Yvonand am Neuenburgersee lässt sich über unterschiedliche Interessen entdecken: Die Strände prägen das Ufer, während markierte Wege durch Dorf und Umland führen. Zu den besonderen geschichtlichen Schauplätzen gehören die prähistorischen Pfahlbausiedlungen bei Le Marais und die römische Villa von Mordagne. So können Sie Ihren Aufenthalt nach Strand, Bewegung oder Kultur ausrichten.
Strände und Wassersport am Neuenburgersee
Die Strände von Yvonand zeichnen sich durch feinen Sand, sanft abfallende Ufer und einen Kiefernwald aus. Der flache Einstieg und die geringe Strömung machen sie besonders für Kinder geeignet. Am Strand von Goncerut finden Sie ebenfalls feinen Sand und ein sanft abfallendes Ufer, in einer natürlichen, von Bäumen umgebenen Umgebung.
An den Stränden können Sie verschiedene Aktivitäten auf dem Neuenburgersee ausüben: dazu zählen Tretbootfahren, Stand-up-Paddling, Windsurfen, Segeln, Motorbootfahren und Kitesurfen. Am Hafen von Yvonand vermietet das Wassersportzentrum Les Vikings unterschiedliche Wasserfahrzeuge. Die Ausbilder dort bieten Einführungen sowie theoretische und praktische Vorbereitung auf den Segel- oder Motorbootführerschein an.
Wege zwischen Dorf, Seeufer und Umland
Der Sentier du Tri ist ein 14 Kilometer langer markierter Weg mit 17 Etappen, den Sie zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen können. Er besteht aus zwei Schleifen: Eine führt durch das Umland, die andere durch Dorf und Seeufer. Unterwegs erklärt der Weg, wie alltägliche Abfälle ein zweites Mal genutzt werden können.
Am Ufer des Neuenburgersees entlang und durch das Naturschutzgebiet Grande Cariçaie führt der Chemin des Grèves du lac. Die Grande Cariçaie liegt am Südufer des Sees und gilt als Lebensraum für nahezu ein Viertel der Schweizer Tier- und Pflanzenwelt. Die Landschaft lässt sich so mit einem Weg durch das Schutzgebiet verbinden.
Eine andere Wegoption ist die Wanderung durch das Menthue-Tal: Sie ist 7,1 Kilometer lang, dauert etwa zwei Stunden und wird als eher einfach eingestuft. Die Route führt durch ein geschütztes Waldreservat und ein weitgehend unberührtes Gebiet, in dem Hirsche, Salamander und Libellen vorkommen. Entlang des Wegs gibt es Picknickplätze und einen überdachten Bereich für Wandernde.
Die markierte Wanderung durch das Vallon des Vaux beginnt am Bahnhof von Yvonand; die Tour Saint-Martin ist ihr Höhepunkt. Der 22 Meter hohe Turm wurde um 1240 errichtet und überragt das Vallon. Zusammen mit einigen Überresten der Befestigung ist er der einzige erhaltene Teil einer bedeutenden mittelalterlichen Stadt.
Pfahlbausiedlungen und römische Geschichte
Die Bucht von Yvonand beherbergt eine archäologische Stätte mit fünf prähistorischen Pfahlbausiedlungen auf dem Trockenen. Die drei bedeutendsten Stätten überschneiden sich teilweise bei Le Marais: Yvonand II, IV und V. Le Marais ist für das Verständnis der neolithischen Besiedlung in der Westschweiz wichtig und der westlichste Horgen-Fundort der Schweiz. Zugleich bezeugt die Stätte den Übergang zwischen der Horgen- und der Lüscherz-Kultur.
Auch die Funde geben Einblick in diese Geschichte: Keramikobjekte der Horgen- und der Lüscherz-Kultur sind am Le Marais besonders gut vertreten. Zwei Kupfernadeln mit eingerollten Köpfen belegen die früheste Kupfermetallurgie in der Westschweiz.
Die römische Villa von Mordagne liegt unter dem heutigen Weiler Mordagne und erstreckt sich über fast zehn Hektar in der Schwemmebene der Mentue. In ihrer maximalen Ausdehnung im 3. Jahrhundert umfasste sie eine repräsentative pars urbana als Wohnsitz des Eigentümers am Seeufer sowie eine landwirtschaftliche pars rustica. Diese erstreckte sich über fast 500 Meter entlang der Mäander der Mentue. Informationstafeln vor Ort zeichnen die Ausgrabungen nach und erläutern die Organisation der Villa. Auch im heutigen Tempel von Yvonand ist ihre Geschichte präsent: Für dessen Bau wurden 1748 Steine aus den Ruinen verwendet.
Besuche und praktische Orientierung
Im Espace Gutenberg werden alte Techniken des Buchdrucks und der Lithografie sowie die Papierherstellung in einer Bütte praktiziert. Besucherinnen und Besucher können Vorführungen erleben und selbst einige Pressen bedienen. Zur Sammlung gehören Druckmaschinen und Materialien aus dem 18. bis 20. Jahrhundert; authentische Maschinen aus dem 19. Jahrhundert sind noch funktionsfähig. Das Espace Gutenberg ist nach Vereinbarung geöffnet. Klären Sie die Besuchsmodalitäten vorab.
Für die Orientierung vor Ort: Der Bahnhof Yvonand verfügt über einen P+Rail-Parkplatz mit 55 Stellplätzen, darunter einen Stellplatz für Menschen mit Behinderung. Der Port d’Yvonand liegt zwei Kilometer vom Ortszentrum entfernt und bietet 500 Liegeplätze, darunter fünf Gastliegeplätze, sowie einen großen Parkplatz in der Nähe.
Weitere Reiseziele entdecken: Onnens, Romainmôtier-Envy, Montagny-Près-Yverdon, Les Rasses, Le Chenit, Le Sentier, Grandevent, Giez Vd.
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