Am Kremenec treffen die Grenzen der Slowakei, Polens und der Ukraine aufeinander. Zu den grenzüberschreitenden Routen in dieser Landschaft zählen Veľká Ravka–Kremenec–Nová Sedlica und Wetlina–Riaba skala–Runina; beide wurden 2013 eingerichtet. Grenzverläufe, Waldgebiete und Kulturstätten geben Okres Snina unterschiedliche Seiten, die sich beim Erkunden entdecken lassen.
Wald und Wege im Vihorlat
Im Katastergebiet von Nová Sedlica liegt das NPR Stužica. Dort bewahren großflächige ursprüngliche Waldbestände eine urwaldähnliche Struktur. Im Schutzgebiet leben dauerhaft Bären, Wölfe und Wisente. Auch rund um den Sninský kameň kommen seltene Tierarten vor.
Auch die Wege zum Sninský kameň lassen sich gut anhand ihrer Wegzeichen unterscheiden. Der gelb markierte Wanderweg von Zemplínske Hámre beginnt am Parkplatz beim Steinbruch und führt bis zum Sattel Tri tably. Von dort verläuft ein rot markierter Wanderweg zu den Gipfelplateaus. Beide Plateaus sind über eiserne Leitern erreichbar. Wenn Sie diese Route planen, prüfen Sie vorab die aktuellen Zugangsbedingungen.
Das Touristische Informationszentrum Zemplínske Hámre informiert über Wander- und Radwege sowie den Nationalpark Poloniny. Es liegt nahe dem Steinbruch am Beginn der wichtigsten Wege zum Sninský kameň und zum Vihorlat; für Besucher steht dort ein kostenloser Parkplatz zur Verfügung. Für die Planung können die dortigen Informationen eine praktische Orientierung zu den Wegen bieten.
Wer lieber mit dem Rad unterwegs ist, findet eine andere Perspektive auf das Vihorlat-Gebirge: Die Radroute Sninské Rybníky–Zemplínske Hámre verläuft über den Karpaten-Radfernweg 016 durch das Gebirge. An der Wegweisung Čierťaže besteht eine Verbindung zur gelb markierten Radroute 8903. Da sich Routennummern und Zugangsbedingungen ändern können, lohnt sich ein Blick auf die aktuelle Wegweisung vor der Tour.
Museen, Kirchen und Geschichte
Im Múzeum Zemplínske Hámre stehen zwei Dauerausstellungen im Mittelpunkt. Eine widmet sich der Geschichte des Bergbaus und der Eisenverarbeitung im Vihorlat-Gebirge. Die ethnografische Ausstellung zeigt Volksarchitektur, Landwirtschaft und Handwerk sowie die Volkstrachten der Bewohner der Siedlung Josefsthal. So begegnen Ihnen in einem Haus sowohl die Arbeitsgeschichte des Gebirges als auch Aspekte des Alltagslebens.
Das Museum befindet sich im ältesten Gebäude der Gemeinde: einem steinernen Bau aus dem frühen 19. Jahrhundert, der ursprünglich der Unterbringung der Leitung der Eisenwerke diente. Auch in Snina erzählt ein Bauwerk von der lokalen Geschichte. Der Klasicistický kaštieľ dort wurde 1800 von Jozef Rholl fertiggestellt. Beim Sninský kaštieľ gehören Ausstellungen, Konzerte und weitere Veranstaltungen zum Kulturprogramm; außerdem gibt es eine Dauerausstellung zur Kunst und Geschichte der Region. Das Programm kann sich ändern, deshalb empfiehlt sich vor einem Besuch ein Blick auf die aktuellen Veranstaltungen.
Ein Vergleich der Kirchen in Topoľa und Uličské Krivé führt zu verschiedenen Epochen sakraler Kunst. Bei der Kirche in Topoľa steht ein Glockenturm aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Die Ikonostase stammt aus der Mitte des 18. Jahrhunderts und umfasst einige Ikonen aus dem 17. Jahrhundert. Die Kirche in Uličské Krivé besitzt eine barocke Ikonostase aus dem 18. Jahrhundert; einige ihrer Ikonen stammen aus dem 16. Jahrhundert. Die unterschiedlichen Datierungen machen deutlich, dass Bauwerk, Ikonostase und einzelne Bilder jeweils eigene historische Bezüge haben.
Eine weitere Art, die Landschaft zu erleben
Der Ranč pod Sninským kameňom bietet Reitaktivitäten für alle Altersgruppen und Erfahrungsstufen an. Dazu gehören Ausritte auf Waldwegen und durch Wiesen mit Landschaftsblicken auf das Vihorlat-Gebirge. So stehen Wandern und Radfahren nicht allein im Mittelpunkt: Auch zu Pferd können Sie die beschriebenen Landschaften aus einer anderen Perspektive erleben.
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