Der MacRitchie Reservoir wurde 1867 von James MacRitchie entworfen und gebaut. Er ist Singapurs ältester und größter Stausee. Wer sich für Natur und botanische Themen interessiert, findet in Singapur unterschiedliche Ansatzpunkte: vom Reservoir über spezialisierte Orchideenschauhäuser bis zu historischen Gärten, Feuchtgebieten und Kunstsammlungen.
MacRitchie Reservoir und die Natur Singapurs
Die Geschichte des MacRitchie Reservoirs gibt dem Ort eine klare zeitliche Einordnung: Seine Entstehung geht auf das Jahr 1867 zurück. Auch das Central Catchment Nature Reserve ist im größeren Reisegebiet Singapur ein eigenständiger Natur-Schwerpunkt. Es ist Singapurs größtes Naturschutzgebiet und umfasst mehr als 2.000 Hektar Wald sowie über 20 Kilometer Wege rund um den MacRitchie Reservoir.
Ein anderer Naturraum ist das Sungei Buloh Wetland Reserve. Es ist Singapurs erster ASEAN Heritage Park und ein bedeutender Lebensraum für Zugvögel. Dort wurden mehr als 200 Vogelarten beobachtet, darunter Standvögel und seltene Besucher. Zusammen mit dem Central Catchment Nature Reserve zeigt das, wie unterschiedlich Naturthemen im größeren Reisegebiet Singapur ausfallen: Wald und Wege auf der einen, Feuchtgebiete und Vogelwelt auf der anderen Seite.
Orchideen und botanische Geschichte
Im National Orchid Garden geben die Öffnungszeiten einen konkreten Rahmen für den Besuch: Der Garten ist täglich von 8:30 bis 19:00 Uhr geöffnet; letzter Eintritt und Kartenverkauf sind um 18:00 Uhr. Prüfen Sie die Zeiten vor der Reise noch einmal. Das Tropical Montane Orchidetum umfasst seit dem 3. April 2021 den Lowland Habitat Trail, die Secret Ravine und drei spezialisierte Schauhäuser. Diese bilden unterschiedliche Höhenstufen tropischer Gebirge nach. So stehen innerhalb des Orchidetums mehrere benannte Bereiche und die Darstellung verschiedener Höhenlagen nebeneinander.
Im größeren Reisegebiet Singapur ergänzt der Singapore Botanic Gardens diese botanische Perspektive um Geschichte und Forschung. Die Kulturlandschaft umfasst historische Landschaftselemente, Bepflanzungen und Gebäude, die ihre Entwicklung seit der Gründung im Jahr 1859 veranschaulichen. Seit dem 19. Jahrhundert ist der Garten ein Zentrum für Pflanzenforschung in Südostasien; im 20. Jahrhundert trug er maßgeblich zur Ausweitung des Plantagenkautschukanbaus bei. Heute spielt er weiterhin eine führende Rolle beim Austausch von Ideen, Wissen und Fachkenntnissen in tropischer Botanik und Gartenbauwissenschaften. Zum geschützten Erbe gehören 44 Heritage-Bäume sowie Gebäude und Bauwerke wie Burkill Hall und das Swan Lake Gazebo.
Weitere botanische Kontraste bietet Singapur mit dem Flower Dome und den Supertrees im Supertree Grove. Der Flower Dome in den Bay South Gardens umfasst 1,28 Hektar und beherbergt Pflanzen und Blumen aus fünf Kontinenten. Auf den Supertrees wachsen mehr als 162.900 Pflanzen, darunter über 200 Arten und Sorten von Bromelien, Orchideen, Farnen und tropischen Blütenkletterpflanzen. Die genannten Beispiele setzen unterschiedliche Akzente: Pflanzen aus mehreren Kontinenten im Flower Dome und eine große Vielfalt an Pflanzengruppen auf den Supertrees.
Wege und Landschaften im größeren Reisegebiet Singapur
Der Rail Corridor verbindet Woodlands mit Tanjong Pagar und erstreckt sich über 24 Kilometer. Die ehemalige Eisenbahnstrecke wurde zu einem gemeinsam genutzten Raum für Erholung, Lernen und Naturschutz umgestaltet; die ökologische Route ermöglicht Aktivitäten wie Wandern und Radfahren. Entlang des Korridors folgen auf Grasland und Wälder auch Feuchtgebiete und rückwärtige Mangroven. Seine Funktion als ökologischer Korridor verbindet bedeutende Grünflächen in Singapur.
Auch Henderson Waves und Pulau Ubin bieten jeweils eigene Themen. Henderson Waves ist eine markante, 274 Meter lange Fußgängerbrücke mit wellenförmiger Struktur. Auf Pulau Ubin führt der Tree Trail vom Ubin Volunteer Hub zu den Chek Jawa Wetlands und umfasst 14 Zwischenstopps, darunter alte Kokos- und Kautschukplantagen, das Haus des früheren Dorfvorstehers und mehrere bemerkenswerte Bäume. Besucher können dort außerdem den Puaka Hill erwandern: Mit 74 Metern ist er der höchste Punkt der Insel, die unmittelbar vor der nordöstlichen Ecke des Festlands von Singapur liegt.
Kunst und Esskultur
Die National Gallery Singapore richtet den Blick auf Kunst aus Singapur und Südostasien. Ihre bedeutende Sammlung reicht vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart und ist in zwei Nationaldenkmälern untergebracht: dem ehemaligen Supreme Court und dem ehemaligen City Hall. Die früheren Funktionen der Gebäude bleiben damit Teil ihrer Beschreibung, während die Sammlung den Schwerpunkt auf moderne und zeitgenössische Kunst legt.
Eine andere Perspektive auf Singapur bietet die Hawker-Kultur. Hawker richten ihre Gerichte an Einflüssen verschiedener Kulturen sowie an lokalen Geschmäckern und Gegebenheiten aus. Hawker Centres dienen als gemeinschaftliche Speiseräume, in denen Menschen unterschiedlicher Herkunft beim gemeinsamen Essen zusammenkommen. Für die Reiseplanung lassen sich diese Themen als unterschiedliche Schwerpunkte betrachten: botanische und landschaftliche Orte, Kunst oder Esskultur. Das Verkehrsnetz aus Zügen und Bussen verbindet fast jeden Teil der Insel; Züge verknüpfen wichtige Bereiche der Inselstadt.
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