Zum Inhalt

Die unmarkierte Route durch Driekyňa beginnt in Povrazník: Sie ist 5 Kilometer lang, weist 130 Höhenmeter auf und gilt als leicht. Dazu kommen ein Glockenturm mit zwei historischen Glocken und Spuren einer Ortsgeschichte, die eng mit dem Bergbau verbunden ist. So lässt sich ein Aufenthalt zwischen Bewegung und Kultur planen, ohne die unterschiedlichen Maßstäbe der Wege aus dem Blick zu verlieren.

Wander- und Radwege im Vergleich

Die kurze Route durch Driekyňa steht einer deutlich längeren Wanderung gegenüber: Eine markierte Route führt von Na Mincu über den Hauptkamm der Poľana bis nach Detva. Sie ist 25 Kilometer lang, umfasst 860 Höhenmeter und gilt als anspruchsvoll. Bei der Auswahl bieten Länge, Höhenunterschied und Einstufung einen konkreten Vergleich. Die Wegbedingungen können sich ändern; prüfen Sie sie vor dem Start.

Auch beim Radfahren unterscheiden sich die beschriebenen Strecken deutlich. Von Povrazník nach Slovenská Ľupča führt eine 10 Kilometer lange Radroute mit 80 Höhenmetern, die als leicht gilt. Die grüne Radroute Nr. 5551 verläuft rund um die Poľana, ist 122 Kilometer lang und gilt als anspruchsvoll. Wer eine kürzere oder längere Radtour in Betracht zieht, kann diese Angaben als Orientierung für den eigenen Plan nutzen.

Glockenturm, Blockhaus und Gemeindemuseum

Der Glockenturm von Povrazník verbindet historische Einzelheiten mit einer klar erkennbaren Bauweise: Sein Erdgeschoss ist gemauert, das hölzerne Obergeschoss wurde in Ständerbauweise errichtet und mit Brettern verschalt. Im Turm befinden sich eine kleine Glocke aus dem Jahr 1745 und eine große Glocke aus dem Jahr 1792. Am Turm wurde 1928 eine Gedenktafel für General Dr. M. R. Štefánik enthüllt.

Auch das Blockhaus Nr. 59 erzählt von der Baugeschichte des Ortes. Es stammt aus dem Jahr 1880 und ist als Kulturdenkmal eingetragen. In Povrazník sind außerdem mehrere hölzerne Blockhäuser und ursprüngliche volkskundliche Zeugnisse erhalten. Das Gemeindemuseum wurde 2008 eröffnet. Zu seinen restaurierten Exponaten, die überwiegend von Einwohnern zusammengetragen wurden, gehören ein Raum zu volkstümlichen Traditionen, ein Klassenzimmer sowie eine Sammlung von Fernsehern und Radios.

Bergbau und traditionelles Handwerk

Die erste schriftliche Erwähnung von Povrazník datiert auf den 22. Mai 1424. Damals erscheint der Ort als Powraznik unter den Dörfern der Herrschaft Ľupča. Später waren die Einwohner auf die Herstellung von Seilen spezialisiert; beliefert wurden vor allem die Bergwerke von Ľubietová, Špania Dolina und Staré Hory.

Unterhalb von Brezina an der Straße nach Majer befinden sich drei große Felsen, jeder etwa eine Tonne schwer. In ihren mittig angeordneten Löchern mit ungefähr 15 bis 20 Zentimetern Durchmesser wurden Pflöcke befestigt. Zwischen den Felsen drehten und flochten die Menschen lange Bündel aus Hanffäden zu Seilen, die dazu dienten, Bergleute in die Gruben hinabzulassen. Diese Beschreibung macht die Verbindung zwischen örtlichem Handwerk und Bergbau besonders anschaulich. Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts wurden in Povrazník außerdem Leinen und Flickenteppiche gewebt. Die traditionelle Tracht gehört zur Poniky-Variante des Detva-Trachtentyps.

Poľana und Naturthemen

Das Katastergebiet von Povrazník gehört zum Biosphärenreservat Poľana. Die Poľana ist das höchste und am besten erhaltene Vulkangebirge der Slowakei. Unter Mineralogen ist Povrazník für Vorkommen von Holzopalen bekannt, die während vulkanischer Tätigkeit nahe der Poľana entstanden. In der Nähe des Ortes liegt auch die vulkanische Höhle Ďuríkova diera.

Das Umfeld von Povrazník gilt als gefragtes Pilzgebiet. Da die Pilzsuche saisonabhängig ist, sollten Sie Bedingungen und Zugang vor Ort prüfen. Für die Anreise besteht eine Busverbindung mit Banská Bystrica; prüfen Sie vor der Fahrt den Fahrplan.

Weitere Reiseziele entdecken: Priechod, Turecká, Harmanec, Horná Mičiná, Badín, Medzibrod, Dolná Mičiná, Hiadeľ.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Banská Bystrica.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.