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Im Okres Krupina begegnen sich literarische Spuren, befestigte Bauwerke und markante Felsformen. In Krupina liegt die Stadt auf der Auenebene des Flusses Krupinica, an der Grenze zwischen den Štiavnické vrchy und der Krupinská planina. Museen und ein Spazierweg machen hier Geschichte aus unterschiedlichen Blickwinkeln zugänglich: als Stadtgeschichte, als Literatur und als Teil des gebauten Erbes.

Literatur, Traditionen und Baugeschichte

Der Spazierweg „Po stopách Andreja Sládkoviča“ führt in Krupina zu 16 interessanten Orten, die eng mit dem Leben des slowakischen Dichters verbunden sind. Eine Dauerausstellung im Múzeum Andreja Sládkoviča widmet sich der Stadtgeschichte und literarischen Persönlichkeiten. Ihre Schwerpunkte sind Andrej Sládkovič und Elena Maróthy-Šoltésová. So ergänzen sich ein Rundgang zu biografisch verbundenen Orten und der Blick auf historische sowie literarische Themen im Museum.

Zu diesem Museum gehören auch Kellerbereiche, die als Krupina-Untergrund bekannt sind. Sie können während ausgewählter Veranstaltungen und nach entsprechenden Umbauten im Rahmen einer Führung durch die Museumsausstellung besichtigt werden. Der Zugang ist damit an diese Bedingungen gebunden.

In Sebechleby zeigt das Ethnografische Museum regionale Trachten, Volkstraditionen und Bräuche. Es ist Teil des Reservats der Volksarchitektur Stará Hora. Stará Hora wurde 1981 in die slowakische Liste der denkmalgeschützten Reservate der Volksarchitektur aufgenommen. Wer sich für überlieferte Kleidung und Bräuche interessiert, findet hier einen anderen Zugang zur Kulturgeschichte als in der Stadtgeschichts- und Literaturausstellung von Krupina.

Auch Bauwerke erzählen von unterschiedlichen Epochen. Die Kirche der Geburt der Jungfrau Maria in Krupina ist eine dreischiffige romanische Basilika, die deutsche Kolonisten zu Beginn des 13. Jahrhunderts erbauten. Der Wachturm Vartovka entstand um 1564 während der Auseinandersetzungen mit den Osmanen. Er gilt als der einzige slowakische Wachturm, der in seinem ursprünglichen Zustand erhalten ist. Die Burg Čabraď ist seit 1276 schriftlich belegt; historisch sollte sie die Wege zu den Bergbaustädten schützen.

Eine andere Form der Wehrarchitektur zeigt die Festung Bzovík: Ihre befestigte Anlage besitzt vier vorspringende runde Eckbastionen und einen Wassergraben. Im Lišov Museum stehen neben den Ausstellungen Begegnungen mit örtlichen Handwerkern und Bildungsprogramme auf dem Programm; die konkreten Angebote können sich ändern.

Felsformen und geschützte Landschaft

Beim Felsgebiet Štangarígeľ, auch Krupinské bralce genannt, bilden regelmäßige fünfseitige Andesitsäulen das prägende Merkmal. Einige erreichen bis zu sechs Meter Höhe. Das 0,65 Hektar große Gebiet wurde 1975 zum Naturdenkmal erklärt und liegt im Landschaftsschutzgebiet Štiavnické vrchy. Die geologische Form und der Schutzstatus geben dem Ort einen anderen Charakter als den historischen Bauwerken des Bezirks.

Für die Anfahrt ist eine praktische Einschränkung wichtig: Die asphaltierte Zufahrt von Krupina nach Štangarígeľ ist für Autos häufig etwa vier Kilometer vor dem Ziel gesperrt. Die touristische Information empfiehlt die Anreise mit dem Fahrrad. Da die Sperrung saisonal oder betrieblich variieren kann, prüfen Sie die Zufahrt vor Ihrem Besuch.

Das Nationale Naturreservat Mäsiarsky Bok umfasst mehr als 120 Hektar und liegt an der Bahnstrecke und Straße zwischen Krupina und Babiná. Herabgestürzte Felsen und der fließende Fluss Krupinica prägen die beschriebene Landschaft; das Reservat ist außerdem ein bedeutender Fundort für Reptilien. Beim Čabradský hradný vrch und seiner Umgebung stehen ebenfalls Natur- und Schutzthemen im Mittelpunkt: Das Gebiet ist als nationales Naturreservat mit der fünfthöchsten Schutzstufe ausgewiesen und gilt als bedeutender Fundort für Reptilien.

Im südlichen Teil des Okres Krupina liegt Dudince im Tal des Flusses Štiavnica, in der Region Hont. Der Ort ist für sein seltenes heilendes Mineralwasser bekannt. Damit kommt zu den kulturellen und landschaftlichen Entdeckungen ein weiterer Akzent hinzu, ohne dass sich der Charakter des gesamten Bezirks auf ein einzelnes Thema reduzieren lässt.

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