfersee.

Die Grotte de Naye, auch Grotte du Glacier genannt, ist seit dem 11. Mai 2026 wegen Bodenbewegungen und Steinschlag auf unbestimmte Zeit geschlossen. Prüfen Sie vor einem geplanten Ausflug, ob die Schließung weiterhin gilt.

Weitere Reiseziele entdecken: La Lécherette, Jongny, Caux, Chamby, Saint-Légier-La Chiésaz, Chardonne VD, Vevey, Montreux

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Riviera-Pays-D'enhaut.

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