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Im südlichen Teil der Štiavnické vrchy liegt Dekýš in einer durch Erosion entstandenen Senke am Quellgebiet des Dekýšsky potok. Der Ort liegt günstig zum Wandern und bewahrt sich das ganze Jahr über einen ruhigen Charakter. Wald und Seen prägen die Naturseite, Siedlungsspuren, Kirchen und Volkskunst die kulturelle Seite eines Aufenthalts.

Wald, Flora und Tierwelt

Drei Viertel des Katastergebiets von Dekýš sind von Wald bedeckt. Für die Wälder im Gebiet sind Eichen- und Buchenbestände typisch; die gemischte Flora umfasst Bergpflanzen ebenso wie wärmeliebende Arten. Das staatliche Waldreservat Jabloňovský Roháč, auch Almášsky Roháč genannt, liegt 4 km südwestlich des Ortes. Im Umfeld von Dekýš kommt Rothirsch vor, während das Sitno-Reh (Capreolus sitnensis) im Sitno-Naturschutzgebiet lebt. Die beiden Tierangaben beziehen sich somit auf unterschiedliche Räume: das Umfeld von Dekýš und das Schutzgebiet am Sitno.

Wanderwege und Seen

Durch Dekýš verlaufen Wanderwege in Richtung Sitno, Počúvadlo und zu den umliegenden Seen. Diese Wegziele geben dem Wandern einen klaren Naturbezug. Die Seen in der Umgebung wurden größtenteils künstlich für den Erzabbau angelegt und besitzen historischen und technischen Wert. Der Počúvadlianske-See ist der größte See in den Štiavnické vrchy; nach Plänen von S. Mikovíny wurde er 1738 bis 1740 angelegt. In der Seenlandschaft treten so sowohl die Geschichte des Erzabbaus als auch die konkrete Planung des Počúvadlianske-Sees hervor.

Frühe Siedlungsspuren und Ortsgeschichte

Bereits in der Steinzeit war das Gebiet von Dekýš besiedelt. Bekannt sind eine Siedlung der Volutenkultur mit Keramik des Želiezovce-Typs und ein Idolfund. Auf dem Gebiet ist außerdem eine Siedlung aus der Römerzeit bekannt. Schriftlich erwähnt wurde Dekýš erstmals 1270; damals trug der Ort den Namen Gukes. Damit stehen frühe Siedlungsspuren aus verschiedenen Epochen neben dem ersten schriftlichen Ortsbeleg aus dem 13. Jahrhundert.

Kirchen und Baugeschichte

Die römisch-katholische Kirche der Geburt der Jungfrau Maria wurde 1805 erbaut und 1924 um ein Querhaus erweitert. Ein Querhaus erweitert den Kirchenraum quer zu seiner Längsachse. Die evangelische Kirche entstand ebenfalls 1924, und zwar in einem sezessionistisch geprägten neoklassizistischen Stil. Die Jahreszahl verbindet beide Baugeschichten auf unterschiedliche Weise: Bei der katholischen Kirche bezeichnet sie eine Erweiterung, bei der evangelischen das Baujahr.

Handwerk und Volkskunst

Zur traditionellen Volkskunst gehörten landwirtschaftliche Geräte und Möbel aus örtlich verfügbarem Holz. Daneben zeigen die Stickereien eine Entwicklung der Motive: Zunächst wurden kleine Kreuz-, Gitter- und Punktmotive verwendet; nach dem Ersten Weltkrieg kamen pflanzliche Ornamente hinzu. Holzarbeiten und Stickerei stehen damit für unterschiedliche Ausdrucksformen des lokalen Handwerks, während die Stickmotive zusätzlich einen zeitlichen Wandel erkennen lassen.

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