Gbelce lässt sich besonders über zwei Naturgebiete einordnen: die 184,05 Hektar großen Parížske močiare und das knapp vier Hektar große Naturschutzgebiet Drieňová hora. Dazu kommen die landwirtschaftlich geprägte Landschaft in Richtung Donau und klar benannte Kulturzeugnisse. Für die Reiseplanung stehen damit Feuchtgebiet, ländliche Nutzung und Ortsgeschichte als unterschiedliche Schwerpunkte zur Wahl.
Feuchtgebiete und Schutzgebiet
Die Parížske močiare erstrecken sich über 184,05 Hektar im Gemeindegebiet von Gbelce. Sie sind ein nationales Naturreservat und als Ramsar-Feuchtgebiet anerkannt. Im sumpfigen Gelände am Paríž-Kanal wird Schilf angebaut; die Schilfumgebung beherbergt eine vielfältige Vogelwelt und seltene Pflanzen. Der Aussichtsturm Parížske močiare bietet Ausblicke auf die Moorlandschaft und eignet sich zur Vogelbeobachtung. Er liegt am Rand der Gemeinde und ist leicht zugänglich. Prüfen Sie die örtlichen Zugangsbedingungen vor Ihrem Besuch.
Drieňová hora unterscheidet sich vor allem in der Größe. Das knapp vier Hektar große Naturschutzgebiet wurde 1964 ausgewiesen und liegt in den Katastergebieten von Gbelce und der benachbarten Gemeinde Nová Vieska. In dem Gebiet gibt es zahlreiche seltene Pflanzenarten, die auch aus europäischer Sicht bedeutsam sind. Gegenüber den 184,05 Hektar der Parížske močiare ist es deutlich kleiner.
Für die Themenwahl heißt das: Wer den Blick auf Feuchtgebiet, Schilf und Vogelbeobachtung richten möchte, findet in den Parížske močiare den größeren Naturraum; wer sich für seltene Pflanzen in einem kleineren Schutzgebiet interessiert, kann Drieňová hora als anderen Naturbezug einordnen. Die Entscheidung kann sich so am Landschafts- oder Pflanzeninteresse orientieren.
Landwirtschaft und Weinbau
Das flache Gelände von Gbelce in Richtung Donau eignet sich für Getreide- und Obstanbau sowie für Weinbau. Im Gegensatz dazu prägen Schilf, Vogelwelt und seltene Pflanzen das sumpfige Gelände am Paríž-Kanal. So stehen landwirtschaftliche Nutzung und Feuchtgebietscharakter als unterschiedliche Landschaftsthemen nebeneinander. Weinbau war auch Teil eines konkreten Veranstaltungstages: Beim zweiten „Priateľské popoludnie“ in den Weinbergen von Gbelce am 20. August 2022 wurden Qualitätsweine, Wildgulasch, gebackene Wurst und frische Pagáče angeboten; außerdem spielte Musik. Wenn ein Veranstaltungsdatum für Ihre Reise eine Rolle spielt, prüfen Sie die Termine für den gewünschten Zeitraum.
Kultur und Ortsgeschichte
Am Geburtshaus von Ján Stampay befindet sich eine Gedenktafel. Die Kirche des heiligen Karl Borromäus ist eine barocke Kirche aus dem 18. Jahrhundert mit einer klassizistischen Umgestaltung zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Der Blick auf die beiden Orte verbindet eine persönliche Erinnerung mit einer Baugeschichte über zwei Epochen. Ein renovierter Schwingbrunnen trägt den Namen „Renovovaná vahadlová studňa“. Zum historischen Ortsbild gehört auch Ardea: 1993 übernahm die Gemeinde das Erholungsobjekt und schuf dort Voraussetzungen für den Landtourismus.
Für Ihre Ferienwohnungssuche lässt sich Gbelce damit nach dem Schwerpunkt wählen: Naturbeobachtung, Ortsgeschichte oder die landwirtschaftlich geprägte Landschaft.
Weitere Reiseziele entdecken: Sikenička, Šarkan, Kmeťovo, Rastislavice, Ľubá, Komjatice, Kamenín, Svodín.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Nové Zámky.