Zum Inhalt

Španie Pole lässt sich über drei unterschiedliche Themen erschließen: die evangelische Kirche mit ihrer Baugeschichte, lokale Handwerkstraditionen und den Lehrpfad Drienčanský kras. Der Wechsel zwischen Baukultur, historischer Arbeit und Karstlandschaft gibt der Ortswahl ein konkretes Profil. Wenn Sie einen Aufenthalt planen, können Sie zwischen einem kulturgeschichtlichen Schwerpunkt und einer Wanderung auf dem Lehrpfad abwägen.

Evangelische Kirche und Baugeschichte

Die evangelische Kirche von Španie Pole wurde von 1805 bis 1810 erbaut und 1931 restauriert. Ihre Architektur umfasst einen Saalraum mit segmentförmigem Abschluss und einen vorgestellten Turm. Im Inneren bewahrt sie eine hölzerne Empore auf geschnitzten Säulen aus der Bauzeit. Damit treffen an einem Bauwerk die Raumform und ein erhaltenes Ausstattungselement zusammen. Für kulturinteressierte Reisende ist die Kirche ein konkretes Beispiel, an dem Baugeschichte und architektonische Gestaltung zusammenkommen.

Handwerkstraditionen im historischen Kontext

Zu den traditionellen Handwerken in Španie Pole gehörte das Kalkbrennen. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war der Ort für die Verarbeitung und den Verkauf von Bienenwachs bekannt. Brdárstvo war eine winterliche Nebentätigkeit; häufig war sie mit der Wachsverarbeitung sowie der Herstellung und dem Verkauf weiterer Holzgeräte verbunden. Spindeln und Brdá wurden in Heimarbeit gefertigt und in anderen Regionen im Hausierhandel verkauft. Zusammen zeichnen diese Beispiele ein Bild lokaler Arbeit, das über ein einzelnes Produkt hinausgeht: Verarbeitung, häusliche Herstellung und Handel erscheinen als verschiedene, zeitlich verankerte Aspekte der Handwerkstradition.

Drienčanský kras: Landschaft und Lehrpfad

Der Drienčanský kras ist ein Karstgebiet in der Revúcka vrchovina, westlich des Slowakischen Karsts und südlich der Muránska planina. Zu seinen Landschaftsformen gehören Blindtäler, randliche Karstmulden und Karstseen; außerdem weist das Gebiet 190 Dolinen und 42 Höhlen auf. Dieser regionale Rahmen ergänzt die ortsbezogene Bau- und Handwerksgeschichte um eine landschaftliche Perspektive.

Der Lehrpfad Drienčanský kras ist 7.540 Meter lang und verläuft durch leichtes Gelände. Seine Strecke erstreckt sich zwischen Drienčany, Hrušovo, Striežovce, Španie Pole, Hostišovce und Budikovany. An den Stationen können Besucher Höhlen, Karstseen, Karren und Karstmulden beziehungsweise Dolinen kennenlernen. Länge und Gelände sind zwei konkrete Anhaltspunkte für die Wanderplanung; vor dem Aufbruch empfiehlt sich ein Blick auf die örtlichen Wegbedingungen, da sich Beschilderung und Pflege ändern können.

Eine zweite Wanderoption ist der 15 Kilometer lange Weg Budikovany–Chvalová. Er führt durch den Drienčanský kras und bis nach Španie Pole. Mit 15 Kilometern ist er länger als der 7.540 Meter lange Lehrpfad. Entlang des Weges Budikovany–Chvalová liegt nahe dem Abschnitt zwischen Španie Pole und Chvalová ein erhaltener Kalkofen. Wenn der Kalkofen für Ihre Routenplanung wichtig ist, prüfen Sie vorab seinen aktuellen Zustand. Der Unterschied liegt damit nicht nur in der Länge: Der Lehrpfad führt an Stationen zu Karstformen vorbei, während am Budikovany–Chvalová-Weg ein erhaltener Kalkofen liegt.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.

Weitere Reiseziele

Weitere Reiseziele entdecken: Studená, Lukovištia, Kraskovo, Babinec, Lipovec, Dolné Zahorany, Jestice, Konrádovce.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Rimavská Sobota.