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Rišňovce liegt im südwestlichen Teil der Nitraer Lösshügellandschaft. Seine Ortsgeschichte reicht von archäologischen Hinweisen auf Besiedlung in der Jungstein- und Hallstattzeit bis zur Dreifaltigkeitskirche des 18. Jahrhunderts und Kutuzovs Aufenthalt im Renaissance-Herrenhaus. Eine andere Perspektive eröffnet die gelbe Radroute 8110 zwischen Nitra und Rišňovce.

Dreifaltigkeitskirche und Renaissance-Herrenhaus

Die Dreifaltigkeitskirche wurde zwischen 1766 und 1775 erbaut. Der spätbarocke, einschiffige Bau hat ein quadratisches Presbyterium und eine angebaute Sakristei; im Inneren treffen barocke und Rokoko-Elemente aufeinander. Der luisianische Hauptaltar stammt aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Eine kleine Glocke, die den heiligen Kyrill und Method gewidmet ist, datiert auf 1747 und wurde zufällig auf dem Dachboden des Pfarrhauses gefunden. Der Turm ist einschließlich des Kreuzes an seiner Spitze etwa 27 Meter hoch. Der Musikchor ist nicht vom Kirchenraum aus, sondern außen beim Turm über steile Stufen erreichbar.

Die früheste Bauphase des Herrenhauses dürfte in die Mitte des 16. Jahrhunderts zurückreichen. Damals bestand es aus einem ebenerdigen, dreiräumigen, einflügeligen und unterkellerten Baukörper. Marschall Kutuzov übernachtete im Renaissance-Herrenhaus vom 18. bis 19. Dezember 1805, nach der Schlacht bei Slavkov am 2. Dezember 1805. Seit dem 2. Juli 1993 gehört das Herrenhaus zu den nationalen Kulturdenkmälern.

Museum mit telefonischer Anmeldung

Das M. I. Kutuzov Museum zeigt eine ständige Ausstellung mit Kopien historischer Urkunden zur Geschichte von Rišňovce und zu Kutuzovs Aufenthalt im Ort. In den unteren Räumen befindet sich außerdem eine ständige Ausstellung mit Gegenständen der Volkskultur. Ein Besuch ist nur nach telefonischer Anmeldung möglich; rufen Sie daher vorab an. Damit unterscheidet sich die Planung eines Museumsbesuchs von der Betrachtung der Bauwerke: Für das Museum gehört die Anmeldung ausdrücklich dazu.

Archäologie und Erinnerungsorte

Archäologische Fundstellen im Gemeindegebiet belegen Besiedlung in der Jungsteinzeit und in der Hallstattzeit. Zum Befund gehören außerdem Keramikfragmente aus der römischen Zeit. Diese Funde erweitern den Blick über die Geschichte der Kirche und des Herrenhauses hinaus.

Südlich der Dreifaltigkeitskirche steht in einem gepflegten Park das kyrillisch-methodianische Doppelkreuz. Das Denkmal für die Gefallenen errichteten 1935 Feuerwehrleute des tschechoslowakischen freiwilligen Feuerwehrkorps mit Unterstützung der Bürger. Es ehrt die Einwohner von Rišňovce, die im Ersten Weltkrieg (1914–1918) gefallen sind.

Der 2024 angelegte Kreuzweg umfasst vierzehn Stationen aus Akazienholz. Er gilt als Ort des persönlichen Gebets, der Erholung und des Kraftschöpfens. Für Vorübergehende auf dem Weg zum Friedhof von Horné Rišňovce dienen die Stationen zudem als Mahnmal.

Mit dem Rad von Nitra nach Rišňovce

Die gelbe Radroute 8110 verbindet Nitra mit Rišňovce und führt über Asphalt-, befestigte und Feldwege. Sie gilt als leichte, für den Freizeitsport geeignete MTB-Route und eignet sich für das Radfahren mit der Familie. Damit steht neben den geschichtlichen Themen eine klar andere Aktivität zur Wahl: Die Route ist durch Radfahren und wechselnde Wegoberflächen geprägt, während Kirche, Herrenhaus und Museum den kulturhistorischen Schwerpunkt bilden.

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