Malinovo verbindet eine von Flussarmen geprägte Lage mit markanten Zeugnissen seiner Bau- und Kulturgeschichte. Die Kleine Donau umfließt den Ort an drei Seiten in einem großen Bogen; an beiden Ufern verlaufen Streifen von Auwald. Für die Reiseplanung stehen damit Natur- und Kulturerlebnisse als unterschiedliche Schwerpunkte nebeneinander.
Die Kleine Donau bietet in Malinovo Bedingungen zum Angeln und für Wassertourismus; auch Radtouren und Wanderungen gehören zu den genannten Aktivitäten. Wasser und Land setzen dabei eigene Akzente: Wer sich für die Flusslandschaft interessiert, findet hier eine andere Perspektive als bei einem Schwerpunkt auf Herrenhaus, Kirchen und historischen Stationen.
Herrenhaus, Festung und Landschaftspark
Ein Anknüpfungspunkt für die Ortsgeschichte ist das Herrenhaus von Malinovo. Es steht auf den Fundamenten einer mittelalterlichen Wasserfestung mit drei Türmen und einem Wassergraben. Die Festung schützte den Übergang über die Kleine Donau in Richtung Žitný ostrov. Im 17. Jahrhundert ließ Erzbischof Szelepcsényi die Anlage zu einem Schloss umbauen; nach einem klassizistischen Umbau im 19. Jahrhundert erhielt das Herrenhaus seine heutige Gestalt. Die Baugeschichte führt so von der befestigten Anlage über den Schlossumbau bis zur klassizistischen Form.
Rund um das Herrenhaus liegt ein englischer Landschaftspark. Er umfasst knapp fünf Hektar und enthält mehr als 200 heimische und ausländische Baumarten. Herrenhaus und Park verbinden damit Architekturgeschichte und gestaltete Landschaft, während die Flussarme und Auwaldstreifen eine weitere, vom Wasser geprägte Seite Malinovos zeigen.
Kirchen und historische Details
Die Kapelle im Ostflügel des Herrenhauses stammt aus dem Jahr 1677. Sie ist im spätmittelalterlichen Renaissancestil errichtet und diente bis 1953 als Kirche. Die St.-Georgs-Kirche entstand 1869 bis 1872 als neugotische Kryptakapelle der Familie Apponyi. In ihr ist der ursprüngliche Hauptaltar mit einer Statue des heiligen Georg aus rotem Marmor aus dem 18. Jahrhundert erhalten.
Auch kleinere Details ergänzen dieses Bild: Die Glocke Juliana im Turm der St.-Georgs-Kirche wiegt 400 Kilogramm und wurde von József Pozdech in Wiener Neustadt gegossen. Auf dem Friedhof von Malinovo steht die restaurierte Figurengruppe des heiligen Johannes Nepomuk aus dem Jahr 1739 in einer verglasten Kapelle. Die restaurierte Kapelle Mária liegt hinter der Kirche am Rand der Felder und bildet die letzte Station des Lehrpfads. So lassen sich unterschiedliche historische Zeugnisse nach Bauform, Funktion und Standort auseinanderhalten.
Lehrpfad und Anreise
Der Náučný poznávací chodník bietet einen klar umrissenen Zeitrahmen für eine Erkundung: Die leichte Route durch das bebaute Gemeindegebiet lässt sich in weniger als einer Stunde absolvieren und umfasst acht Informationstafeln. Sie ist für alle Altersgruppen geeignet. Die Kapelle Mária als letzte Station verbindet den Weg mit einem konkreten historischen Ziel. Für die Planung lässt sich der kurze Lehrpfad damit von einer vertieften Beschäftigung mit den einzelnen Bauwerken unterscheiden.
Eine regionale IDS-BK-Buslinie bedient Malinovo und verbindet den Ort über Ivanka pri Dunaji und Zálesie mit Bratislava. Prüfen Sie vor der Fahrt den aktuellen IDS-BK-Fahrplan, da sich Routen und Fahrzeiten ändern können.
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