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Horná Ves verbindet die Landschaft der Kremnické vrchy mit einem anschaulichen Bergbauerbe: Stollen, Grubenwasser und ein einst für Bergbaumaschinen genutztes Wasserkraftwerk gehören zur Ortsgeschichte. Der Ort liegt am Zusammenfluss von Lúčanský potok und Rudnica und eignet sich für Spaziergänge ebenso wie für anspruchsvollere Wanderungen. Auch die Bergbaugeschichte führt nach Kremnica, denn sie ist eng mit dem dortigen Goldabbau verbunden. Für Ihre Reiseentscheidung stehen damit zwei unterschiedliche Schwerpunkte im Vordergrund: Zeit in der Landschaft und ein genauerer Blick auf Kultur- und Bergbaugeschichte.

Wandern zwischen Orten und Lehrpfad

Der zweite Abschnitt des Kremnica-Wanderwegs führt von Ihráč nach Nevoľné und von dort auf einer gelb markierten Route nach Horná Ves. Dort geht er auf eine blau markierte Route zurück nach Kremnica über. Der Wechsel der Markierungsfarbe gehört zum beschriebenen Verlauf; prüfen Sie die aktuellen Wegmarkierungen vor dem Aufbruch. Die Route zum Kremnický štít ist Teil eines Lehrpfads. Während der zweite Abschnitt durch seine Abfolge benannter Orte orientiert, setzt die Route zum Kremnický štít einen Lehrpfad-Schwerpunkt. So lassen sich diese Wanderangaben nach ihrem jeweiligen Charakter unterscheiden.

Ein Kulturdenkmal im Zentrum

Im Zentrum von Horná Ves steht eine barocke Säule, die als nationales Kulturdenkmal geschützt ist. Ihre Skulptur der Heiligen Dreifaltigkeit stammt aus dem Jahr 1710. 1776 wurde die Säule von Kremnica nach Horná Ves überführt; zuvor hatte sie vor der Kirche der Seligen Jungfrau Maria in Kremnica gestanden. An diesem Denkmal treffen so die Geschichte seines früheren Standorts und die Ortsgeschichte von Horná Ves aufeinander.

Bergbaugeschichte unter und über Tage

Am südlichen Ortseingang befindet sich das Mundloch des Hlboká-Stollens. Er wurde zwischen 1519 und 1613 aufgefahren und ist 7.050 Meter lang. Historisch diente er der Entwässerung, dem Transport und der Erkundung. Ein weiterer Stollen, der Hlavná-Stollen, verläuft unter Horná Ves und mündet bei Žiar nad Hronom in den Fluss Hron. Mit 15.821 Metern ist er mehr als doppelt so lang wie der Hlboká-Stollen.

Auch oberirdisch zeigt sich die Verbindung zum Bergbau. Das Wasserkraftwerk Primaverka wurde 1896 in Horná Ves errichtet und hatte eine Leistung von 110 kW. Es trieb Bergbaumaschinen im vierten Schacht in Kremnica an. Der aus dem Grubenwasser des Hlboká-Stollens gewonnene Ocker wurde während der Ersten Tschechoslowakischen Republik von der Farbová továreň bratov Strobentzových in Horná Ves verarbeitet und als Farbstoff an die chemische Industrie verkauft. Zusammen ergeben diese Beispiele ein Bild verschiedener Arbeitsbereiche: von den Funktionen der Stollen über die Energieversorgung bis zur Verarbeitung des Ockers.

Sportfläche mit winterlicher Nutzung

In Horná Ves gibt es eine Mehrzwecksportfläche für Volleyball, Basketball und Nohejbal. Im Winter wird sie zur Eisfläche für Hockeyspieler und Eisläufer. Wenn Sie die Anlage in Ihre Reiseplanung aufnehmen möchten, prüfen Sie vor dem Besuch ihre aktuelle Verfügbarkeit.

Weitere Reiseziele entdecken: Hliník Nad Hronom, Nevoľné, Kunešov, Dolná Ždaňa, Kremnické Bane, Trnavá Hora, Krahule, Ihráč.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Žiar Nad Hronom.

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