Turbenthal ist eine politische Gemeinde im Bezirk Winterthur des Kantons Zürich. Eine besondere Möglichkeit, den Ort zu erkunden, ist der Anneli-Weg: Er beginnt am Bahnhof Turbenthal und führt entlang von Bächen und Kanälen bis zur Spinnerei, in der Anneli als Zwölfjährige arbeitete. Der Weg ist als Gesellschaftsspiel mit acht Stationen angelegt; unterwegs werden Episoden aus ihrem Leben vermittelt. Für den Erlebnisrundgang werden etwa zwei bis drei Stunden genannt. Die vier Kilometer und rund 70 Höhenmeter sind ohne Brätelpause mit rund drei Stunden angegeben.
Wanderwege und ihre unterschiedlichen Schwerpunkte
Der Naturlehrpfad Chatzenbach führt von Turbenthal nach Oberhofen entlang des Chatzenbachs. Eine andere Landschaft erleben Sie auf der Wanderung von Turbenthal nach Rämismühle-Zell: Sie führt durch das ursprüngliche Hutzikertobel, an dessen Ufern wilde Orchideen wachsen. Turbenthal erreichen Sie für diese Wanderung mit der S-Bahn oder dem Postauto; prüfen Sie vor der Anreise den Fahrplan.
Die Wanderung von Elgg nach Turbenthal führt durch mehrere enge, bewaldete Tobel. Im Farenbachtobel umfasst sie einen stattlichen Wasserfall. Damit unterscheiden sich die Wege nicht nur durch ihre Länge, sondern auch durch das, was unterwegs im Mittelpunkt steht: beim Chatzenbach der Bachlauf, im Hutzikertobel die bewaldete Schlucht und wilde Orchideen, auf der Strecke von Elgg die Folge enger Tobel und der Wasserfall.
Auch der Wasserlehrpfad Töss gehört zu den Freizeitangeboten Turbenthals. Seine 15 Kilometer führen von Kollbrunn nach Bauma. Entlang des Weges erläutern 48 Informationstafeln die hydrologische, geologische und wasserwirtschaftliche Bedeutung der Töss. Die benannten Endpunkte helfen, diese Route von den Wanderungen zu unterscheiden, die unmittelbar in Turbenthal beginnen.
Natur und Schwimmbad
Im Vivarium-Tablat werden heimische Amphibien und Reptilien sowie viele Kleintiere in naturnah eingerichteten Aqua- und Freilandterrarien gezeigt. Im Naturgarten führen Beobachtungshilfen zu verschiedenen Lebensräumen und Kleinstrukturen und vermitteln Wissenswertes über Pflanzen und Kleintiere. So stehen Tierbeobachtung und das Verständnis kleiner Lebensräume nebeneinander, ohne dass beide denselben Zugang zur Natur voraussetzen.
Das Schwimmbad Neuguet verfügt über ein Schwimmbecken mit abgetrennten Bahnen, ein Nichtschwimmerbecken, ein Kinderplanschbecken mit Segeldach und einen Kinderspielplatz. Die Angaben zur Ausstattung können saisonal angepasst werden; prüfen Sie die Details vor Ihrem Besuch.
Kultur, Handwerk und Tösstaler Geschichte
Das Schaudepot Tösstal zeigt 3000 regionalhistorische Objekte auf 600 Quadratmetern und vermittelt die Geschichte des Tösstals und des Tössberglands. Öffentlich zugänglich sind die Inhalte an sechs Öffnungstagen im Jahr; außerdem gibt es Führungen, Ausprobierstationen, Mitmachangebote und ein Angebot für Schulklassen. Die Öffnungstage sollten Sie vor der Reise prüfen. An diesen Tagen können Besucherinnen und Besucher etwa eine Mini-Trachtenpuppe gestalten, sticken, melken oder schustern.
Für Vereine, Firmen, Familien und andere Gruppen werden thematische Führungen für 150 Franken angeboten. Prüfen Sie Buchung und Preis vor dem Besuch. In der Alten Windenmacherei Brüngger Wyla können Sie am Windenmachertag, teilweise an Schmiedetagen oder auf Wunsch bei Führungen selbst einen kleinen Gegenstand schmieden. Die Teilnahme hängt von den jeweiligen Veranstaltungstagen oder Führungsabsprachen ab.
Das 1838 erbaute Stiefelhaus an der Tösstalstrasse 20 gehört der Gemeinde und steht unter Denkmalschutz. Im ehemaligen Ökonomieteil des Hauses befindet sich das Ortsmuseum Turbenthal. Es zeigt Gegenstände zu früherem Brauchtum, Handwerk und Heimindustrie aus dem Tösstal sowie Werke regionaler Künstler und Gegenstände aus dem persönlichen Nachlass der Schriftstellerin Olga Meyer. Ihre Romane beschreiben das frühere Leben im Tösstal.
Auch die Baugeschichte der Kirche lässt sich zeitlich einordnen: Die reformierte Kirche in Turbenthal wurde 1512 erbaut; für den Bau der neuen Kirche wird der Zeitraum von 1510 bis 1517 genannt. Bereits 858 wurde sie als «Basilika in Turbanturn» erwähnt. Zur Industriegeschichte Turbenthals gehören grosse Spinnereien und Webereien; später entstanden Baumwollspinnereien.
Im Gyrenbad ist ein Badebetrieb seit dem 16. Jahrhundert nachgewiesen; geschlossen wurde er 1968. Seitdem wird das Gyrenbad als Ausflugsrestaurant betrieben und für gesellschaftliche Anlässe genutzt. Prüfen Sie die aktuellen Möglichkeiten vor einem Besuch.
Essen und Unterkunft planen
Das Genusswerk Turbenthal verbindet handwerkliches Backen mit Gastfreundschaft. Zum Angebot gehören aromatischer Kaffee, frisch gebackenes Brot und regionale Küche; außerdem werden Pizza- und Wildkräuterkurse angeboten. Wenn Sie eine Ferienwohnung in Turbenthal suchen, kann es helfen, die geplanten Aktivitäten zuerst zu ordnen: Wanderungen unterscheiden sich nach Strecke und Landschaft, während beim Schaudepot und beim Schmieden Öffnungs- beziehungsweise Veranstaltungstage für die Planung wichtig sind.
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