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Rimavská Seč liegt am Zusammenfluss von Rimava und Blh. Kirchen, Ortsgeschichte und die Natur der Umgebung geben dem Reiseziel verschiedene Schwerpunkte: Sie können sich für Architektur und Kulturgeschichte interessieren oder den nahe gelegenen Lehrpfad und die Vogelwelt in den Blick nehmen.

Flüsse, Schutzgebiet und Vogelwelt

Südlich von Rimavská Seč verläuft das Vogelschutzgebiet Cerová vrchovina-Porimavie; Rimavská Seč ist zugleich unter den Katastergebieten des Schutzgebiets aufgeführt. Zu den dort als geschützt geführten Vogelarten zählen Eisvogel (Alcedo atthis), Uhu (Bubo bubo) und Bienenfresser (Merops apiaster). Wichtige Vogelhabitate sind Uferbestände aus Weiden und Erlen. Zum Landschaftsraum des Schutzgebiets gehören außerdem die mittelgroßen Flüsse Rimava und Slaná. Die lokale Flusslandschaft am Zusammenfluss von Rimava und Blh und dieser größere Schutzgebietsraum sind damit zwei unterschiedliche geografische Bezugspunkte.

Lehrpfad in der Umgebung

Am Rand von Chrámec im Bezirk Okres Rimavská Sobota beginnt der 4,6 Kilometer lange Lehrpfad Pieskovcové chrbty. In der Umgebung von Rimavská Seč führt er durch das Gebiet von europäischer Bedeutung Pieskovcové chrbty, in dem der zweite und der vierte Naturschutzgrad gelten. Fünf dreisprachige Informationstafeln behandeln das Schutzgebiet, Insekten, Relief, Pflanzen und Vögel. So stehen auf derselben Strecke sowohl die Landschaftsformen als auch Arten und Naturschutz im Mittelpunkt. Prüfen Sie vor der Fahrt die aktuelle Situation des Lehrpfads lokal.

Kirchen und Kulturgeschichte

Die Kirche in Rimavská Seč ist eine Station der Gotická cesta. Diese touristische Route verbindet die gotischen Kirchen der Region. Der ursprüngliche gotische Bau stammt aus dem Jahr 1457; erhalten sind die gotische Raumdisposition, ein gerade geschlossenes Presbyterium und ein Kreuzrippengewölbe. Das Presbyterium ist der Altarraum am Ende der Kirche; beim Kreuzrippengewölbe kreuzen sich die tragenden Rippen. Der im 16. Jahrhundert außermittig an der Nordseite angebaute Turm und die Wehrmauer geben weitere konkrete Hinweise auf die Baugestalt.

Ein anderer Kirchenakzent ist die klassizistische Kirche der Bekehrung des heiligen Paulus. Sie wurde 1803 erbaut und 1896 renoviert und steht im zentralen Teil von Rimavská Seč. Am Hauptaltar befindet sich ein großes Gemälde der Bekehrung des heiligen Paulus aus dem frühen 19. Jahrhundert. Bauzeit, Renovierung und Altarbild verbinden mehrere Details der Ortsgeschichte.

Jüdischer Friedhof und Jahrmarktgeschichte

Der jüdische Friedhof liegt hinter dem christlichen Friedhof an der Cintorinska Street. Der jüdische Bereich wird nicht mehr genutzt, ist aber gut gepflegt; dort befinden sich 58 Grabsteine. Wenn Sie einen Besuch einplanen, klären Sie die aktuelle Zugangssituation und den Zustand vor Ort.

Auch die Jahrmarktgeschichte hat einen klaren historischen Anker: Am 18. Juni 1450 erhielt Rimavská Seč das Recht, zweimal jährlich Jahrmärkte abzuhalten, am 29. September, dem Michaelistag, und an Fronleichnam. Diese Verleihung gehört zur Ortsgeschichte; sie ist kein Hinweis darauf, dass die Jahrmärkte heute stattfinden. Für Ihre Reiseplanung lässt sich der Schwerpunkt damit gut wählen: Architektur und Ortsgeschichte führen zu den Kirchen und zum Friedhof im Ort, während der Lehrpfad bei Chrámec einen eigenen Naturbaustein in der Umgebung bildet.

Weitere Reiseziele entdecken: Gemerské Dechtáre, Večelkov, Lenka, Chrámec, Hostišovce, Hnúšťa, Čerenčany, Vyšný Skálnik.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Rimavská Sobota.

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