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Hul verbindet eine klar beschriebene Flusslandschaft mit Bauwerken und archäologischen Spuren aus weit auseinanderliegenden Zeiten. Der Ort liegt am linken Ufer der Žitava in einem Feuchtgebiet auf Lössablagerungen; auch das Auenmikroklima gehört zu seiner geografischen Prägung. Herrenhaus Motešických, die Kirche Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz und Befunde aus verschiedenen Epochen bieten unterschiedliche Anknüpfungspunkte für einen Aufenthalt mit Interesse an Landschaft, Architektur und Geschichte.

Landschaft am linken Ufer der Žitava

Hul liegt am linken Ufer der Žitava in einem Feuchtgebiet auf Lössablagerungen und hat ein Auenmikroklima.

Herrenhaus Motešických und Park

Das Herrenhaus Motešických wurde den Aufzeichnungen zufolge ungefähr zwischen 1785 und 1795 errichtet und ist dem klassizistisch-empirezeitlichen Stil zuzuordnen. Der Park entstand gleichzeitig mit dem Herrenhaus, hat heute jedoch eine kleinere Fläche als ursprünglich. Herrenhaus und Park gehören damit in der Entstehungsgeschichte zusammen, während ihre heutige räumliche Ausdehnung nicht mehr der ursprünglichen entspricht.

Ein repräsentativer Raum im Herrenhaus verfügt über einen Marmorkamin und einen direkten Zugang zum Park. Das verbindet ein konkretes Detail der Innenraumgestaltung mit der Anlage im Freien. Vor dem Herrenhaus steht außerdem eine Statue auf einer hohen Säule. Sie wurde wahrscheinlich zwischen 1805 und 1810 im spätbarocken Stil mit klassizistischen Elementen errichtet. Ihre ungefähre Datierung liegt nach der Bauzeit des Herrenhauses und setzt so einen weiteren zeitlichen Akzent in der Baugeschichte.

Kirche, Altarbild und Orgel

Die Kirche Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz ist ein neobarocker Bau, der 1862–1863 errichtet wurde. Ihr Grundstein wurde am 23. September 1862 gelegt; nach zwei Jahren war der Rohbau fertiggestellt. Geweiht wurde die Kirche am ersten Oktobersamstag 1885 und der Rosenkranzmadonna gewidmet. Der zeitliche Bogen reicht damit vom Grundstein über die Fertigstellung des Rohbaus bis zur späteren Weihe.

Auch die Ausstattung ergänzt die Baugeschichte um bildende Kunst und Musik. Im Hauptaltar befindet sich ein Gemälde der Rosenkranzmadonna von E. Prokop aus dem Jahr 1956. Zur Kirche gehört zudem eine einmanualige Orgel mit Pedal, bezeichnet mit I/P/10 (8+2). Bauform, Altarbild und Orgel geben dem Kirchenensemble jeweils einen eigenen kunst- oder musikgeschichtlichen Bezug.

Archäologische Zeitspuren

Die Ortsgeschichte reicht weit über die Bauzeiten des Herrenhauses und der Kirche hinaus. Zu den Befunden in Hul gehört eine neolithische Siedlung mit Voluten- und Lengyel-Kultur. Weitere archäologische Spuren stammen aus der älteren Eisenzeit, der römisch-barbarischen Zeit, der Völkerwanderungszeit und der großmährischen Zeit. Hinzu kommen Befunde aus dem 10. bis 12. Jahrhundert. Diese zeitlich weit auseinanderliegenden Abschnitte eröffnen einen zusätzlichen Blick auf Hul: Neben den späteren Bauwerken steht eine lange Abfolge archäologisch belegter Epochen.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Nové Zámky.

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