Zürich verbindet eine gut erhaltene mittelalterliche Altstadt mit Sammlungen, die von der Kulturgeschichte der Schweiz bis zur Kunst reichen. Historische Museums- und Kirchenbauten setzen eigene Akzente; Spaziergänge und der Uetliberg ergänzen das Kulturangebot um Wege zu Fuß und Natur. Für die Planung Ihres Aufenthalts können Sie daher zunächst entscheiden, ob Museen und Architektur oder eher Bewegung und Zeit am See im Mittelpunkt stehen sollen.
Museen mit unterschiedlichen Blickwinkeln
Das Schweizerische Nationalmuseum widmet sich der Kulturgeschichte und dem Kunsthandwerk der Schweiz von den Anfängen bis in die Gegenwart. Seine Sammlung umfasst über 870.000 Objekte, gegliedert in 14 Sammlungsbestände. Auch das Gebäude ist Teil des Eindrucks: Der Museumsbau aus dem 19. Jahrhundert gilt als außergewöhnliches Baudenkmal von nationaler Bedeutung. Sammlung und Architektur geben so zwei verschiedene Anknüpfungspunkte für einen Besuch.
Im Kunsthaus Zürich reicht die Kunstgeschichte der Sammlung über mehr als acht Jahrhunderte, vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Führungen vermitteln kunsthistorische Zusammenhänge. Wer mit Kindern unterwegs ist, findet außerdem regelmäßig Workshops für Kinder aller Altersstufen im Angebot. Damit stehen neben dem Blick auf die Werke auch Formate zum Vertiefen und Mitmachen zur Auswahl.
Kirchen und Baugeschichte
Das Fraumünster wurde 853 von König Ludwig dem Deutschen gegründet. In seinem Chor befindet sich ein fünfteiliger Glasmalereizyklus von Marc Chagall. Das Kryptamuseum zeigt mehr als 1.200 Jahre Stadt- und Kirchengeschichte. Gründung, Glasmalerei und Ausstellung eröffnen unterschiedliche Zugänge zur Geschichte des Fraumünsters, ohne dass sich diese auf eine einzelne Epoche beschränkt.
Auch beim Museum Rietberg treffen verschiedene Bauzeiten aufeinander: Zum Museum gehören mehrere historische Villen im Rieterpark und der moderne Erweiterungsbau «Smaragd», der 2007 eröffnet wurde. Die Geschichte des Opernhauses Zürich reicht bis zum Actien-Theater zurück, das 1834 eröffnet wurde. Das Gebäude des Opernhauses nahe dem Bellevue am Zürichsee wurde 1891 als Stadttheater eingeweiht. Wer sich für Architektur interessiert, kann diese Orte als unterschiedliche historische Bezugspunkte in Zürich betrachten.
Spaziergänge und Natur am Uetliberg
Das Programm «Züri z'Fuess» umfasst 34 Quartierspaziergänge. Mithilfe der Pläne lassen sich die Spaziergänge eigenständig unternehmen; zu sieben davon gibt es zusätzlich unterhaltsame Hörspiele. Damit können Sie einen selbstständigen Stadtspaziergang mit einem akustischen Format verbinden. Zürich Tourismus bietet daneben Stadtführungen in privaten und öffentlichen Formaten an.
Am nördlichen Abschluss der Albiskette liegt der Uetliberg, seit einigen Jahrhunderten ein wichtiges Naherholungsgebiet. Seine markante Molassekette weist Kreten, Felsvorsprünge, Schuttkegel, Mulden und Tobel auf. Eine leichte, etwa zweistündige Wanderung führt auf einem Lehrweg im Maßstab 1:1 Milliarde an der Sonne und den acht Planeten bis zum Zwergplaneten Pluto vorbei. Saisonale Bedingungen und Zugangsregelungen können variieren; prüfen Sie diese vor dem Aufbruch.
Zürichsee und die Wahl des Hotels
Der Zürichsee eignet sich zum Baden, Segeln, Bootfahren und für ein Picknick am Ufer. Baden und Wasserbedingungen sind saisonabhängig. Zusammen mit den Spaziergängen und dem Uetliberg ergibt sich eine andere Ausrichtung als bei einem Aufenthalt, der vor allem Kunst, Sammlungen und Baugeschichte in den Mittelpunkt stellt.
Bei der Suche nach einem Hotel in Zürich kann dieser Schwerpunkt Ihre Planung leiten: Überlegen Sie, ob Sie Ihre Zeit eher für Kultur und Architektur, für Spaziergänge oder für Aktivitäten am See vorsehen möchten. Für die leichte Wanderung am Uetliberg sollten Sie saisonale Bedingungen und Zugangsregelungen berücksichtigen; für Badepläne ist die Saison ebenfalls wichtig.
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