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Ladice verbindet eine Lage an der Drevenica mit markanten Zeugnissen der Ortsgeschichte und einer beschriebenen Wanderverbindung. Der Ort erstreckt sich halbrund an beiden Ufern des Baches und liegt am südöstlichen Fuß des Tribeč, am Übergang zur Žitava-Hügellandschaft. Für Ladice ist eine Höhenlage von 160 bis 400 Metern angegeben. Bach, Höhenlage und angrenzende Landschaft geben der Orientierung einen konkreten Rahmen; die kulturellen Zeugnisse erzählen zugleich von verschiedenen Kapiteln der Ortsgeschichte.

Kirche, Museum und Baugeschichte

Die römisch-katholische Allerheiligenkirche wurde im Barockstil wiedererrichtet, um 1790 renoviert und Anfang des 20. Jahrhunderts erneut instand gesetzt und ausgemalt. Im Kircheninneren ist eine gotische Glocke mit der Jahreszahl 1315 auf einem Sockel ausgestellt. Baugeschichte und Glocke setzen unterschiedliche zeitliche Akzente: Die Jahreszahl gehört zur Glocke, während die überlieferten Arbeiten an der Kirche von der späteren Entwicklung des Gebäudes erzählen.

Auch außerhalb der Kirche finden sich Zeugnisse mit eigener Bauform. Das ehemalige katholische Schulgebäude dient heute als Museum mit zahlreichen historischen Exponaten. Das Volkswohnhaus Nr. 100 stammt aus dem 19. Jahrhundert: Es besteht aus ungebrannten Ziegeln, ist verputzt und weiß gekalkt und hat einen dreiteiligen Grundriss. Diese genaue Beschreibung macht das Haus zu einem Beispiel der örtlichen Wohnarchitektur, während das Museum historische Exponate in einem früheren Schulgebäude versammelt.

Auf dem Friedhof stehen sieben geschnitzte hölzerne Grabmale aus dem 19. Jahrhundert sowie mehrere gusseiserne Grabmale. Auf einem Weinbergshügel auf der Tekover Seite von Ladice erhebt sich eine steinerne Statue des heiligen Urban aus dem Jahr 1834. Sie steht auf einer hohen Säule, die sich nach oben verjüngt. Friedhofsdenkmale und Statue ergänzen die Baugeschichte um unterschiedliche Formen lokaler Erinnerung.

Folklore und historische Erinnerung

Das Folkloreensemble Hajnalkert verbindet Volkslieder und volkstümliche Bräuche mit dem für Ladice typischen Leitertanz. Seine Entwicklung begann 1969 als Frauenchor; ein Jahr später kamen Männer hinzu, und daraus entstand ein Folkloreensemble zur Bewahrung volkstümlicher Traditionen. Hajnalkert nimmt jährlich an zahlreichen Veranstaltungen in der Slowakei, Ungarn und Österreich teil; konkrete Teilnahmepläne können sich ändern.

Am unteren Ende von Ladice befindet sich der steinerne Rest eines quadratischen Pfeilers, vermutlich eines Denkmals. Der lokalen Überlieferung zufolge stammt er aus der Türkenzeit und erinnert an einen Nitraer Kanoniker und sein Gefolge. Ein 2019 veröffentlichter regionaler Forschungsbericht, der der Gemeinde Ladice zugeschrieben wird, verbindet das Türkische Denkmal mit dem Überfall eines osmanischen Trupps auf den Zug eines Kanonikers des Nitraer Kapitels. Dem Bericht zufolge geschah dies kurz nach der Schlacht bei Veľké Vozokany im Jahr 1652 in unmittelbarer Nähe von Ladice.

Wanderwege und Anreise

Der grün markierte Wanderweg 5129 verbindet Oponice und Ladice und führt an den Stationen 4 bis 9 des Kostoliansky-Lehrpfads vorbei. Eine weitere konkrete Wegbeschreibung betrifft den Abschnitt beim touristischen Wegweiser „Ladice, OcÚ“: Dort überquert der Weg auf einer Brücke die Drevenica. Der Wegweiser liegt auf 196 Metern; Parken ist möglich. Der als leicht beschriebene Abschnitt ist 0,2 Kilometer lang und dauert etwa drei Minuten. Diese Distanz und Zeit beziehen sich auf den beschriebenen Abschnitt. Prüfen Sie vor einer Wanderung die Wegbedingungen und berücksichtigen Sie, dass sich Zugangsregelungen ändern können.

Für die Anreise verbindet die Regionalbuslinie 407414 Zlaté Moravce mit Kostoľany pod Tríbečom. Der Fahrplan gilt vom 1. August bis zum 12. Dezember 2026. In Ladice bedient die Linie vier Haltestellen: „Ladice, železničná zastávka“, „Ladice, PD“, „Ladice, kostol“ und „Ladice, domovina“. Prüfen Sie den Fahrplan vor der Reise erneut, damit Ihre Planung zum genannten Gültigkeitszeitraum und zu den aktuellen Abfahrten passt.

Weitere Reiseziele entdecken: Tesárske Mlyňany, Žikava, Mankovce, Červený Hrádok, Jedľové Kostoľany, Velčice, Lovce, Obyce.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Zlaté Moravce.

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